Bevor man sich eines Gartenteichs erfreuen kann, bedarf es einer sorgfältigen Planung. Denn nicht nur die Bepflanzung, sondern auch der Standort und dessen äußere Begebenheiten haben später Einfluss auf den Teich. Wer sich für einen Fertigteich entscheidet, dem ist die Form des Gartenteichs vorgegeben. Auch wenn sich ein Fertigteich leichter und schneller anlegen lässt als ein Folienteich, ist er doch auch erheblich teurer. Wer mit Teichfolie arbeitet, kann seinen Gartenteich von Anfang bis Ende selbst anlegen und ist vollkommen frei in der Gestaltung seines kleinen Biotops.

Der Gartenteich muss geplant werden

Wie groß soll der Gartenteich sein? Dies hängt natürlich zunächst mit der Größe des Gartens zusammen, darüber hinaus gilt jedoch generell: Je größer der Teich, desto besser. Ein Gartenteich mit etwa 80 Zentimetern Tiefe und einer Fläche von 15 Quadratmetern ist groß genug, um selbstständig sein biologisches Gleichgewicht aufzubauen und zu halten. Das bedeutet, dass er sich selbst reinigen und zum eigenständigen Biotop entwickeln kann. Natürlich sind auch kleinere Gartenteiche ohne Problem möglich, allerdings bedürfen diese später einer intensiveren Pflege.

Der Teich sollte an einem sonnigen Platz angelegt werden, wo er täglich mindestens fünf bis sechs Stunden von der Sonne bestrahlt und erwärmt wird. Um Problemen vorzubeugen, sollte sich im Umkreis von etwa drei Metern kein Baum befinden, da dessen Wurzeln beim Bau im Weg sein oder den Gartenteich zu einem späteren Zeitpunkt beschädigen könnten.

Bei der Planung des Teichs heißt es, den Platz großzügig zu berechnen, da der Rand und dessen Bepflanzung rund um den Gartenteich etwa 30 Zentimeter Raum beanspruchen wird. Wollen Sie Fische einsetzen, benötigen Sie eine Tiefe von 80 Zentimetern, da diese im Winter ansonsten erfrieren würden.

Einen Gartenteich anlegen

Am besten spannt man zunächst die Stelle, wo man den Gartenteich anlegen möchte, mit einer Schnur zwischen kleinen Holzpflöcken ab. So hat man die Möglichkeit, sich die Form und die Lage des Teichs genauer vorstellen zu können. Hat man einen geeigneten Platz gefunden, beginnt man damit, das Gras flächig abzutragen. Danach werden die jeweiligen Terrassen, also die Innenform des Teiches, von außen nach innen ausgehoben. Zudem muss um den Gartenteich herum, ein etwa 15 Zentimeter breiter Graben angelegt werden.

Nach dem Buddeln müssen alle spitzen Steine aus dem Loch gesammelt und eventuelle Wurzeln eingekürzt werden. Danach wird der Boden etwa fünf Zentimeter dick mit Sand bedeckt, der festgeklopft werden muss. Ist der Untergrund besonders hart oder steinig, empfiehlt es sich, den Boden zusätzlich mit Teichvlies zu polstern. Danach kann man den Gartenteich mit Teichfolie auslegen. Hier gilt es, besonders aufzupassen, denn erst ab einer Dicke von zehn Zentimetern ist die Folie strapazierfähig genug, dass man sie ohne Schuhe und ganz vorsichtig betreten kann. Auf den jeweiligen Etagen sollte die ausgelegte Folie mit stumpfen Steinen beschwert werden, damit sie später nicht verrutschen kann. Die Folie wird bis in den Graben, der um den Gartenteich herum angelegt wurde, gezogen und dort mit Kieseln oder Steinen fixiert. Diese sogenannte Kapillarsperre ist wichtig, weil sie dafür sorgt, dass der Boden außerhalb nicht mit dem Teich selbst in Kontakt kommt, da dieser ansonsten das Wasser aus dem Gartenteich saugen würde. Zum Bepflanzen kann man eine Substratschicht von etwa 20 Zentimetern auf der Folie verteilen, in die die Pflanzen dann gesetzt werden können. Leichter geht es, wenn man die Pflanzen in ihren Körben einfach an den jeweiligen Platz stellt und dann vorsichtig das Wasser einlaufen lässt.

Die Pflanzen- und Tierarten, die in dem neuen Biotop leben sollen, muss man nach der Größe des Gartenteichs aussuchen. Hier kommt es auf die richtige Kombination an. So eignen sich beispielsweise für einen kleinen Naturteich etwa die leicht zu haltenden Stichlinge, die sich sehr schnell vermehren. Auch Bitterlinge gehören zu den in Frage kommenden Kandidaten, benötigen aber Teichmuscheln für die Fortpflanzung. Über die verschiedenen Tiere und Pflanzen und deren Kombinationsmöglichkeiten kann man sich im Handel gut von Experten beraten lassen.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion