Je nach Größe des Balkons lassen sich unterschiedliche Gestaltungs-Varianten realisieren. Dabei können die verschiedensten Stilrichtungen umgesetzt werden - von A wie asiatisch bis Z wie zünftig. Hier die besten Tipps für Ihren Balkon:

Balkonkästen und Kübel

Die einfachste Möglichkeit, um den Balkon möglichst grün und bunt zu gestalten sind Balkonkästen und Kübel. Die lassen sich auf jedem Balkon unterbringen. Die Balkonkästen eignen sich besonders gut, um das Geländer und die Balkonumrandungen zu verzieren und zu verstecken. Da man sie zum Beispiel an das Geländer hängen kann, nehmen sie nicht viel Platz weg. Achten Sie bei der Bepflanzung darauf, dass Sie die Kästen und Kübel nur bis zur Hälfte mit frischer Erde befüllen. Lockern Sie die Wurzelballen der Pflanzen vorsichtig mit der Hand auf und setzten Sie sie so in die Erde, dass der obere Ballenrand etwa zwei Zentimeter unterhalb des Kasten- oder Kübelrandes sitzt. Den Rest füllen Sie mit frischer Erde auf und wässern danach die Pflanze gründlich. Zu den absoluten Dauerbrennern unter den Balkonpflanzen gehören zum Beispiel Geranien, Petunien, Zauberglöckchen und Begonien. Sie sind pflegeleicht und bescheren dem Balkon eine bunte Blütenpracht. Die Trendsetter diesen Jahres sind unter anderem das mehrjährige Strand-Silberkraut, das sich über Selbstaussaht mehrere Jahre am gleichen Platz halten kann, und der Einjährige Phlox. Besonders gut für Balkonkästen oder Blumenampeln eignet sich auf Grund ihres hängenden Wuchses die Schmuckwinde, eine alte Blütenpflanze, die gerade ihr Comeback auf heimischen Balkonen feiert.

Sichtschutz für den Balkon

Eine Balkonbespannung eignet sich sowohl als Sicht-, Wind- als auch Sonnenschutz. Diese Art der Bespannung ist kostengünstig und leicht anzubringen. Ein gutes Grundmaterial ist Acryl-Markisenstoff, dessen Standardbreite 120 Zentimeter beträgt. Meistens ist diese Balkonbespannung als rechteckiges Tuch erhältlich, zu finden sind allerdings auch teurere Sonderformen. Achten Sie bei der Montage darauf, dass zwischen Bespannung und Geländer etwas Luft bleibt, damit sie die Befestigung ausreichend spannen können, damit sie nicht zu sehr im Windflattern kann. Damit der Sichtschutz im Laufe der Zeit nicht unansehnlich wird, müssen Sie ihn von Zeit zu Zeit waschen. Verwenden Sie dafür einen speziellen Reiniger für Markisen - der Stoff kann auch in der Waschmaschine gereinigt werden. Je nach Balkonumrandung kann sich auch ein natürlicher Sicht-, Wind- und Sonnenschutz anbieten. Hierfür eignen sich zum Beispiel Kletterpflanzen wie die Klematis. Diese meist immergrünen mittel- bis starkwüchsigen Lianen erreichen Wuchshöhen von zwei bis sechs Metern.

Bodenbelag auf dem Balkon

Für den Balkonboden bieten sich verschiedene Formen des Belags sowie unterschiedliche Materialien an. Je nach Dekorationsstil Ihrer grünen Oase, können Sie etwa zwischen Holz-, Beton- oder Steinplatten und Kunstrasen wählen. Am einfachsten zu verlegen und dabei dennoch dekorativ vielseitig sind Holzplatten. Sie sorgen für eine warme Atmosphäre und weil sie schnell trocknen, bieten sie auch im Frühling und Herbst einen fußwarmen Sitzplatz. Erhältlich sind die Holzfliesen in der Regel in quadratischen Platten, die je nach Balkongröße gekauft und gegebenenfalls zugeschnitten werden. Durch die Art der Anordnung und verschiedene Formen der Musterungen, kann man seinen individuellen Boden kreieren. Je nach Geschmack und Investitionsaufwand gibt es die Holzplatten in unterschiedlichen Holzarten. Wetterfest sind zum Beispiel Platten aus Lärche oder Massaranduba, die unbehandelt verlegt werden, da sie einen natürlichen Fäulnisschutz haben. Lassen Sie beim Verlegen auf beiden Seiten der Platte ein wenig Luft. Da das Holz mit der Zeit arbeitet, kann es sein, dass es sich zu den Seiten hin ausdehnt.

Mit diesen kleinen Veränderungen können Sie sich auch ohne großen Aufwand einen grünen Rückzugsplatz schaffen. Gerade wer in der Stadt wohnt, wird die natürliche Umgebung auch eines kleinen, aber gepflegten Balkons zu schätzen wissen.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion