Ein lauer Sommerabend, ein kühles Bier und ein perfekt gegrilltes Steak. Das lieben wir alle. Leider ist das jetzt, wo der Winter naht, nicht mehr möglich. Um nicht monatelang auf das Grillvergnügen verzichten zu müssen, bietet sich ein Elektrogrill an.

Der Elektrogrill: Schnell einsatzbereit

Viele Hersteller bieten den Elektrogrill in verschiedenen Formen an. Es gibt ihn als kleinen Tischgrill, als größeres Modell mit oder ohne Beine, mit gleich bleibender oder regelbarer Temperatur. Für jeden Geschmack und Anspruch ist etwas dabei. Der große Vorteil des Elektrogrills liegt auf der Hand: Beim Grillen entsteht kein Rauch, so dass man ihn in der Wohnung benutzen kann. Weil wegen der fehlenden Glut keine Feuergefahr besteht, ist er auch für den Einsatz auf dem Balkon geeignet. Übrigens: Grillen mit Holzkohle ist einer der häufigsten Auslöser von Nachbarschaftsstreitigkeiten. Mit dem Elektrogrill vermeidet man Qualm und Rauch, durch den sich die Nachbarn gestört fühlen könnten.

Feuergefahr besteht beim Holzkohlegrill auch aus einem weiteren Grund. Viele geben aus lauter Ungeduld einen guten Schuss Spiritus oder Alkohol in die glühende Kohle, was eine massive Stichflamme auslösen kann. Aus derartigen Aktionen entstehen in Deutschland jedes Jahr bist zu 4000 Grillunfälle, von denen 500 schwerste Verbrennungen verursachen. Beim Elektrogrill spart man sich das gefährliche Hantieren mit Anzündern.

Überhaupt entfällt die lange Vorbereitungszeit, bis man endlich sein erstes Würstchen auf den Grill legen kann. Der Elektrogrill ist in kürzester Zeit einsatzbereit. Auspacken, aufstellen, einschalten. Kein hungriges Warten auf die perfekte Glut.

Ist das Fleisch dann auf dem Rost, lässt sich die Hitze beim Elektrogrill perfekt regulieren. Alles wird so, wie man es haben möchte.

Während des Grillens tropft das Fett aus dem Grillgut in die mit Wasser gefüllte Auffangschale unter den Heizstäben. So wird der Geruch sofort gebunden und der Grill lässt sich nach dem Gebrauch leicht vom Fett befreien.

Wer es einmal ausprobiert hat, wird bestätigen, dass gemeinsames Grillen im Wohnzimmer genauso gemütlich und gesellig ist, wie das Grillen im Garten mit dem Holzkohlegrill. Warum auch nicht? Das gemeinsame Zubereiten von Mahlzeiten verbindet Menschen seit Jahrhunderten. Ob dabei offenes Feuer im Spiel ist oder nicht, ist unerheblich. Es lässt sich genauso gut plaudern, wenn man ein Steak vom Elektrogrill statt vom Kohlegrill auf dem Teller hat. Planen Sie doch einmal ein Grill-Event für Silvester! An Gemütlichkeit steht das dem Silvesterklassiker Fondue in nichts nach.

Gesundes Grillen auf dem Elektrogrill

Ganz weit vorn ist der Elektrogrill auch in Sachen Gesundheit. Grillen kommt fast ohne Fett aus, so dass Grillgut fettärmer ist als in der Pfanne gebratenes Fleisch oder Gemüse. Beim Grillen auf dem Holzkohlegrill tropft jedoch Fett aus dem Fleisch in die Glut. Dort zersetzt es sich, wodurch das krebserregende Benzopyren entsteht. Mit dem Rauch schlägt es sich auf dem Grillgut nieder. Beim Grillen mit dem Elektrogrill wird wesentlich weniger Benzopyren freigesetzt. Auch hier gilt aber: Gepökeltes hat auf dem Grill nichts zu suchen. Kassler, Schweinehaxe, Schinkenspeck – sie alle enthalten Nitritpökelsalz (E250, Natriumnitrit, Kaliumnitrit). Beim Grillen entwickeln sich daraus gesundheitsschädliche Nitrosamine. Auch Wurstwaren enthalten oft Nitritpökelsalz. Schinken, Bockwurst und Wiener Würstchen sollten daher weder auf dem Elektrogrill, noch auf Holzkohle gegrillt werden.

Ein Punkt wird von Anhängern des Holzkohlegrills immer wieder gern angeführt: Nur durch den Rauch der Kohle bekommt das Grillgut das typische Aroma. Bedenkt man aber, dass gerade dieser durch den Rauch verursachte Geschmack stark mit krebserregenden Stoffen belastet ist, lässt sich der Verlust leicht verschmerzen. Nur für eine größere Grillparty eignet sich der Elektrogrill wegen seiner kleinen Auflagefläche nicht gut. Auch für das Garen großer Fleischstücke ist er nicht geeignet. Ansonsten lässt sich der Winter gut mit dem Elektrogrill überstehen. Im Sommer kann man ja dann wieder den Holzkohlegrill im Garten anfeuern. Der Gesundheit zuliebe sollte man das aber nicht all zu oft tun.

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion