Laut einer Studie glauben 70 Prozent der Deutschen, dass Hundebesitzer kommunikativer und offener sind, als andere Menschen. Diese Überzeugung gründet sich darauf, dass Hundehalter oft aktiver und häufiger unterwegs sind - sie müssen ja schließlich den Hund ausführen.

Flirt für Anfänger: Der Gesprächsanfang fällt leicht

Das schwierigste am Kennenlernen ist oft der Anfang. Wie soll ich jemanden ansprechen? Über was redet man als erstes? Diese Probleme hat man unter Hundehaltern nicht. Trifft man sich beim Spaziergang, findet man über den Hund sofort den Gesprächseinstieg. Die Begeisterung und Zuneigung, mit der ein Hundefreund dabei über seinen Vierbeiner spricht, macht ihn beim Gegenüber sofort sympathisch. Man hat von Anfang an ein gemeinsames Interesse, über das man sich austauschen kann. Das Gespräch kann in lockerem Ton geführt werden, ohne dass sofort ein Flirt im Vordergrund steht. So wird der Hund insbesondere für schüchterne Menschen zum idealen Eisbrecher.

Hundebesitzer wecken Vertrauen

Wer einen Hund hat, der trägt Verantwortung, ist fürsorglich und liebesfähig - alles Eigenschaften, auf die die Meisten in einer Beziehung viel Wert legen. Somit haben Hundebesitzer bei der Partnersuche von Anfang an einen Vorsprung gegenüber den Anderen. Ein Single erhöht durch einen Hund sozusagen seinen Marktwert. Umfragen haben außerdem gezeigt, dass Hunde beim Flirten sogar effizientere Hilfen sind als ein attraktives Äußeres des Besitzers. Äußerst wichtig für einen guten ersten Eindruck ist allerdings die Erziehung des Hundes. Ein Hund der nicht auf sein Herrchen hört, jeden Fremden sofort anspringt oder einfach nicht aufhört zu kläffen, kommt beim Gegenüber nicht gut an. Und nicht nur eine gute Erziehung des Hundes, auch sein Erscheinungsbild spielt eine große Rolle. Natürlich sieht kein Hund nach einem Bad im See geschniegelt und gestriegelt aus, aber eine generell gepflegte Erscheinung ist wichtig, wenn man Pluspunkte beim Kennenlernen sammeln möchte. Außerdem haben Umfragen gezeigt, dass es für eine positive Ausstrahlung des Hundehalters von Bedeutung ist, ob Tier und Mensch zusammen passen.

Geeignete Flirt - Hunderassen

In einer Umfrage geben über 70 Prozent der Befragten an, Besitzer von Golden Retrievern oder Labrador Retrievern am attraktivsten zu finden. Diese Rassen spielen also in der obersten Flirt-Liga. Eher schlecht kommen Kampf- oder Wachhunde an - sie vermitteln eher einen aggresiven, dominanten oder bedrohlichen Eindruck. Auch kleine "Fusshupen" wie Zwerg-Pinscher oder Möpse sind für eine Flirt-Offensive eher ungeeignet, vor allem, wenn am anderen Ende der Leine ein Mann zu finden ist. Während "Handtaschen-Hunde" in weiblicher Begleitung noch akzeptiert werden, scheuen Frauen vor Männern mit sehr kleinen Hunden eher zurück.

Mehr als die übliche Gassi-Runde

Wer als Hundehalter auf der Suche nach einem gleichgesinnten Partner ist, um sein Single-Dasein zu beenden, sollte sich nicht auf ein und dieselbe Gassi-Runde beschränken. Mit aktiven Vierbeinern lässt sich nämlich viel mehr unternehmen - die Tiere sind für jede Abwechslung dankbar. Hundeschulen, Agility-Kurse oder Hundemessen sind Orte, an denen man leicht Kontakte zu anderen Hundefans knüpfen kann. Auch für wen solche Veranstaltungen nicht in Frage kommen, sollte beim Spaziergang variieren, wenn er gerne Leute kennenlernt. Wessen Hund gut erzogen ist, der wird Dank des Vierbeiners zum Beispiel auch im Biergarten viel leichter in Kontakt zu anderen Menschen kommen.

Doch auch wenn Hunde die idealen Flirtkanonen sind, sollten Sie jetzt nicht sofort in die nächste Zoohandlung fahren und einen der Vierbeiner mit nach Hause nehmen. Ein Tier bedeutet schließlich nicht nur Spaß und Abwechslung, sondern auch Verantwortung! Wer den Flirt-Beschleuniger Hund trotzdem unbedingt testen möchte, sollte sich lieber erst mal einen von Freunden oder aus der Familie "ausleihen". Kennen Sie keine Hundebesitzer, fragen Sie beim nächsten Tierheim nach - hier werden immer freiwillige Helfer gesucht, die mit den Vierbeinern Gassi gehen.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion