Egal ob tollpatschiger Hund, elegante Katzendame, neugieriger Kanarienvogel oder meditative Ruhe verströmende Zierfische: Haustiere machen unseren Alltag bunt und abwechslungsreich. Sie geben uns Vieles, worauf wir nur ungern verzichten möchten. Grund genug, sich anzusehen, was genau sie für uns zu so geschätzten Wegbegleitern macht.

Das treue Haustier als fester Bestandteil des Lebens

Bei aller Abwechslung bringen Haustiere auch Beständigkeit in unser Leben, mag es auch noch so unruhig und unstrukturiert sein. Haustiere sind für uns da, wenn wir lachen und wenn wir weinen. Egal, ob wir einsam und verzweifelt sind oder am liebsten vor Glück die ganze Welt umarmen könnten. Wie immer es in unserem Inneren aussieht – Haustiere weisen uns nicht zurück und machen uns keine Vorwürfe. Deshalb beruhigt uns schon ihre bloße Anwesenheit und nimmt wie selbstverständlich einen Teil unserer Trauer, Wut oder Wehmut von uns. Das ist der Grund, warum wir Haustiere als treue Wegbegleiter empfinden und sie zu einem Teil unseres Lebens machen.

Von seelenruhig bis wuselig

Schon wir Menschen unterscheiden uns hinsichtlich unseres Charakters und unserer Eigenheiten. Für Haustiere gilt dies umso mehr, alle Tierarten weisen charakteristische Eigenschaften auf. Oder sind Sie vielleicht der Ansicht, es sei ein und dasselbe, ob sich ein fünfjähriger Junge einen Hund oder einen Goldfisch zum Geburtstag wünscht? Vermutlich nicht. Hunde gelten als die treuesten Haustiere überhaupt, fordern aber gleichzeitig vergleichsweise viel Zeit für Pflege und Beschäftigung ein. Fische dagegen sind relativ anspruchslos. Allerdings kann man auch kaum eine wechselseitige Beziehung zu ihnen aufbauen. „Für jeden Topf gibt es einen passenden Deckel“ – dieses Sprichwort trifft die Beziehung zwischen Mensch und Haustier sehr genau. Vor der Anschaffung sollten sich Interessierte deshalb genau überlegen, was sie von einem Haustier erwarten und wie viel Zeit sie ihm widmen können.

Treue und langjährige „Beziehungen“

Über die vielen Jahre, die wir mit unseren Haustieren normalerweise verbringen, baut sich ein inniges wechselseitiges Vertrauensverhältnis auf. Nach einer gewissen gemeinsamen Zeit „kennt“ man sich einfach und hat sich aufeinander eingestellt. Haustiere können auch helfen, Schicksalsschläge wie den Verlust geliebter Menschen leichter zu überwinden. Natürlich können sie einen Menschen oder menschliche Kommunikation nicht ersetzen. Dennoch geben sie ihrem Halter durch ihre bedingungslose Zuneigung und Präsenz das Gefühl, gemocht und akzeptiert zu werden, egal was passiert. Zudem erfordert die Fütterung und Pflege von Haustieren verantwortungsvolles Handeln und verstärkt dadurch das Gefühl, gebraucht zu werden, kurz: Sie geben einem eine Aufgabe.

Haustiere gelten zu Recht als treue Begleiter des Menschen. Sie sind der ruhende Pol in unserem häufig so rastlosen Leben und geben uns dadurch Sicherheit. Sie fordern uns, sorgen im Gegenzug aber für erfrischende Farbtupfer in unserem manchmal grauen Alltag. Sie geben uns einfach ein gutes Gefühl.

Autor: Torben Riener, Platinnetz-Redaktion