Erfahren Sie hier, welche Möglichkeiten Ihnen bei der Gestaltung Ihres Aquariums offen stehen und was Sie bei der Planung und beim Kauf von Becken, Pflanzen, tierischen Bewohnern und Zubehör beachten sollten.

Welches Becken darf es für Ihre Fische sein?

Das Angebot an Aquarien im Fachgeschäft ist riesig. Wer sich nicht auskennt, ist schnell überfordert. Beim Kauf des richtigen Beckens sollten Sie Folgendes beachten:

•    Die Größe des Aquariums hängt davon ab, wie viele und welche Fische und Wasserpflanzen dort künftig leben sollen. Sprechen Sie dies dem Verkäufer gegenüber an.

•    Überlegen Sie sich, wo das Aquarium bei Ihnen zu Hause stehen soll. Haben Sie schon den richtigen Platz in Ihrer Einrichtung gefunden?

•    Soll es ein Aquarium mit Schrank sein oder wollen Sie das Becken auf eine Kommode oder Ähnliches stellen? Bei Letzterem müssen Sie Material für die Wärmedämmung unter dem Becken mitkaufen.

•    Beachten Sie, dass insbesondere größere Aquarien ein enormes Gewicht haben. Dementsprechend muss die Abstellfläche der Gewichtsbelastung gewachsen sein.

•    Denken Sie an das nötige Zubehör: Was nicht fehlen darf, sind ein Filter gegen kleine Schmutzpartikel, eventuell ein Heizstab, ein Thermometer sowie die passende Beleuchtung.

•    Nicht zu viel „Schnickschnack“ ins Becken: Kies, ein paar Steine als Unterschlupfmöglichkeiten für die Fische und schließlich ein paar Wasserpflanzen sollten für den Anfang reichen.

Ihre neues Aquarium: Pflanzen und Fische ziehen ein

Gedulden Sie sich nach dem Kauf des Beckens noch zwei bis drei Wochen, bis Sie die ersten Aquariumsbewohner bei Ihnen einziehen: Stellen Sie das Aquarium auf, befüllen Sie es mit Wasser und schließen dann das Zubehör an. Dann heißt es erst einmal geduldig sein. Das ist wichtig, damit sich Bakterien im Aquarium ansiedeln, die für optimale Lebensbedingungen sorgen.

Ob Fische, Krebse, Schildkröten oder Schnecken – informieren Sie sich beim Fachhändler über Ihre zukünftigen Tiere und gehen Sie nicht nur nach der Optik. Entscheiden Sie sich als „Aquariums-Neuling“ lieber für pflegeleichte und nicht zu empfindliche Exemplare. Außerdem vertragen sich einige Arten untereinander nicht – lassen Sie sich auch hier ausführlich beraten.

Schnecken gelten als sehr nützliche Aquarienbewohner. Sie fressen abgestorbene Pflanzenreste und überschüssiges Futter, bevor sie das Wasser belasten können. Außerdem ernähren sie sich von Algen, wodurch sie ebenfalls zu einer besseren Qualität des Wassers beitragen.

Etwas exotischere Tiere für ein Aquarium sind Krebse. Diese faszinierenden Tiere verleihen Ihrer Wasserkultur eine ganz besondere Note. Sie sind im Aquarium eine Art Gesundheitspolizei. Sie fressen tote und kranke Tiere, wodurch sich Krankheiten schwerer Ausbreiten können und das Umkippen des Wassers verhindert wird.

Wasserpflanzen

Wasserpflanzen übernehmen in einem mit Tieren bestückten Aquarium gleich mehrere Aufgaben: Einerseits sind sie wunderbar anzuschauen, andererseits geben sie Sauerstoff ab und tragen somit dazu bei, dass genügend Sauerstoff im Wasser enthalten ist. Außerdem können sie unerwünschte Stoffe aufnehmen und dadurch zu einer besseren Wasserqualität beitragen. Die einzelnen Pflanzen besitzen in dieser Hinsicht unterschiedliche Eigenschaften. Über die Details kann Sie Ihr Zoofachhändler aufklären.

Eine reizvolle und ästhetisch ansprechende Variante kann auch ein Wassergarten sein, also ein Aquarium, das nur mit Pflanzen bestückt ist. Durch eine geschickte Kombination von Pflanzen und Gestaltungselementen wie Steinen und schwimmenden Elementen können Sie traumhafte Landschaften erzeugen, die ein echter Blickfang sind.

Informieren Sie sich und lassen Sie sich von den unendlichen Möglichkeiten inspirieren, ihr eigenes Aquarium zu gestalten!

Autor: Dr. Martina Waitz, Platinnetz-Redaktion