Die Sonne strahlt vom blauen Himmel und wärmt die Seele nach dem langen Winter. Der Duft von Frühling liegt in der Luft und die Vögel zwitschern. Wen hält es da noch im Haus? Ein beliebter Weg, Frischluft zu tanken und etwas für die Gesundheit zu tun, ist die Fahrradtour. Wer dafür keine Zeit hat, kann auch einfach mit dem Fahrrad zur Arbeit oder zum Einkaufen fahren.

Verschiedene Fahrräder für unterschiedliche Ansprüche

Fahrräder liegen im Trend. Gut die Hälfte aller 50 bis 60jährigen in Deutschland treibt regelmäßig Sport. Fahrrad fahren ist dabei besonders beliebt. Kein Wunder, denn die Bewegung an frischer Luft macht Spaß und hält fit. Entsprechend groß ist die Auswahl an Fahrrädern. Stadt-Fahrräder, Hollandräder, Trekkingräder, Elektro-Fahrräder: Sie alle sind Spezialisten auf ihrem Gebiet. Welches das passende Modell ist, hängt von vielen Faktoren ab. Wer sich ein neues Fahrrad kaufen möchte, sollte sich zuerst Gedanken machen, wie oft und wozu er seinen neuen Drahtesel brauchen wird. Muss man das Fahrrad jedes Mal erst aus dem Keller wuchten - dann empfiehlt sich ein leichter Aluminium-Rahmen - oder steht es fahrbereit in der Garage oder im Schuppen? Dann kann es auch ein schwerer Stahlrahmen sein.

Wo wird gefahren? Ist das Gelände hügelig, empfiehlt sich eine Gangschaltung. Hier kann man sich zwischen Ketten- oder Nabenschaltung entscheiden. Eine Kettenschaltung hat einen Zahnkranz am Hinterrad und bietet eine feine Abstufung der Gänge für sportliche Radler. Die Kettenschaltung hat ein geringes Gewicht und eignet sich gut für Bergfahrten. Da sie nicht vor Schmutz geschützt ist, ist sie aber relativ pflegeaufwendig und verschleißt schnell.

Die Nabenschaltung dagegen ist weitgehend wartungsfrei. Im Gegensatz zur Kettenschaltung lassen sie sich mit einer Rücktrittbremse kombinieren.

Wer sein Fahrrad nur im Alltag benutzen möchte, um damit in die Stadt zu fahren, für den ist ein Hollandrad oder ein Stadt-Fahrrad (City Bike) mit Nabenschaltung und Rücktrittbremse ein solider Partner.

Hollandräder sind sehr rückenfreundlich, weil man auf ihnen ganz aufrecht sitzt. Sie sind schwer und solide gebaut und haben eine einfache Technik, so dass sie extrem langlebig sind. Hollandräder haben einen gut gefederten Sattel, einen Mantelschoner am Hinterrad und einen geschlossenen Kettenkasten. Ihr tiefer Einstieg ist auch für nicht ganz so sportliche Radler geeignet. Diese Fahrräder eignen sich hervorragend für Einkaufstouren in der Stadt, denn man kann sowohl auf dem Gepäckträger, als auch am Lenker einen Korb unterbringen. Ihre breiten Reifen fangen auch Kopfsteinpflaster relativ gut ab.

Für die Tour zum Markt eignet sich auch das City Bike hervorragend. Auch diese Fahrräder sind sehr robust und solide und mit breiten Reifen ausgestattet. Meist ist der Einstieg hier noch niedriger, als beim Hollandrad, was ihnen ihre charakteristische Form verleiht. Sie haben einen sehr gut gefederten Sattel, Rücktrittbremse und Nabenschaltung. Ihr einziger Nachteil besteht darin, dass sie sehr schwer sind. Wer seine Fahrräder aber in der Garage unterbringen kann, muss sich davon nicht abhalten lassen.

Wen es hinaus ins Grüne zieht, der sollte über ein Trekkingrad nachdenken. Ein Trekkingrad ist der ideale Begleiter für Radtouren und Ausflüge ins Grüne. Auch für die Fahrt zur Arbeit eignen sich diese Fahrräder gut. Sie sind eine solide Mischung aus Mountainbike und Rennrad, verkehrssicher und mit gefedertem Sattel ausgerüstet. Auf ihrem Gepäckträger lassen sich auch schwere Packtaschen gut anbringen. Durch die stärker ausgeprägten Profile an den breiten Reifen ist auch das Befahren unbefestigter Wege gut möglich. Für längere Radtouren sind Trekkingräder die erste Wahl.

Mit einem kleinen Elektromotor aufgerüstet, wird das City Bike schnell zum Elektrofahrrad. Diese Räder kann man wahlweise als reine Fahrräder, im Mischbetrieb oder als reines Elektrorad fahren. Der Akku des Elektrorades kann einfach an der heimischen Steckdose geladen werden.

Um ein Elektrorad fahren zu dürfen, braucht man keinen Führerschein. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 25 km/h, es ist also nicht wesentlich schneller, als andere Fahrräder. Elektrofahrräder eignen sich für Leute mit viel Gepäck oder für diejenigen, die sich beim Fahren nicht zu sehr anstrengen möchten oder dürfen.

Für Fahrräder mit stärkerem Motor, die bis zu 45 km/h fahren können, braucht man einen Mofaführerschein und ein Nummernschild. Diese Fahrräder müssen auch versichert werden. Eine Helmpflicht besteht in beiden Fällen nicht. Trotzdem sollte man beim Radeln die Sicherheit nicht vergessen. Immerhin begibt man sich mitten in den Straßenverkehr. Auch wenn man selbst alles richtig macht, kann ein Autofahrer andere durch seine Unaufmerksamkeit gefährden. Es ist also besser, sich nur mit Helm in den Stadtverkehr zu wagen. Auch wer mit seinem Trekkingrad über unwegsames Gelände fährt, sollte seinen Kopf mit einem Helm schützen. Frei nach dem Motto: „Wer was drin hat, hat was drauf!“

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion