Acrylfarbe

Acryl gilt als die unkomplizierteste Farbe der Malerei. Sie kann auf jedem fettfreiem Untergrund wie Papier, einer Leinwand oder Holz aufgetragen werden. Egal, ob in dünnen oder dickeren Farbschichten, Acryl trocknet, ohne dass Risse entstehen. Um die kurze Trockenzeit zu verlängern, kann man die Fläche vorher mit etwas Wasser oder Malmittel (Acryl Retarder) befeuchten. Acryl kann zudem mit anderen Materialien wie Sand oder Styropor aufgetragen werden, was der bemalten Fläche eine plastische Optik verleiht. So unkompliziert, wie sich Acrylfarbe benutzen lässt, lässt sie sich auch wieder von Fingern und Arbeitsgeräten mit Wasser im ungetrockneten Zustand entfernen. Erst wenn die Farbe getrocknet ist, muss mit speziellen Lösungsmitteln gearbeitet werden.

  •     lässt sich mit Wasser verdünnen
  •     kurze Trockenzeit
  •     einfach anzuwenden, auch mit anderen Materialien
  •     geruchlos

Ölfarbe

Unter allen Farben der Malerei gilt die Ölfarbe als “klassische Königsdisziplin”. Ölfarben decken sehr gut ab, verfügen über eine tolle Farbbrillianz und Haltbarkeit, und durch ihre cremige Konsistenz verbinden sich die Farben eindrucksvoll untereinander. Risse können auf einem zu stark saugenden Grund entstehen oder wenn die Farbe mit zu viel Öl bereichert wurde. Daher sollte der Untergrund vorher grundiert werden. Beim Malen sollte man sich in einem gut lüftenden Raum aufhalten, da Ölfarbe geruchsintensiv und gesundheitsschädlich ist. Aufgrund der verwendeten Öle oder Harze gilbt die Farbe mit der Zeit nach. Bei einem Ölgemälde muss man mindestens mit einer Trockenzeit von drei bis sieben Tagen rechnen. Doch dann entfaltet die Farbe ihr vollständiges Farbvolumen.

  •     tolle Farbbrillianz und Haltbarkeit
  •     tolles Farbvolumen im getrockneten Zustand
  •     Farbe lässt sich mit Terpentin verdünnen, Arbeitsgeräte damit reinigen

Pastell

Als Pastell (aus dem Griechischen “pasta” = Teig) bezeichnet man sowohl das Material - die Pastellkreide -, als auch das fertige Bild - das Pastell. Das Besondere bei der Pastellmalerei ist, dass sich hierbei malerische und zeichnerische Stile miteinander verbinden. Mit dem Finger oder einem Knetradierer können Übergänge verwischt oder Linien weicher gemacht werden. Pastellkreide besteht aus farbigen Pigmenten, diese haften durch ein Bindemittel aneinander und werden entweder in dieser Konsistenz mit einem Pinsel aufgestrichen oder in Stiftform benutzt. Für eine gute Haftung der Pigmente sollte auf einem rauen Papiergrund gearbeitet werden. Pastelle sind etwas empfindlich, da sie bei Reibung schnell beschädigt werden können und auf Licht reagieren.

  •     malen und zeichnen zugleich möglich
  •     einfache Anwendung mit Pastellpulver oder -kreide
  •     hält viele Möglichkeiten einer individuellen Gestaltung bereit

Kohle

Kohle ist ein natürliches Zeichenmaterial. Kohle entsteht durch einen Prozess, bei dem spezielle dünne Zweige in einem Vakuumofen unter hohen Temperaturen behandelt werden. Damit die Kohlepartikel auf Papier gut angenommen werden können, sollte dieses etwas angeraut sein. Bei Kohle mit einem weichen Härtegrad erhält man sehr dunkle Farbtöne. Wegen der vielen unterschiedlichen Härtegrade kann man mit vielen Schattierungen arbeiten. Anschließend können mit einem spitzen Kohlestift feine Linien herausgearbeitet werden. Mit einem Knetradierer können Effekte erzielt werden oder die Kohle verwischt werden. Der eigene Daumen kann hierbei auch Abhilfe schaffen.

  •     gut geeignet für ungeübte Anfänger
  •     es wird wenig Material benötigt
  •     natürliches Zeichenmaterial

Aquarell

Als Aquarell (aus dem Lateinischen “aqua” = Wasser) wird ein Bild bezeichnet, das mit Auqarellfarben gestaltet wurde. Eine qualitativ hochwertige Aquarellfarbe besteht aus sehr feinen Farbpigmenten mit wenig Bindemittel. Aquarellfarben weisen eine hohe Transparenz auf: Sie scheinen rein und leuchtend. Wasserfarben unterscheiden sich nicht stark von Aquarellfarben, hier sind die Pigmente etwas gröber, wodurch dem Bild die gewisse klare Ausstrahlung fehlt. Das trockene gehärtete Aquarell wird mit Wasser angerührt und mit einem feinen Haarpinsel am besten auf Aquarellpapier aufgetragen. Je nach Wassermenge sind die Farben transparenter - jedoch nie vollständig deckend. Farben werden auf dem Papier durch das Übereinanderlegen verschiedener wässriger Farbschichten gemischt.

  •     hohe Transparenz, sanfte und reine Farben
  •     je nach Wasserzufuhr unterschiedliche Farbabdeckung
  •     einfache Anwendung und Bearbeitung

Autorin: Juliana Vilbusch, Platinnetz-Redaktion