Für Menschen, die auch im Urlaub gerne ihr eigener Herr sein möchten, bietet sich das Buchen einer Ferienwohnung an. War man früher dafür noch auf das ortsansässige Fremdenverkehrsamt angewiesen oder auf Kataloge des Reisebüros, lässt sich eine Ferienwohnung oder ein Ferienhaus mittlerweile auch online buchen.

Vorteile einer Ferienwohnung

In einer Ferienwohnung kann man den Urlaub unabhängiger gestalten als in einem Hotel. Dort muss man sich zum Beispiel, an die Frühstückszeiten halten. Wer sogar noch Halb- oder Vollpension bucht, hat schon fast den ganzen Tag verplant. In einer Ferienwohnung findet sich dagegen eine Küche, in der man die Mahlzeiten selbst zubereiten kann. Dies ist auch ein erheblicher Preisvorteil gegenüber einem Hotelzimmer. Vor allem mit der Familie lässt es sich in einer Ferienwohnung kostengünstiger wohnen als in einem Hotel.

Online buchen

Wer Ferienwohnungen online buchen möchte, hat zusätzliche Vorteile gegenüber dem Weg über das Reisebüro: Bequem kann man sich von zu Hause und in Ruhe das Angebot durchschauen. Es gibt Portale, die sich ausschließlich mit Ferienwohnungen und -häusern beschäftigen. Hier findet sich eine riesige Auswahl, die erst durchforstet sein will. Wenn eine Ferienwohnung in die engere Wahl fällt, empfiehlt es sich auf jeden Fall nachzuprüfen, ob sie schon in einem Bewertungsportal auftaucht. Auf diesen Portalen können sich Urlauber über ihre Erfahrungen austauschen. Anhand einer Beurteilung durch einen Urlauber lässt sich einfach feststellen, ob die Ferienwohnung für einen in Frage kommt. In der Regel muss eine Anzahlung geleistet werden. Vorsicht ist geboten, wenn eine Vorauszahlung verlangt wird. Es gab schon Fälle, in denen eine beworbene Ferienwohnung aus verschiedenen Beispielen im Internet zusammengestellt wurde. Diese erfundene Wohnung wurde danach in Verbindung mit einer kompletten Vorauszahlung angeboten. Wer also ganz sicher gehen möchte, wenn keine Informationen anderer Urlauber vorliegen, der erkundigt sich beim örtlichen Fremdenverkehrsamt, ob die Ferienwohnung tatsächlich existiert.

Eine Ferienwohnung aussuchen und der Urlaub ist perfekt

Antje (56) und Rolf (57) standen Anfang des Jahres vor der Entscheidung, wo sie ihren Osterurlaub verbringen möchten. Sie entscheiden sich für eine Woche in einer Ferienwohnung in Kärnten. Antje ist anfangs von dem großen Angebot überfordert, aber nach einiger Zeit finden sie gemeinsam heraus, was ihnen wirklich wichtig ist und können so die Suche immer weiter einschränken. Zwei Ferienwohnungen fallen in die engere Auswahl. Dann versuchen sie Bewertungen früherer Urlauber zu finden und entdecken für eine Ferienwohnung eine positive Beschreibung. Sie verfassen eine E-Mail mit ihrer Anfrage und bekommen wenig später die Zusage. Jetzt müssen sie nur noch fünfzehn Prozent des Gesamtpreises anzahlen und es kann schon fast losgehen. Für Antje ein rundum gelungener Vorgang: "Ich hatte noch nie vorher eine Ferienwohnung online gebucht und irgendwie ein mulmiges Gefühl, bevor ich nicht wirklich in der Wohnung war. Aber eigentlich hätte das nicht besser laufen können. Seit die Kinder aus dem Haus sind und wir wieder alleine verreisen, war es das erste Mal, dass wir nicht in einem Hotel waren. Ich dachte vorher zu zweit wäre das vielleicht nicht so schön. Aber ich habe es total genossen, dass wir unabhängig waren und zum Beispiel in aller Ruhe zusammen kochen konnten. Das schaffen wir Zuhause meist nicht, bei all der Hektik im Alltag. Wir hatten einen total abwechslungsreichen Urlaub und haben sowohl Wanderungen am Wörthersee als auch Besichtigungen zum Beispiel in Klagenfurt gemacht. Dann abends nicht mehr durch eine Hotellobby zu müssen, so abgekämpft wie wir manchmal aussahen und dann einfach ein Reich für sich zu haben: Herrlich!"

Wer sich Zeit bei der Suche lässt und positive Bewertungen findet, hat schon die schlimmsten Fehler vermieden. Liegt die Ferienwohnung in einem fremden Land, dessen Sprache man nicht spricht, ist es empfehlenswert über ein deutsches Portal zu suchen, das sich um die Vermarktung mehrerer Objekte kümmert und die Anfragen bearbeitet. So kann man dem Sprachproblem aus dem Weg gehen.

Autorin: Dorothee Ragg, Platinnetz-Redaktion