Sicherheit auf den Ski durch die eigene Ausrüstung

Man muss nicht mit jeder Mode gehen, aber an der Sicherheit sollte nicht gespart werden. Unumstritten schützen die mittlerweile verbreiteten Helme bei Stürzen vor Kopfverletzungen. Das Verletzungsrisiko senken auch Protektoren für den Rücken. Die Befürchtung, dass eine bessere Schutzausrüstung zu risikoreicherem Fahrverhalten führt, ließ sich übrigens statistisch nicht bestätigen. Die Ausrüstung sollte sich auch immer dem eigenen Fahrverhalten anpassen. Verlässt man häufiger die ausgewiesenen Pisten, so sollte man unbedingt in einen Rucksack mit einem Lawinen-Airbag investieren.

Die Skier sollte man vor dem Pistengang einem Experten vorführen, damit die Bindung richtig eingestellt ist und sich auch im richtigen Moment löst. Schummeln beim Gewicht hat sich aus Sicherheitsaspekten bei der Auswahl der Skier nicht bewährt und Fahranfänger sollten nicht zu besonders schnellen Profi-Ski greifen.

Achtsamkeit erhöht die Sicherheit

Auch im Alltag hören wir zu wenig auf unsere innere Stimme: Wie geht es mir eigentlich? Wie fit bin ich? Diese Fragen können das Verletzungsrisiko verringern, denn auf der Skipiste ist Selbstüberschätzung fehl am Platz. Gerade in den ersten Tagen des Skivergnügens sollten Sie Ihren Körper nicht überfordern und langsam Ihre Belastungsgrenzen austesten.

Doch die Achtsamkeit sollte auch nach Außen gerichtet sein. Zwar sollten alle Skifahrer gehalten sein, Rücksicht auf die anderen Skifahrer zu nehmen, um keine Gefährdungslagen hervorzurufen. Es schadet aber nicht, auch die anderen Skifahrer im Blick zu behalten und insbesondere bei unsicheren Skifahrern einen etwas größeren Sicherheitsabstand einzuhalten. Tunnelblick ist nicht angesagt.

Sicher Ski fahren – das Verhalten der Anderen kann ich nicht beeinflussen. Meines schon.

Die Geselligkeit auf der Hütte zählt für die meisten Skifahrer zu den schönen Seiten des Skiurlaubs. Ski sollten Sie aber immer nüchtern fahren. Alkoholkonsum sollte also auf das Aprés Ski begrenzt sein. Alkoholisierte Skifahrten gefährden Sie selbst und Ihr Umfeld, deshalb bitte sein lassen!

Richtige Selbsteinschätzung zur eigenen Sicherheit auf der Skipiste

Skifahrer, die Pisten verlassen, sollten ihre körperliche Leistungsfähigkeit, Orts- und Wetterkenntnis richtig einschätzen, um sich nicht unnötig zu gefährden. Man muss sich darüber im klaren sein, dass das Unfallrisiko um ein vielfaches steigt, da sich auf der Strecke Felsen oder Bäume befinden, die ein gefährliches Hindernis bilden können. Zudem sollte man auch das Wetter genau im Blick behalten, damit man sich keinen unnötigen Risiken aussetzt.

Steigt die Sicherheit beim Ski fahren, je weniger Fahrer auf der Piste sind?   

Statistisch scheint eher ein umgekehrter Zusammenhang zu bestehen. Das würde nahe legen, dass die Skifahrer um so mehr aufeinander acht geben, je mehr Betrieb auf der Piste ist und dass die Achtsamkeit bei abnehmendem Verkehr nachlässt.

Wie auch sonst im Leben, gibt es keine hunderprozentige Sicherheit und Unfälle können nicht immer vermieden werden. Doch beeinflussen Sie die Faktoren, auf die Sie Einfluss haben. Mit ein bisschen Achtsamkeit und Vorbereitung schaffen Sie gute Voraussetzungen für Spaß auf der Skipiste und ungetrübte Urlaubserinnerungen.

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