Wir reagieren unbewusst auf unsere Umgebung

Der Ursprung von Feng Shui ist der Taoismus. Nach ihm soll es eine Lebensenergie „Chi“ geben. „Chi“ strömt dabei durch die Wohnung wie durch die „Energiebahnen“ (Meridiane) unseres Körpers. Wenn alles im Fluss ist, sind wir gesund. Stockt dagegen der Energiefluss, fühlen wir uns unwohl. Nach Feng Shui kann die Umgebung so gestaltet werden, dass die Energie fließt. Mit ihr sollen Gesundheit, aber auch Erfolg und Wohlstand ins Haus strömen.

Die Natur, die Landschaft, die vier Jahreszeiten, das Wetter und die Himmelsrichtungen – all dies beeinflusst laut Feng Shui, wie wir uns fühlen und wer wir sind. Im Frühling sind wir energiegeladen, im Winter fühlen wir uns müde. Farben und Formen wirken auf unsere Gefühle und wir umgeben uns gerne mit schönen Dingen. Das Zuhause und seine Einrichtung wirken ebenfalls auf uns. Dies alles greift Feng Shui auf.

In einem hellen Raum mit Weitblick können wir besser arbeiten als in einer dunklen Kammer. Auch sitzen wir ungern mit dem Rücken zur Tür. Dies sind instinktive Empfindungen, die unter anderem in die Lehren des Feng Shui eingeflossen sind. Kurz gesagt geht es bei dieser Form der Wohnungs- (und Lebens-)Gestaltung darum, Wohlbefinden durch ein angenehmes und positives Umfeld zu erzeugen.

Mit der Einrichtung nach Feng Shui frische Energie in die Wohnung bringen

Wie kann man Feng Shui für sich nutzen? Sie brauchen nicht Yin und Yang, die Lehre der Fünf Elemente und aufwendige Tabellen und Diagramme studieren, um sich daheim wohl zu fühlen. Wer mag, kann auf Windspiele und Räucherkerzen verzichten und seine Lieblingsmöbel behalten. Doch gibt es einige Grundregeln im Feng Shui. Bereits mit kleinen Maßnahmen können Sie frisches „Chi“ in Ihre Wohnung bringen.

  • Vermeiden Sie elektrische Geräte in der Nähe des Bettes.
  • Aufräumen bringt das „Chi“ wieder zum Fließen. Gerümpel-Ecken dagegen weniger.
  • Ecken sind eher ungünstig, kreisrunde Formen dagegen positiv für den Energiefluss.
  • Bettwäsche in Pastell-Farbtönen bringt einen ruhigen Schlaf. Stellen Sie Ihr Bett nicht gegenüber zur Tür auf.
  • Trennen Sie Ihre Wohnbereiche. Aktenordner gehören nicht ins Schlafzimmer, Bücherstapel nicht auf den Nachttisch.
  • Vermeiden Sie, zwischen Tür und Fenster zu sitzen. Am Besten sitzen Sie geschützt mit dem Rücken zur Wand.
  • Pflanzen, schöne Bilder und mehr sorgen für eine angenehme Wohnatmosphäre.

Bringt die Einrichtung nach Feng Shui wirklich was?

Natürlich scheiden sich die Geister an der Wirkung und der Relevanz des Feng Shui. Ähnlich wie an Horoskope muss man zunächst einmal daran glauben. Nicht zu leugnen ist, dass man anhand von Ratgebern schöne Anregungen für seine Wohnungseinrichtung bekommen kann.  Und sobald man sich dann noch in seiner Wohnung wohlfühlt, ist bereits eine weitere entscheidende Wirkung eingetreten.

Autorin: Birgit Hertwig, Platinnetz-Redaktion