Die Küche ist zum Lebensraum geworden. Nicht nur bei Feiern, auch im Alltag verbringen immer mehr Menschen mehr Zeit in ihrer Küche. Und das nicht nur, weil sie gerade kochen, sondern weil sie sich in der Küche aufhalten. Ob alleine, mit Freunden oder der Familie - immer öfter wird die Küche zur Wohnküche, in der nicht nur gegessen, sondern auch einfach gemeinsame Zeit verbracht wird.

Offene Küche statt kochen hinter geschlossenen Türen

Die Zeiten, in denen die Hausfrau für Mann und Kinder hinter geschlossener Küchentür das Essen zubereitet hat, sind vorbei. Der Trend, gemeinsam zu schnippeln, zu rühren und zu brutzeln ist von diversen TV-Kochshows in die heimischen Küchen geschwappt und macht damit nicht mehr nur das Essen, sondern auch die Zubereitung in der Küche zum gemeinsamen Ereignis. Kochen ist für viele Menschen keine Arbeit, kein notwendiges Übel mehr. In Zeiten von Fast Food, Tiefkühlpizzen und Fertiggerichten ist das Kochen zum Hobby geworden. Wer sich die Zeit in der Küche nimmt, der kocht meist bewusst und in der Regel auch mit Spaß. Besonders wer nicht alleine, sondern mit Freunden oder dem Partner in der Küche steht, hat Vergnügen bei der "Arbeit". Mit einem Glas Wein in der Hand und lockeren Gesprächen in netter Gesellschaft vergeht die Zeit am Herd wie im Flug. Und auch wer seine Freunde ganz alleine bekocht, möchte doch so viel Zeit wie möglich mit ihnen verbringen. Um der geselligen Runde also auch während des Kochens nah sein zu können, bietet sich entweder eine geräumige Wohnküche oder eine zum Esszimmer hin offene Küche an. Beides hat zwar den Vorteil, dass man in Kontakt mit seinen Gästen bleibt, doch sollte man auch auf einige Dinge achten, damit das Essen in der Küche oder mit Blick auf die Küche nicht ungemütlich wird.

Die Küche und ihre Ausstattung

Egal ob offene Küchenzeile mit anschließendem Essbereich oder Wohnküche - Fettgeruch, Geschirrberge oder eine viel zu laute Dunstabzugshaube können ein entspanntes Dinner schnell verderben. Um das zu vermeiden, gibt es einige Basis-Informationen, die man bei der Einrichtung einer solchen Küche berücksichtigen sollte. Gerade wer gerne eine moderene Kochinsel in der Mitte der Küche haben möchte, sollte dabei beachten, die Spüle lieber nicht in die Insel, sondern eher in den Hintergrund der Küche zu integrieren. Hier können dann benutztes Geschirr oder Töpfe, die nicht sofort in den Geschirrspüler geräumt werden können, gelagert werden, ohne dass sie den Gästen die ganze Zeit besonders ins Auge fallen.

Egal ob Schnitzel, Steaks oder Bratkartoffeln - beim Braten riecht es in der Küche schnell mal wie in der Frittenbude. Um den Fettgeruch aus der Küche zu bekommen, ist eine Dunstabzugshaube direkt über den Herdplatten die beste Möglichkeit. Bei einer offenen Küche braucht man jedoch eine leistungsfähigere als in normalen Küchen. Ratsam ist hier eine Dunstabzugshaube mit einer Abluftleistung von mindestens 900m³/h. Außerdem muss bei der Installation mit einkalkuliert werden, dass je länger das Rohr der Anlage ist, die Leistung der Dunstabzugshaube desto geringer wird. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Haube genau wie alle anderen elektrischen Geräte in der Küche eine möglichst leise Betriebslautstärke hat.

Generell dient es der Gemütlichkeit, wenn auch in einer offenen Küche oder in einer Wohnküche zumindest eine optische  Trennung zwischen Arbeits- und Essbereich geschaffen wird. Das sorgt für eine entspanntere und gemütlichere Atmosphäre beim Essen. Doch auch wenn das gemeinsame Kochen in einer geräumigen Küche vielleicht angenehmer ist, sollte man nicht auf nette, gemeinsame Kochabende verzichten, auch wenn man nur eine kleine Küche sein Eigen nennen kann.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion