Sie brauchen zum Radwandern neben einer vernünftigen Fahrradkarte und einer schönen Route, die Sie fahren möchten, ein entsprechendes Rad, das speziell zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt. Nicht jeder kommt mit einem Mountainbike zurecht. Ein Trekkingrad ist dann vielleicht eher zu empfehlen. Denn ein Trekkingrad vereint die Eigenschaften von Mountainbikes und Rennrad-ähnlichen Rädern. Es ist robust, aber nicht zu schwer, hat nicht allzu dicke Reifen und eignet sich neben dem Mountainbike auch für längere Radreisen.

Radwandern durch Deutschland

Beim Radwandern kann man weite Landschaften, herrliche Natur und die Pflanzen- und die Tierwelt ganz bewusst erleben. Man spürt genau, welche Entfernungen man zurück gelegt hat. Es geht weniger darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen oder besonders schnell zu fahren, sondern um Radfahren um des Radfahren willens. Ähnlich wie beim Wandern auch geht es um das Bewusstein für die Natur und die meditative Entspannung, die auch beim Radwandern einsetzt.

Es gibt in Deutschland etliche Fahrradrouten und Radwanderwege zu entdecken. Ganze Radreisen können damit bestritten werden. Es gibt sogar inzwischen viele sogenannte Bike-Hotels, die sich auf das Reisen per Fahrrad spezialisiert haben. Diese bieten je nach Ausstattung neben den perfekten Unterstellmöglichkeiten, Reparaturservice, Fahrradverleih und Tour-Beratung an. Es gibt eine ganze Sparte des Fahrradtoursimus, die sich nur um die Planung von Radreisen und Radwanderungen kümmert. Optimale Radwege findet man beispielsweise an der Ost- und Nordseeküste Deutschlands. Radreisen und Fahraddtouren sind hier einfach ein Muss. Die kleinen Fischerdörfer und Seebäder, die Dünen-Wege und die Deiche mit ihren schönen Radwegen laden einfach zum Radreisen ein.

Am besten teilen Sie Ihre Radreise in gemütliche Tagesetappen ein. Von Lübeck-Travemünde bis Ahlbeck an der Ostsee, einer bekannten Fahrradreise-Route, sind beispielsweise etwa 670 km zurückzulegen. Auf der Karte können Sie vorher die Route betrachten und die Radwege in Ruhe aussuchen. Wenn Sie mit einer Gruppe radreisen, bedenken Sie die unterschiedlichen Fahrweisen. Das kann sich an Geschwindigkeit deutlich unterscheiden. Und während mancher Radler auf seinen Fahrradtouren viele Kilometer runterreisst, sich gerne auspowert und an seine Belastungsgrenze gehen will, ist ein anderer vielleicht eher der gemütliche Biker, der zwischendurch auch ein Eis essen möchte, Sehenswürdigkeiten aufsucht oder ein bisschen durch die Natur schlendern will.

Beim Radwandern und bei Fahrradtouren allgemein ist es wichtig, dass Sie das perfekte Gefährt haben. Sie sollten öfter probegefahren sein und alle nötige Werkzeuge später dabei haben, falls sie etwas reparieren müssen oder Sattel oder Lenker zu verstellen sind. Die Bereifung Ihres Rades spielt beim Radwandern eine nicht zu unterschätzende Rolle. Sie muss für das entsprechende Gelände geeignet sein. Das ganze Rad sollte vor allem nicht zu schwer sein, damit es in schwierigem Gelände nicht zu sehr zur Last wird. Ihr Gepäck für die Radreise muss außerdem auch anzubringen und der Sattel bequem für lange Touren sein, sonst kann es böse Überraschungen geben.

Auch zu empfehlen als Radreise ist die Deutsche Fußball Route in Nordrhein-Westfalen. Die Tourismusroute, die an Kultstätten des Fußballgeschehens führt, können Sie auf schönen Radwegen abfahren. Wenn Sie also Fahrradtouren planen und Radwandern Ihre Leidenschaft ist, sollte der Erlebnisradweg NRW auch dazugehören.

Autorin: Nele Zymek, Platinnetz-Redaktion