Auf dem am 8. September 2005 eröffneten Rheinsteig wandern die Menschen auf den schmalen Wegen durch die stillen Wälder des Siebengebirges, schattige Bergtäler und Weinberge im Rheingau. Unterwegs haben die Wanderer spektakuläre Ausblicke auf das Rheintal und die Berglandschaft von Taunus und Westerwald. Neben der beeindruckenden Natur gibt es eine Reihe von kulturellen Sehenswürdigkeiten zu bestaunen. Die Dichte der zu betrachtenden Burgen, Schlösser und Festungen ist weltweit einmalig, wurde 2002 von der UNESCO als Welterbe der Menschheit anerkannt und macht das Rheinsteig Wandern so besonders.

Kultur und Genuss beim Rheinsteig Wandern

Auch der Obergermanisch-Raetische Limes, den man beim Rheinsteig Wandern bewundern kann, zählt seit 2005 zum Weltkulturerbe. Der Limes ist ein 550 Kilometer langer Abschnitt der ehemaligen Außengrenze des Römischen Reichs zwischen Rhein und Donau. Die römischen Limites waren die ersten Außengrenzen in der Geschichte, die einen Herrschaftsbereich räumlich klar definierten.

Neben vielen anderen historischen Sehenswürdigkeiten, wie dem Drachenfels oder Schloss Arenfels, zieht man beim Rheinsteig Wandern auch an der Loreley vorbei. Das UNESCO Welterbe ist Teil der deutschen Mythologie und ermöglicht einen herrlichen Ausblick auf den Rhein.

Aber auf dem Rheinsteig wandern nicht nur Geschichts-Interessierte und Naturfreunde gut, denn der Fernwanderweg bietet auf seiner langen Strecke auch kulinarische Erlebnisse. Aufgrund des guten Klimas, dem guten Boden und den sonnigen Hanglagen wird am Rhein schon seit der Römerzeit Wein angebaut. Mit dem Mittelrhein Weinbaugebiet und dem Rheingau erschließt der Rheinsteig zwei traditionsreiche Weinanbaugebiete. Zwischen dem Rheinsteig Wandern können die Wanderer hier in den Gasthöfen, Straußwirtschaften und Restaurants höchsten Genuss erleben und in wanderfreundlichen Herbergen übernachten.

Autor: Marcel Exner, Platinnetz-Redaktion