Durch schweres Gepäck kann sich manche Wandertour in eine Tortur verwandeln. Mit zu viel Ballast auf dem Rücken fühlt sich jeder längere Spaziergang wie eine nervtötende Pflichtübung an. Für die meisten Menschen ist das Wandern schließlich eine Freizeitbeschäftigung und kein Leistungssport. Aber seit einigen Jahren gibt es dafür eine praktische Lösung: Wandern ohne Gepäck wird von immer mehr Anbietern in nahezu allen bekannten Regionen angeboten. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Tourismusanbietern, die das Wandern ohne Gepäck im Programm haben. Das Prinzip ist denkbar einfach: Während die Wandersleute ohne beschwerliche Last auf den Schultern genug Zeit haben, Natur und Landschaft zu genießen, wird ihr Gepäck von einem Ziel zum nächsten transportiert. Was früher undenkbar gewesen wäre, ist heute schon fast die Regel. Ob Sie sich nun für die Fränkische Schweiz, die Rhön oder den Schwarzwald entscheiden, bleibt dabei Ihnen überlassen. Überall existieren Wanderstrecken, bei denen mit entsprechender Vorbereitung Wandern ohne Gepäck problemlos möglich ist. Offizielle Tourismus-Anbieter der jeweiligen Region können Ihnen weiterhelfen.

Warum Wandern ohne Gepäck Sinn macht

Kostenlos ist dieser Service natürlich nicht. Zu den normalen Preisen für Unterkunft und Verpflegung kommen natürlich zusätzliche Gebühren für den Transport hinzu. Die können sich aber lohnen, da der Wanderfreund auf diese Weise viel mehr Zeit hat, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren: Natur und Landschaft sollten schließlich im Mittelpunkt einer jeden Wandertour stehen. Wandern ohne Gepäck bedeutet aber nicht, alle Hilfsmittel zu Hause zu lassen: Zumindest eine Karte sollte man schon einpacken. Und etwas Verpflegung für die Vesper gehört natürlich auch dazu. Mit der richtigen Vorbereitung kann wandern ohne Gepäck aus einem geplanten Ausflug eine Erlebnis machen, dass ohne die Schlepperei ein völlig anderes Gefühl vermittelt.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion