Bis zum zweiten Weltkrieg war der Staubsauger reiner Luxus. Erfunden wurde er 1906 von James Murray Spangler, einem Hausmeister in Ohio, der aus einem Ventilator, einem Kissen und einem Kasten eine Art Urgroßvater des Staubsaugers baute. Das Patent für diese Idee verkaufte der Erfinder an die Firma seines Cousins, die Hoover Harness and Leather Goods Factory. Noch heute ist Hoover einer der führenden Anbieter von Staubsaugern.

Welcher Staubsauger ist der richtige?

Musste man früher Teppiche mit Muskelkraft mühsam ausklopfen, Böden schweißtreibend schrubben und Polster mit der Bürste bearbeiten, übernimmt heute ganz selbstverständlich der Staubsauger diese Arbeiten. In den Elektrofachmärkten ist die Auswahl an Modellen groß und auch die verschiedenen Discounter bieten hin und wieder Staubsauger an. Bevor man sich für ein Modell entscheidet, sollte man sich überlegen, für welches Einsatzgebiet man den Staubsauger braucht. Für eine kleine Wohnung reicht ein bescheidenes Modell mit geringem Aktionsradius oder ein Handstaubsauger aus. Hat man ein ganzes Haus staubfrei zu halten, sollte das Stromkabel schon länger sein, damit man nicht ständig die Steckdose wechseln muss. Achten Sie auch auf die Größe des Beutels. Besonders wenn man Haustiere beherbergt, kann der Beutel sich sehr schnell mit Katzen-, Kaninchen- oder Hundehaaren füllen. Da die tierischen Hausgenossen es sich gern auf Polstern bequem machen, brauchen  Tierhalter eventuell eine zusätzliche Bürste für Sofa, Sessel oder Bett. Für Allergiker ist ein gutes Filtersystem entscheidend. Das Filtersystem sorgt dafür, dass mit der Abluft möglichst wenig Staub und Schmutz in die Umgebung geblasen wird.

Haben Sie Parkett, Fliesen oder Teppichboden? Auslegeware oder Hochflor? Auch das ist entscheidend denn ein flauschiger Teppich stellt höhere Ansprüche an die Saugleistung des Staubsaugers, als ein glatter Laminatfußboden. Vorteilhaft ist es, wenn verschiedene Bodendüsen zur Verfügung stehen. Empfindliches Parkett braucht eine besonderes schonende Bodendüse, um nicht zu verkratzen. Umschaltbare Universalbodenbürsten eignen sich sowohl für robustere glatte Böden als auch für Teppichboden. Die meisten Staubsauger verfügen außerdem über eine Polsterdüse und einen Möbelpinsel.

Öko-Trend auch beim Staubsauger

Energiesparen ist Trend, auch beim Staubsauger. Überboten sich noch vor kurzem die Hersteller mit immer höheren Wattzahlen, heißt die Devise jetzt Stromsparen. Die neuen Modelle tragen viel versprechende Namen. Den Schriftzug „green power“, „Ecoline green“ oder „Öko“ hätte früher niemand auf einem Staubsauger vermutet. Mit 1200 Watt leisten aktuelle Staubsauger ebenso viel, wie ihre älteren Kollegen mit bis zu 2500 Watt. Energieeffiziente Staubsauger haben eine gute Saugleistung und einen geringen Energieverbrauch. Beachten Sie aber, dass die Angabe der Wattzahl auf der Packung nur etwas darüber aussagt, wie hoch der Stromverbrauch des Geräts ist. So verbraucht ein Staubsauger mit 2000 Watt zum Beispiel 2,0 kWh Energie. Über die tatsächliche Saugleistung sagt die Wattzahl nur wenig aus, denn was an Leistung hinein geht, muss nicht am Rohr ankommen. So kann ein Staubsauger, auf dem 2000 Watt Leistung angegeben sind, eine tatsächliche Saugleistung von 300 bis 400 Watt haben. Damit läge er bereits im guten oberen Bereich. Wählt man eines der neuen Öko-Modelle mit 1200 Watt, kann man „über 20 Prozent der Stromkosten einsparen“, so Stiftung Warentest. Im Test „Bodenstaubsauger 2009“ leisteten drei von elf getesteten Geräten gute Arbeit. Glatter Boden stellte für keinen der Bodenstaubsauger ein Problem dar. Der Testsieger „Miele S 5 Ecoline green“ ist leicht zu handhaben, umweltfreundlich und haltbar.

Was leisten Staubsauger ohne Beutel?

Immer mehr Anbieter bringen beutellose Staubsauger auf den Markt. Wo liegen die Vorteile dieser Geräte und wie funktionieren sie? Ein Vorteil liegt in ihrer Sparsamkeit, denn Staubsaugerbeutel können ganz schön teuer sein. Gerade wenn man Haustiere hat und den Beutel daher oft wechseln muss, macht sich das in der Kasse schnell bemerkbar. Normale Staubsauger verlieren mit der Zeit an Saugkraft, weil sich Staubpartikel in den Poren der Beutel absetzen. Bei beutellosen Modellen kann das natürlich nicht passieren.

Beutellose Staubsauger arbeiten nach dem Zyklon-Prinzip, das heißt Staub und Schmutz werden eingesaugt und mittels Fliehkraft an die Innenwände des Staubbehälters gedrückt. Der Behälter wird einfach in den Mülleimer entleert. Einige Staubsauger filtern die Abluft, so dass sie besonders für Allergiker interessant sind. Entscheidet man sich für einen beutellosen Staubsauger, entfallen einerseits die Folgekosten für Beutel, andererseits sind diese Modelle in der Anschaffung sehr teuer. Welches Modell das passende ist, muss jeder nach seinen Bedürfnissen entscheiden.

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion