Durch Computerspiele und die Wii haben klassische Gesellschaftsspiele starke Konkurrenz bekommen, dabei würde es sich lohnen, sich mal wieder an die schon fast vergessenen Monopoly- und Mensch-ärgere-dich-nicht-Abende zu erinnern.

Klassischen Spiele neu entdeckt: Mensch ärgere dich nicht

Zwar haben Video- und Computerspiele ihren Platz in unserer Gesellschaft und auch ihre Berechtigung. Sie sind aus der heutigen Zeit nicht mehr wegzudenken, aber sie können einen klassischen Spieleabend mit der Familie nicht ersetzen. Der absolut unschlagbare Klassiker hier: Mensch ärgere dich nicht. Dieses Spiel brachte es kürzlich sogar auf eine Sonderbriefmarke, denn es ist vor glatten 100 Jahren zum ersten Mal erschienen und ist erfolgreich wie eh und je. Es brilliert durch seinen Konfliktreichtum und seine Einfachheit.

Egal ob Klassiker wie Schach, Mühle, Dame, Kniffel, Skat oder Doppelkopf, ein Spieleabend vertreibt nicht nur Sorgen und Langeweile. Er schult den Zusammenhalt einer Gruppe, stärkt soziale Fähigkeiten und bildet im Normalfall auch noch den Geist. Bestimmte emotionale Kompetenzen, die sowohl in der Schule als auch im Beruf benötigt werden, können so nebenebei ausgeprägt werden. Spiele trainieren die Kreativiät und fordern von den Spielern Umgang mit Gewinn und Verlust. Außerdem lassen sich so auch die unterschiedlichsten Mitglieder einer Gruppe besonders gut kennenlernen.

Ein Spieleabend: Welche neueren Spiele sind zu empfehlen?

Heutzutage gibt es jedes Jahr eine Flut neuer Gesellschaftsspiele, die auf den Markt kommen. Das Spiel des Jahres 2009 war beispielsweise Dominion, ein Brettspiel bei dem man als Monarch der Herrscher über ein kleines Königreich ist. Das bedeutet: Die eigene Burg verteidigen, seine Schatzkammer füllen und vieles mehr. Dabei gilt es, die verschiedenen Aktionskarten geschickt zu verwenden. Neben den Dauerbrennern wie Monopoly und Mensch ärgere dich nicht, welche zu den klassischen Brettspielen gehören, haben sich inzwischen auch diverse Strategie-, Taktik- und Wissens-Spiele etabliert. Hier wären auch Trivial Pursuit, Fauna, Siedler von Catan und viele andere zu nennen. Im Fall von Siedler von Catan geht es darum, verschiedene Landschaften mit bestimmten Rohstoffen zu versorgen und Siedlungen und Straßen zu bauen. Hier geht es neben den Karten- und Würfelaktionen auch darum, Handel zu betreiben.

Parallel zu diesen Spielsorten gibt es auch die sogenannten Kommunikationsgesellschaftspiele unter die Tabu, Outburst, Therapy, Activity und mehr fallen. Hier steht die Aktivität und die Kommunikation untereinander, meist gepaart mit einem humorigen Charakter im Vordergrund. Dazu können im weitesten Sinne auch alle Party-Spiele, pantomimische Spiele und Rollenspiele zählen.

Sie sollten bei der Vorbereitung zu einem Spieleabend vorher die Spiele so aussuchen, dass sie zu der jeweiligen Zusammensetzung der Gruppe passen. Je nach Geschmack und Altersklasse. Generell kann man sagen, dass man sich von den einfachen, klassischen Brett, Würfel und Kartenspielen hin zu den etwas ausgefalleneren und auch teureren Brettspielen tasten kann. An dem ein oder anderen Spiel wird man vielleicht sogar hängen bleiben und schon ergibt sich ein regelmäßiges Treffen bei dem Rommé oder Mau Mau oder anderes gezockt wird.

Zuvor ist eine gelungene Organisation alles. Terminplanung und Einladung sowie die Überlegung, welche Spiele gespielt werden sollen, sind das A und O. Je nach Spiel sollte Platz bzw. ein großer Tisch vorhanden sein. Ganz wichtig ist es, die Spiele an die Jüngsten anzupassen, damit keine Wut und Enttäuschung folgen und möglichst bei der Planung der Spiele alle Mitglieder mit einzubeziehen, damit möglichst alle Wünsche und Vorlieben auf einen Nennner kommen. Und natürlich: Für Getränke und genügend Essen sorgen. Lassen Sie sich doch, wenn Sie mögen, von Spieleverlagen im Internet inspirieren und holen Sie sich Ideen für einen schönen Abend.

Autorin: Nele Zymek, Platinnetz-Redaktion