Es gehört also durchaus zum Umweltbewusstsein, nur das Richtige in die Bio-Tonne zu werfen. Aber was darf dort hinein, was ist wirklich biologisch abbaubar und was muss umständlich wieder aussortiert werden, da es nicht in den Biomüll gehört?

Was bedeutet "biologisch abbaubar"?

Biologisch abbaubarer Müll zerfällt mit der Zeit durch natürliche Zerfalls- und Zersetzungsprozesse von alleine. Vergleichen kann man das mit Gartenabfällen oder Essensresten auf dem Komposthaufen. Tatsächlich dürfen Gartenabfälle pauschal in die Bio-Tonne, wenn sie natürlichen Ursprungs sind. Gras, Unkraut, Äste und andere natürliche Abfälle sind hier richtig. Die meisten Essensreste zählen ebenfalls zum Biomüll, auch ein Holz-Zahnstocher kann mit entsorgt werden. Dasselbe gilt für Zimmerpflanzen, Kaffeesatz oder Teeblätter, Kleintiermist und Kleintierstreu und unbeschichtetes Papier wie Verpackungen oder Zeitungspapier.

Vorsicht vor vermeintlichem Biomüll

Während Gartenabfälle oder Essensreste eindeutig biologisch abbaubar sind, gibt es in der Bio-Tonne immer wieder Abfälle, die auf der Deponie aussortiert werden müssen. Dazu gehören beispielsweise beschichtete, behandelte Hölzer oder beschichtetes und versiegeltes Papier. Diese Beschichtungen sind nicht abbaubar und sind auch alles andere als umweltfreundlich. Will man verdorbene Essensreste wegwerfen, sollte man vorher die Verpackung entfernen. Das gilt auch für Bio-Folien, die als kompostierbar bezeichnet werden - diese sortieren Deponien wieder aus, da sie sie oft gar nicht als Biomüll erkennen und lieber vorsichtig sind. Sie sind nur für den eigenen Komposthaufen mit den eigenen Gartenabfällen geeignet. Auch gehört nicht jede Art von Einstreu von Heimtieren in die Bio-Tonne. Mineralische Katzenstreu beispielsweise ist nicht abbaubar und gehört in den Restmüll.

Haushaltsmüll und Kochabfälle

Nicht alles aus dem Haushalt darf in die Bio-Tonne, auch wenn es theoretisch natürlichen Ursprungs ist. Dazu zählen beispielsweise Stoffreste oder abgeschnittene Fäden. Früher wurde uns gesagt, sie dürften zusammen mit den Gartenabfällen auf den Komposthaufen - dann dürften sie eigentlich auch in den Biomüll. Tatsächlich aber sorgen Farbstoffe und Verarbeitung dafür, dass Stoffe nicht immer abbaubar sind. Außerdem brauchen sie dafür sehr lang und sind oft noch im Kompost zu erkennen, weshalb sie in den Restmüll gehören. Auch dürfen nicht alle Essensreste aus der Küche in die Tonne mit den Bio-Abfällen. Während selbst Verdorbenes für den Biomüll kein Problem darstellt, gehören Fette nicht hierhin. Kleine Fettreste stellen nur ein geringes Problem dar, beispielsweise in einer fetthaltigen Soße oder bei gebratenem Fleisch. Wohl aber haben Frittierfette oder abgelaufenes Öl nichts im Biomüll verloren. Sie sind ein Fall für den Wertstoffhof und gehören zum Sondermüll, da sie schwer abbaubar sind. Kochvorgänge haben die chemische Struktur von Fetten verändert und dafür gesorgt, dass sie trotz ihres natürlichen Ursprungs nicht leicht abbaubar sind.