Wie Sie einen drohenden Arbeitsplatzverlust rechtzeitig erkennen, sich gegen diesen Schlag wappnen und dadurch eine drohende Kündigung vielleicht noch vermeiden können, erläutern wir mit den folgenden Tipps:

Eine Kündigung tritt meist nicht von einem auf den anderen Tag ein, sondern vollzieht sich nach und nach. Daher empfiehlt es sich, als Arbeitnehmer stets auf innerbetriebliche Entwicklungen und die grundlegende Atmosphäre am Arbeitsplatz zu achten.

"Die E-Mail mit dem nächsten Sitzungstermin habe ich ja gar nicht bekommen ..."

Es kann sich zum Beispiel bei den folgenden Ereignissen um erste Anzeichen für die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses handeln, wenn sich diese vermehrt in den festen Arbeitsalltag eines Mitarbeiters "einschleichen":

  • Der Mitarbeiter wird immer öfter auf (vermeintliche) Fehler hingewiesen. Dabei handelt es sich nicht nur um offensichtliche Fehlleistungen, die einen Nachteil für seine Arbeit bedeuten, sondern auch um eher belanglose Kleinigkeiten.
  • Das letzte Lob seines vorgesetzten Kollegen oder Chefs liegt bereits mehr als drei Monate zurück, andere Mitarbeiter hingegen werden nach wie vor mit Lob und Anerkennung bedacht.
  • Der Mitarbeiter wird (ohne offensichtlichen Grund) von feststehenden Sitzungen, betrieblichen Besprechungen und Meetings ausgeschlossen und befindet sich auch nicht mehr auf dem Informations- oder E-Mail-Verteiler für die entsprechenden Termine.
  • Er wird nicht mehr in den direkten Informationsfluss miteinbezogen, sondern erfährt nur noch verspätet, beiläufig oder sogar aus purem Zufall von betrieblichen Entscheidungen, Maßnahmen oder Terminen.
  • Sein Chef und seine Kollegen verhalten sich dem Mitarbeiter gegenüber zunehmend reserviert, vielleicht auch ohne erkennbaren Anlass.

Eine sehr deutliche Warnung: Die Abmahnung

Diese Entwicklungen sind allgemeiner Natur und können die alltägliche Atmosphäre am Arbeitsplatz verändern, vielleicht auch nur für eine zeitlich begrenzte Phase. Von den folgenden konkreten Maßnahmen ist der Weg zum Arbeitsplatzverlust oftmals jedoch nicht mehr allzu weit:

  • Dem Mitarbeiter wird mit einer Abmahnung gedroht.
  • Dem Mitarbeiter wird wiederholt mit einer Abmahnung gedroht.
  • Es wird eine Abmahnung ausgesprochen.
  • Es wird zum wiederholten Male eine Abmahnung ausgesprochen.
  • Dem Mitarbeiter wird mit der (fristlosen) Kündigung gedroht.

Dieses sind eindeutige Warnungen, die man sehr ernst nehmen sollte. Was nun? Wie unangenehm es auch erscheinen mag: Es ist in den zuvor beschriebenen Situationen stets empfehlenswert, ein offenes Gespräch mit dem Chef oder dem unmittelbar vorgesetzten Kollegen zu suchen.

Mit freundlicher Unterstützung von www.20jahre.com