Wer heutzutage in die Fernseh-Abteilung eines Elektrohandels geht, kommt sich nicht selten vor wie in einer Sendezentrale oder gar in einem Science-Fiction Film. Überall funkeln riesige Flachbildschirme, auf denen Filme, Musikvideos und Fußballspiele eine wahre Bilderflut erzeugen. Die schöne neue Welt der Flachbildschirme bietet keinen Platz mehr für den Röhren-Fernseher und der Trend zum immer flacheren Bildschirm ist nicht mehr aufzuhalten.

Der Flachbildschirm findet reißenden Absatz

Allein in Westeuropa wurden 2009 im dritten Jahresquartal 10,6 Milliarden Euro für Unterhaltungselektronik ausgegeben, und dies vor allem Dank der Fernseher. Gerade der Flachbildschirm ist ein beliebter Einkauf und im letzten Quartal des Jahres wird erwartet, dass das Geschäft mit den flachen Bildschirmen weiter anzieht. Während er als Computerbildschirm schon die Büros erobert hat, ist der Flachbildschirm auch in deutschen Wohnzimmern auf dem Vormarsch. Die Technologien, mit denen die Bilder auf den Schirm gebannt werden - Plasma und LCD Fernseher - werden ständig weiterentwickelt und liefern immer bessere und schärfere Bilder. In einer repräsentativen Umfrage gab jeder fünfte Befragte an, sich in den nächsten zwei Jahren einen Flachbildschirm für das Wohnzimmer kaufen zu wollen. Die Aussichten für den Flachbildschirm könnten fast besser nicht sein. 

Was kann der Flachbildschirm besonders gut?

Der Boom ist nicht überraschend, schließlich hat der Flachbildschirm einige Vorteile gegenüber der klassischen Röhre. Einer davon ist, dass der Flachbildschrim aufgrund der neuen Technologie nicht mehr auf das annähernd quadratische Format festgelegt ist. So können beispielsweise extrem rechteckige Schirme gebaut werden, mit denen vor allem Filmfans auf ihre Kosten kommen. Denn zum Beispiel die Hollywoodfilme sind ganz auf das Medium Kino und die querformatige Leinwand zugeschnitten. Die Röhrenbildschirme sehen bei solchen Filmen meist alt aus, da die Bilder entweder gequetscht, verkleinert oder abgeschnitten werden müssen. Mit einem neuen Flachbildschirm im Querformat kann man sich heute das Kino-Feeling problemlos nach Hause holen. Auch im Design punkten die Flachbildschirme, es ist viel schöner, sich einen wenige Zentimeter dicken Bildschirm an die Wand zu hängen, als das ganze Wohnzimmer mit einem großen und vor allem schweren Röhrenbildschirm voll zu stellen. Sogar für die Augen ist ein Flachbildschirm besser als die klassische Röhre, was vor allem beim Arbeiten am Computer zum tragen kommt. Denn das Auge muss sich bei den flimmerfreien Schirmen, die wenig reflektieren und meistens sehr scharfe Bilder liefern, nicht so anstrengen. Ist das Auge angestrengt, blinzelt es zu wenig. Die Folge sind trockene Augen oder sogar Augenentzündungen. Mit dem Flachbildschirm ist das besser, gerade deshalb haben schon viele Firmen ihre Büros mit den neuen Geräten ausgestattet.

Die Technik ist weiter auf dem Vormarsch

Doch ganz so schön ist die neue Welt der Flachbildschirme dann doch nicht. Zwar werden die neuen Technologien immer weiter voran getrieben und jedes Jahr kommen bessere, billigere und größere Bildschirme auf den Markt. Allerdings gibt es auch heute noch viele Qualitätsunterschiede und kleinere Mängel, die je nach Gerät kaum oder ziemlich deutlich sichtbar sind. So sind die neuen Geräte zwar optimal für qualitativ hochwertige DVDs oder Computerspiele, aber gerade beim einfachen Fernsehprogramm zeigen sie noch Schwächen, die Bilder wirken hin und wieder unscharf. Außerdem ist es immer noch ein Problem schnelle Bilder, wie beispielsweise von einem Fußballspiel, perfekt darzustellen, stattdessen entstehen bei vielen Flachbildschirmen Schlieren. Doch solche Kinderkrankheiten werden mehr und mehr ausgemerzt. Gerade für Sportübertragungen, wie sie im Sommer bei der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika wieder anstehen, werden viele Flachbildschirme gekauft, deswegen arbeiten die Unternehmen unter Hochdruck und produzieren immer perfektere Flachbildschirme. Erst kürzlich hat Stiftung Warentest wieder die neuesten Bildschirme getestet und kam zu einem guten Endergebnis. Flach, preisgünstig und mit geringem Stromverbrauch: so präsentieren sich die neuen Bildschirme. Daher lautet das einhellige Urteil: „Fernseher haben erneut einen Qualitätssprung gemacht“. Wer will, muss also nicht weiter in die Röhre schauen, sondern kann sich in die schöne neue Welt der Flachbildschirme wagen und auf die neuesten Technologien im TV-Bereich umsteigen.

Autorin: Julia Heilig, Platinnetz-Redaktion