Das Ergebnis des Intelligenztests ergibt sich dann aus dem Vergleich mit dem Durchschnitts-IQ der Gesamtbevölkerung. Der Durchschnittswert ist festgelegt auf 100. Anhand dieses Durchschnittswerts berechnet sich der IQ-Wert für einen einzelnen Menschen. Dabei sollte auch immer das Alter und der soziale Hintergrund des Teilnehmers mit berücksichtigt werden.

Es ist im normalen Leben nicht unbedingt notwendig, seinen Intelligenzquotienten zu berechnen. Häufig werden diese Tests von Psychologen angewendet. Ebenso ergibt sich aus dem Intelligenzquotient auch oft eine Einschätzung, welches Schulsystem für jemanden geeignet ist oder der IQ wird für einen Einstellungstest ermittelt. Zudem spielt der Intelligenzquotient auch bei medizinischen Fragestellungen ein Rolle, um bestimmte Krankheitsbilder aufzuzeigen.

Der Intelligenzquotient der meisten Getesteten liegt zwischen 85 und 115. Eher selten sind sehr hohe oder sehr niedrige Werte. Den ersten Intelligenztest gab es bereits um 1905. Hier wurden die Fragen in Altersgruppen eingeteilt. Wenn zum Beispiel ein Siebenjähriger die Fragen eines Achtjährigen beantworten konnte, hieß das, dass er überdurchschnittlich intelligent war. Nach dem ersten Intelligenztest gebrauchte man dann etwa 1912 erstmals den Begriff des Intelligenzquotienten. Er setzte sich zusammen aus dem bereits um 1905 gebrauchten Unterschied von Lebensalter und Intelligenzalter und vergleicht das nochmal mit dem Durchschnittswert.

Weil Intelligenztests ursprünglich für Schulkinder entwickelt wurden, deren Intelligenzalter vom Lebensalter abweichen kann, wenn sie Fragen älterer Kinder bereits früher beantworten können, mussten die Tests weiterentwickelt werden. Denn bei Erwachsenen spielt das Intelligenzalter weniger eine Rolle, denn ein 40-jähriger wird beispielsweise dieselben Fragen beantworten können wie ein 50-jähriger. So entstand der heutige Intelligenzquotient, der sich am Mittelwert 100 orientiert.

Intelligenztests und Intelligenzquotient in der Kritik

Da der Intelligenztest von Menschen selbst erstellt wird, kann er auch nie zu 100 Prozent alle relevanten Gebiete abdecken und kann sich außerdem nur auf Messbares konzentrieren. Einige Intelligenztests errechnen den Intelligenzquotient aus Fragen hinsichtlich des räumlichen Vorstellungsvermögens und messen vor allem die mathematisch-logischen Fähigkeiten eines Menschen. Selbst wenn noch sprachliche Fähigkeiten beachtet werden, dann ist dieser Intelligenzquotient immer noch recht einseitig gedacht, denn neben der Gedächtnisleistung eines Menschen sollten beispielsweise auch Allgemeinwissen, Wahrnehmungsgeschwindigkeit sowie mechanische, musikalische, kreative und soziale Fähigkeiten beachtet werden.

Der Intelligenztest und auch der Intelligenzquotient hat sich im Laufe der Zeit immer wieder verändert und sie werden dies auch weiterhin tun. Denn sie unterliegen gesellschaftlichen Bedingungen und müssen sich auch an bestimmte Veränderungen anpassen. Der Intelligenzquotient ist eine Größe, die mit kulturellen Voraussetzungen zusammenhängt. Die meisten Fragen der heutigen Intelligenztests haben beispielsweise in vielen Ländern der Erde keinerlei praktischen oder kulturellen Bezug. Das führt dazu, dass hier die Intelligenztests niemals beantwortet werden könnten. Doch heißt das, dass diese Menschen alle weniger intelligent sind? Und wie aussagekräftig ist dann der Intelligenzquotient, der sich aus einem Durchschnittswert berechnet, wenn diese Menschen gar nicht mit beachten werden können?

Zudem ergibt sich die Frage, was genau relevantes Wissen eigentlich sein soll, da es auch wieder ein von Menschen selbst erdachtes Prinzip ist. Genauso die Voraussetzung, dass logisch-mathematisches Denkvermögen oder politisch-geschichtliches Wissen immer anderem Wissen vorzuziehen ist. Deshalb wurde auch als Ergänzung zum IQ der sogenannte EQ eingeführt. Hier geht es um die sogeannnte emotionale Intelligenz, was auch kreatives und soziales Denken miteinbezieht.

Autorin: Nele Zymek, Platinnetz-Redaktion