Zusammenhang von körperlicher Aktivität und Gehirn

Durch Bewegung steigert sich die Durchblutung nicht nur in den beteiligten Muskeln. Der gesamte Kreislauf erfährt eine intensive Anregung, daher steht auch dem Gehirn mehr Sauerstoff zur Verfügung. Das allein ist bereits Gehirnjogging, treibt die grauen Zellen an und beugt schweren neurologischen Krankheiten wie einem Schlaganfall oder auch der Alzheimer-Demenz vor. Doch Sport kann noch mehr.

Die ganz einfache Tätigkeit des Gehens aktiviert durch die regelmäßige und abwechselnde Arbeit von rechtem und linkem Bein gemeinsam mit dem Schwingen der Arme beide Gehirnhälften. Fragen und Anforderungen, die das Leben im Moment stellt, finden daher bei einem Spaziergang eine ganzheitliche Lösung, in der die Kreativität der rechten Gehirnhälfte mit der Logik der linken kooperiert. Schon eine kleine Wanderung wird zum Gehirnjogging.

Je vielfältiger die sportliche Bewegung wird, desto stärker ist auch der Effekt des Gedächtnistrainings. Jeder Impuls zu einer Handlung kommt direkt aus dem Gehirn, abwechslungsreiche Sportarten sprechen daher verschiedenste Areale in diesem zentralen Organ an und aktivieren vielleicht schon längst vergessene Abläufe.

Der Wirkung von Gedächtnistraining und Gehirnjogging ist nicht altersabhängig. In jeder Lebensphase trägt Bewegung zu mehr Aktivität im Kopf bei.

Bewegung hilft - aber welche?

Selbst ein kurzer Spaziergang wirkt bereits anregend, je abwechslungsreicher die Sportart jedoch ist, desto größer sind auch die Verbesserungen der Gedächtnisleistung, die damit einhergehen. Intensive Bewegung fördert die Durchblutung stärker als weniger anstrengende Abläufe und verstärkt damit das Gedächtnistraining. Doch Vorsicht: Jede Art der Betätigung muss den körperlichen Möglichkeiten entsprechen. Die ambitioniertesten Pläne zum Gehirnjogging helfen nicht, wenn Knochen und Muskeln durch plötzliches hartes Training überlastet sind - auch dies gilt übrigens für jedes Alter.

Mannschaftssportarten trainieren nicht nur die Fähigkeit des Gehirns zu denken, die soziale Komponente steht dabei im Mittelpunkt. Es geht darum, seine eigenen Handlungen mit denen anderer Menschen zu koordinieren und das gemeinsame Erlebnis zu genießen. Gemeinsames Gehirnjogging macht vielen Menschen mehr Spaß als alleine zu trainieren und fördert die Motivation.

Denksport - Kombination für Geist und Körper

Klassische Denksportarten bewegen tatsächlich nur das Gehirn. Spiele wie Schach, Memory und Kreuzworträtsel können das kognitive Denken natürlich langfristig wach halten und fördern, in Kombination mit körperlicher Bewegung erhält dieser Effekt jedoch eine neue Dimension.

Merkt sich das Gehirn komplizierte körperliche Abfolgen, so ist auch das ein Gedächtnistraining, das jedoch durch das Einbeziehen des peripheren Nervensystems ungleich intensiver wirkt. Etwa der Tanz hält Menschen jeden Alters fit. Mehr oder weniger ausgeklügelte Schrittfolgen, Bewegungen der Arme, des Oberkörpers, des Kopfes - all das koordiniert das Zentralnervensystem und betreibt dabei echtes Gehirnjogging.

Sport ist in jedem Alter möglich, es kommt nur darauf an, die Bewegung an die eigenen Fähigkeiten anzupassen. Der Effekt des Gedächtnistrainings zeigt sich schon innerhalb von kurzer Zeit durch erhöhte Denkleistung, größere Anpassungsfähigkeiten und gehobene Laune.