Eine Homepage zu erstellen, das klingt nach viel Arbeit. Viele Fragen tun sich auf: Wie gestalte ich eine Seite? Wie kommt die Seite ins Netz? Was brauche ich dafür und wo bekomme ich das her? Ist das teuer? Muss ich jetzt HTML oder CSS lernen? Keine Panik, so schwer ist das alles gar nicht.

Eigene Homepage ohne Computerkenntnisse

Grundsätzlich braucht man für seine eigene Homepage nur drei Dinge:

  • Eine genaue Vorstellung davon, welchen Inhalt die Homepage haben soll
  • Ein Programm, mit dem die Seiten erstellt werden
  • Einen Server, auf dem die Seiten gespeichert sind

Bei den Punkten „Programm“ und „Server“ haben sie verschiedene Möglichkeiten.

Es gibt kostenpflichtige Server und solche, auf denen Speicherplatz kostenlos ist. Die kostenpflichtige Variante hat den Vorteil, dass auf Ihrer Homepage keine unerwünschte Werbung erscheint, denn kostenlose Server finanzieren sich meistens über das Einblenden von Werbung, auf das Sie keinen Einfluss haben. Speicherplatz auf einem werbefreien Server können Sie ab fünf Euro monatlich mieten. Je nachdem wo man seinen Account, also sein Nutzerkonto, hat, braucht man noch ein Programm, mit dem man seine Seiten auf den Server hochlädt. Bei vielen Gratis-Anbietern ist das aber nicht nötig. Haben Sie Ihren Server gefunden, brauchen Sie ein Programm, mit dem Sie Ihre Homepage erstellen. Auch hier gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Für ganz Ungeduldige gibt es zahllose Anbieter, bei denen man sich in einer Art Baukasten-System die eigene Homepage zusammenbauen kann
  • Individualisten schreiben die Seite mit HTML oder CSS komplett selbst

Zunächst die einfachere Variante. Dazu sucht man sich im Internet einen Anbieter, bei dem man online eine Homepage erstellen kann. Weit verbreitet sind zum Beispiel Beepworld oder homepage-toolbox.de. Einen kostenpflichtigen Dienst bietet beispielsweise 1 und 1 an.

Nachdem man sich bei einem Anbieter angemeldet hat, kann man sofort aus verschiedenen vorgefertigten Layouts und Designs wählen, in die man nur noch den gewünschten Inhalt einfügen muss. Je nachdem wie genau Ihre Vorstellungen von der Seite sind, dauert das Erstellen der Homepage so nur wenige Minuten. Der Nachteil dieser Variante ist, dass die Gestaltungsmöglichkeiten durch den Anbieter vorgegeben und damit beschränkt sind. Der Vorteil ist, dass Sie schnell und einfach ein ansehnliches Ergebnis bekommen. Auf Design und Inhalte können Sie jederzeit leicht und schnell zugreifen.

Die Homepage für Ehrgeizige

Wollen sie eine komplett individuelle Seite erstellen, reicht ein Baukasten-System nicht aus. Für diese Variante müssen Sie HTML benutzen. So sind Ihrer Phantasie bei der Gestaltung der Seite aber auch keine Grenzen gesetzt. Um Ihre Homepage mit Inhalt zu füllen, brauchen Sie ein entsprechendes Programm, in dem Sie den gesamten Code für jede Seite selbst schreiben. Solche Programme sind zum Beispiel das kostenlose „Phase5“ und das teure „Dreamweaver“. Das Schreiben der Codes dauert natürlich seine Zeit und erfordert gute Kenntnisse von HTML. Sollten Sie weder Zeit noch Lust haben, einen Kurs zu besuchen, ist die Seite „SELFHTML“ im Internet zu empfehlen. Hier wird neben HTML und XHTML auch CSS relativ einfach und verständlich erklärt. Hier erfahren Sie alles über Frames, Stylesheets und was Sie sonst noch brauchen, um eine Seite zu erstellen. Um eine anspruchsvolle Homepage anzulegen, sollten Sie HTML von Grund auf lernen. Für eine Hobby-Homepage reicht ein Baukasten-System aber völlig aus. Auch damit lassen sich phantasievolle, schöne Seiten gestalten.

Bevor Sie sich nun daran machen, eine eigene Homepage zu erstellen, sollten Sie sich genau überlegen, welche Inhalte Sie der Welt präsentieren möchten – und welche lieber nicht. Nutzen Sie die Möglichkeit, Bilder und Inhalte nur für ausgewählte Personen sichtbar zu machen. Ganz allgemein ist es ratsam, allzu private Dinge auch privat zu lassen. Eine Homepage eignet sich eher für Inhalte wie Reiseberichte, Werbung für das eigene Geschäft oder ähnliche Dinge.

Autorin: Elke Liermann, Platinnetz-Redaktion