Der absolute Marktführer ist seit vielen Jahren der Internet Explorer von Microsoft. Viele der User nutzen ihn der Bequemlichkeit wegen, denn wer mit einem Windows-Betriebssystem von Microsoft arbeitet, der findet den Browser bereits auf seinem Rechner installiert. In den letzten Jahren hat die Konkurrenz jedoch aufgeholt und der Internet Explorer legte eine Talfahrt bezüglich seiner Benutzerzahlen hin.

Die Entwicklung der Internetbrowser

Der erste Internetbrowser stammt aus dem Jahr 1990 und trug den Namen WorldWideWeb (später Nexus). Er wurde verdrängt vom Nachfolger Mosaik, der wiederum von der nächsten Generation Netscape überholt wurde. 1995 brachte dann Microsoft seinen Internet Explorer heraus, der nach einiger Zeit des Konkurrenzkampfes Netscape abhängte - seit dem ist er Marktführer unter den Webbrowsern. Seit 2002 wurde der Mozilla-Browser immer beliebter. Heute ist dessen Nachfolger Firefox der zweit beliebteste Internetbrowser. Weitere bekannte Browser sind der Safari von der Firma Apple und der Opera. Seit Ende 2008 gibt es auch von Google einen Browser, den Google Chrome, der die Konkurrenz aufmischt.

Internet Explorer

Der Windows-Browser befindet sich mittlerweile in der achten Generation. Obwohl er noch Marktführer ist, hat er in letzter Zeit empfindliche Einbrüche bei den Benutzerzahlen hinnehmen müssen. Eine aktuelle Untersuchung von Net Applications zeigt die Entwicklung der Benutzerzahlen in einem Zeitraum von 21 Monaten. Wurde der Internet Explorer im Juli 2007 noch von knapp 80 Prozent der Internetuser genutzt, hält er im März 2009 nur noch einen Marktanteil von ca. 67 Prozent. Gerade in der fünften und sechsten Version wies der Platzhirsch damals große Defizite auf. Als "Viren- und Bug-Schleuder" bezeichnet, verlor der Windows-Browser viel von seinem Ansehen. Auch wenn hinsichtlich dieser Problematik in den späteren Generationen nachgerüstet wurde, verliert er gegen den schnelleren Firefox immer mehr an Boden.

Mozilla-Firefox

Der Mozilla-Browser erfreute sich in den letzten Jahren stetig wachsender Beliebtheit. Seine großen Vorteile sind zum einen seine Schnelligkeit und zum anderen seine Erweiterbarkeit. Es gibt zahlreiche Add-ons, mit denen die User den Firefox leicht an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können. Nutzten im Juli 2007 "erst" ca. 14 Prozent der Internetuser diesen Browser, waren es im März 2009 bereits etwa 22 Prozent.

Safari

Apple brachte seinen Browser 2003 auf den Markt. Er ist auch für Windows-User verfügbar und erhebt den Anspruch der schnellste unter den Webbrowsern zu sein. Ende 2009 soll eine neue Version auf den Markt kommen, die noch schneller und funktionaler zu sein verspricht. Von den Marktanteilen her, liegt er zwar weit hinter dem Firefox und dem Internet Explorer zurück, hat aber auch noch Luft zu den beiden sich hart umkämpfenden Gegnern Opera und dem neuen Google Chrome. Im Sommer 2007 arbeiteten fast fünf Prozent der Internetnutzer mit dem Apple-Browser, während es mittlerweile immerhin knapp über acht Prozent sind.

Google Chrome

Der Google-Browser startete im September 2008 und manövrierte sich bereits zwei Monate später endgültig auf den vierten Platz im Kampf um den beliebtesten Internetbrowser. Lediglich im Oktober 2008 konnte der Opera sich gerade noch einmal gegen den neuen Mitstreiter behaupten. Im März 2009 nutzten schon über ein Prozent der Internet-Gänger den Google Chrome. Der neue Browser besticht durch Schnelligkeit, wird jedoch von Datenschützern kritisiert, weil er bei Gebrauch eine eindeutige Identifikationsnummer an Google schickt.

Opera

Bereits seit 1996 gibt es den norwegischen Internetbrowser, auch wenn er zunächst nur kostenpflichtig benutzt werden konnte. Mittlerweile ist er als Freeware zu haben und geht bald in seine zehnte Version. Der Opera hatte stets nur eine kleine Anhängerschar und hat seit dem Start von Google Chrome den vierten Platz eingebüßt. Im März diesen Jahres wurde er von 0,7 Prozent der Internetuser gebraucht und wird wohl auch weiterhin keinen Angriff auf die Konkurrenz starten.

Die Zukunft der Internetbrowser

In Zukunft werden sich die Internetnutzer auf viele Neuerungen und Verbesserungen der einzelnen Browser freuen können, denn Konkurrenz belebt ja bekanntlich das Geschäft. Es bleibt jedoch die Frage, inwiefern die Firmen ihre betriebseigenen Anwendungen mit betriebsfremden Browsern kompatibel gestalten werden. Der Internet Explorer macht es vor -  er lässt sich auf einem Windows-Rechner nämlich nicht deinstallieren. Sollte die Zukunft zeigen, dass sich dann auch Apple-Software wie iTunes nur noch per Safari oder Google Mail nur noch mit Chrome bedienen lässt, wird das die Anwender sich weniger freuen. Google soll schon in Verhandlungen mit PC-Herstellern stehen, damit ihr Browser zukünftig auf den Rechnern vorinstalliert mitgeliefert wird.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion