Open Source, das ist ein Begriff, der die Herzen vieler Computerfreunde höher schlagen lässt. Denn diese, wörtlich übersetzt, frei zugänglichen Programme sind kostenlos herunterzuladen und bieten immer bessere Alternativen zu gängigen Programmen, die sowieso auf dem PC installiert sind. Erfahren Sie hier, welche Downloads wirklich helfen und worauf man achten muss, wenn man sich Programme aus dem Internet auf den Computer lädt.

Kostenlos in die ganze Welt telefonieren

Seit einigen Jahren kann man kostenlos über die ganz normale Internetverbindung in die ganze Welt hinaus telefonieren. Die dazugehörigen Programme, wie beispielsweise "Skype", gibt es ebenfalls umsonst herunterzuladen. Um über das Internet mit jemand anderem telefonieren zu können, brauchen nur beide Gesprächspartner dasselbe Programm, ein Mikrofon und eine Lautsprecherbox oder Kopfhörer. Kosten entstehen nur durch die Internetverbindung, wer also unbegrenzt surfen kann, muss rein gar nichts dazu bezahlen. Durch die schnelle Peer-To-Peer Technologie, also direkt von Computer zu Computer, gibt es bei einer guten Internetverbindung keine Zeitverzögerung im Gespräch und die Sprachqualität ist außerdem sehr gut. Man kann so sogar auf normale Festnetzgeräte telefonieren, allerdings kostet das dann Gebühren. Um Programme wie Skype nutzen zu können, braucht man nicht viel Fachwissen und wer nicht vorhat, kostenpflichtig auf ein normales Telefon anzurufen, der kann sich blitzschnell das Programm herunterladen und lostelefonieren.

Alternativen zu den gängigen Browsern

Wer sich einen neuen Computer kauft, der bekommt gleichzeitig zahlreiche Programme mitgeliefert. Mit Windows, dem Betriebssystem das immerhin fast 95 Prozent der Nutzer auf ihrem Computer haben, wird man beispielsweise automatisch über den Browser "Internet Explorer" bei den ersten Schritten ins Internet geleitet. Doch er ist nicht der einzige Browser, der als Pforte ins Internet dienen kann, denn es haben sich einige kostenlose Alternativprodukte auf dem Markt etabliert. Der größte Konkurrent ist Mozilla, der den eigenen Browser "Firefox" entwickelt hat und den man sich auf den Computer herunterladen kann. Es gibt aber noch weitere erwähnenswerte Konkurrenzprodukte, wie "Opera", "Chrome" aus dem Hause Google oder "Safari". Selbst kleinere Anbieter, zum Beispiel Fußballvereine, haben sich mit großen Anbietern zusammengetan und ganz spezielle Browser entwickelt, die, um beim Beispiel Fußball zu bleiben, Fenster und Symbole in den Farben des Vereins anzeigen, direkt die neuesten Nachrichten rund um den Club auf den Bildschirm holen und so die Fanherzen höher schlagen lassen. All diese Browser sind kostenlos herunterzuladen und locken mit verschiedenen speziellen Funktionen, die sich je nach Geschmack nutzen lassen.

Dokumente schreiben und Präsentationen erstellen

Auch Textverarbeitungsprogramme gibt es kostenlos im Internet. Wer sich das Microsoft Office Paket nicht leisten kann oder will, kann auch im Internet kostenlos an Programme kommen, über die man nicht nur Dokumente schreiben, sondern auch zeichnen, rechnen und kleine Präsentationen erstellen kann. Bei diesen Programmen wie "Open Office" muss man gegenüber dem kostenpflichtigen Paket von Microsoft meistens auf einige Vorzüge verzichten, aber kann damit kräftig Geld sparen. Allerdings sind nicht alle Dokumente, die man mit den freien Programmen erstellt, mit denen von Microsoft kompatibel, daher sind sie eher für den privaten Gebrauch von Vorteil. Wer häufig Dateien an andere Nutzer sendet, könnte ab und zu Probleme bekommen, da die meisten Computernutzer eben das gängige Office Paket installiert haben.

Den Computer kostenlos vor Attacken schützen

Im Internet lauern viele Gefahren. Viren schleichen sich hinterlistig auf Ihren Computer und richten von kleinen Fehlfunktionen bis hin zu kompletten Zusammenbrüchen viel Schaden an, Trojaner schleusen Programme ein, die im Hintergrund laufen, Sie ausspionieren und die Daten an Dritte weitergeben. Um sich davor zu schützen, sollten Sie auf dem Computer unbedingt Virenprogramme laufen lassen, die sie davor bewahren. Hierbei gibt es mehrere gute Anbieter, wie beispielsweise "Avira AntiVir", die kostenlose Versionen im Internet anbieten, welche für einen normalen Nutzer völlig ausreichen. Wer sich einen umfassenderen Schutz zulegen möchte, kann sich die Vollversionen kaufen.

Wichtig: Sie sollten niemals mehrere Anti-Viren-Programme gleichzeitig auf Ihrem Computer arbeiten lassen. Doppelt geschützt ist nämlich nicht unbedingt besser, stattdessen können sich die unterschiedlichen Schutzprogramme gegenseitig blockieren, das Arbeiten verlangsamen oder sogar zu Computerabstürzen führen. Ein gutes Virenprogramm genügt für den normalen Nutzer, um ihn gegen Gefahren aus dem Internet zu schützen.

Kostenlose Programme: Darauf sollten Sie achten

Dies sind nur einige der grundlegenden Programme, die man sich kostenlos aus dem Internet herunterladen kann. Doch es gibt unzählige weitere Möglichkeiten auf einer Skala zwischen "hilfreich" bis "kleine Spielerei", die man sich herunterziehen kann. Bildschirmschoner, Spiele, Bildbearbeitungsprogramme, das Internet ist voll davon und jeder der suchet, wird auch finden. Sogar sein eigenes Internetradio kann man sich mit kostenlosen Programmen selbst zusammenbasteln. Allerdings sollte man immer bedenken, dass man sich mit dem Download heimtückische Viren oder andere Gefahren auf den heimischen Computer schleusen kann, ohne es zu merken. Laden Sie daher nur Programme aus dem Internet herunter, deren Herkunft Sie vertrauen können.

Ein heißer Tipp: Gute Programme kann man meistens über die Internetseiten von Computermagazinen herunterladen. Oder noch besser, direkt vom Anbieter selbst. Große Namen sind hier immer die beste Alternative und mit ein bisschen Recherche im Internet oder über Nachfrage bei anderen Nutzern kommt man schnell auf sichere Anbieter.

Autorin: Julia Heilig, Platinnetz-Redaktion