Geschichte per Rad: die alte Römerstraße Neckar-Alb-Aare

Eine der berühmtesten Möglichkeiten, Zugang zum Römischen Reich zu bekommen, befindet sich im Süden von Deutschland; dem ehemaligen "Germania Superior". An der alten Römerstraße Neckar-Alb-Aare lebt die Antike wieder auf. Die Straße ist 400 km lang und orientiert sich exakt am Verlauf antiker Straßenkarten. Die Route, die vollständig mit dem Auto abgefahren werden kann, bietet zudem unzählige schöne und interessante Rad- und Wanderwege, wodurch auch ein "langsames" Erfahren der Region denkbar ist. Mit den richtigen Fahrrad, das zur eigenen Kondition passt, wird die Geschichte per Rad zu einem Erlebnis der besonderen Art. Denn die kulturellen Relikte aus der Römerzeit sind überall zu entdecken. Zu sehen gibt es viel: Mauerreste und Meilensteine am Wegesrand, gut erhaltene Wasserbecken und Kanäle, Mosaike und restaurierte Gutshöfe sowie direkt in Museen ausgestellte Stücke aus diversen archäologischen Grabungen in der Umgebung. Zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und Events runden das Erlebnis Römerstraße übrigens ab. Für einen Überblick eignet sich dieses Informationsportal: http://www.roemerstrasse.net/

Geschichte zu Fuß: Der Römerkanal-Wanderweg in der Eifel

Wer an Geschichte zu Fuß interessiert ist, kann die Ausweitung des römischen Reichs in Richtung Norden - Germania Inferior - Schritt für Schritt nachverfolgen. Für ihr professionelles Kanalsystem sind die Römer als die Ingenieure der Antike in die Geschichte eingegangen und ihre Bewässerungssysteme sind auch heute noch sehr beeindruckend. Der Eifelwanderweg von Nettersheim nach Köln ist eine Themenwanderung, die über mehrere Tage oder auch in kürzeren Etappen begangen werden kann - je nach Wunsch. Wie, wo und was zu sehen ist, wurde in der Region für wanderlustige Kulturliebhaber gut aufbereitet. Auf der Webseite www.roemerkanal-wanderweg.de lässt sich der kostenlose Wanderführer "Römerkanal-Wanderweg" und das passende archäologische Begleitheft "Die lange Leitung der Römer" jederzeit bestellen.

Freilichtmuseum: Xanten, die Römerstadt

Kultur mittels Tagesausflug zu genießen, funktioniert natürlich auch. Noch weiter Richtung nördliches Nordrhein-Westphalen kurz vor der holländischen Grenze werden Fans der Antike mit einem einmaligen Freilichtmuseum fündig. Die alte Römerstadt Xanten wurde auf dem Gelände der sogenannten "Colonia Ulpia Traiana" für den Tourismus rekonstruiert. Auf diese Weise wird in Deutschlands größtem archäologischen Freilichtmuseum ein umfassender Einblick in das Alltagsleben und die Wohnkultur dieser Zeit präsentiert. Besuche sind ganzjährig möglich. Mehr Informationen: www.archaeologischer-park-xanten.lvr.de

Bildnachweis: "Symbol römischer Macht und Kultur: Die Stadtmauer im LVR-Archäologischen Park Xanten" (Foto: Axel Thünker DGPh).