Einwohner eines abgeschiedenen Dorfes konnten die Stimmung westlicher Musik relativ gut einschätzen, obwohl sie niemals zuvor mit dieser Art Musik konfrontiert worden waren. Sie ordneten dabei verschiedene Klavierstücke mit einer ähnlich hohen Treffsicherheit wie westliche Probanden gewissen Grundstimmungen wie „traurig“, „fröhlich“, „bedrohlich“ oder „entspannt“ zu.

Thomas Fritz vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften vermutet, dass diese Tatsache der Verbreitung westlicher Musik enormen Vorschub geleistet habe. Man könne Musik insofern mit Gesichtsausdrücken vergleichen. Denn ob jemand glücklich, traurig, böse oder harmlos dreinschaut, ist schließlich in allen Gesellschaften der Welt gleich verständlich.