Mit einem gutem Bewerbungsbild haben Sie schon halb gewonnen. Wenn Sie darauf das vermitteln, was der potenzielle Arbeitgeber erwartet und er das Bild so ansprechend findet, dass er Sie kennenlernen will, dann haben Sie das Wichtigste schon erreicht. Neugierde ist geweckt und die Einladung zum Bewerbungsgespräch ist schon so gut wie im Briefkasten. Anders als in manchen Nachbarländern, wie Holland oder Frankreich und auch anders als in den USA, werden in Deutschland Bewerbungen immer mit einem Bewerbungsfoto verschickt. Eine Bewerbung ohne ein Bild wird sofort aussortiert und kommt gar nicht weiter.

Um einen positiven ersten Gesamteindruck zu hinterlassen, spielen verschiedene Faktoren auf dem Bewerbungsbild eine Rolle. Man sollte sich hier auch nicht nur auf die Meinung eines Freundes oder auf die in eines einzigen Fotostudios verlassen. Hier erhalten Sie Tipps für ein besonders gelungenes Bewerbungsbild.

Bewerbungsfoto - Tipps für ein gelungenes Lichtbild

In erster Linie spielt der Gesamteindruck, also ein Zusammenspiel von Gesichtsausdruck, Kleidung, Frisur, Lächeln, Körperhaltung und Hintergrund des Fotos eine Rolle. Das Bewerbungsfoto selbst sollte immer von bester Qualität sein, also von einem Profi in einem Fotostudio aufgenommen und danach digital bearbeitet worden sein. Es gibt viele Möglichkeiten, sich auf einem Bewerbungsfoto ablichten zu lassen. Ob Quer- oder Hochformat, ob Schwarz-weiß- oder Buntaufnahme, ob eher klassisch-seriös oder eher etwas pfiffiger und moderner, die Möglichkeiten sind unbegrenzt und hängen auch vielfach von Ihrem eigenen Geschmack ab. Wobei es auch eine Rolle spielt, ob Sie sich in einer Bank bewerben oder als kreativer Designer. Es gibt neben den vielen Möglichkeiten aber einige Standards, die sich durchgesetzt haben und als die wichtigsten Grundregeln für ein Bewerbungsfoto gelten.

Auf ihrem Bewerbungsfoto sollten sie möglichst lächeln. Denn alles, was dynamischer, offener und aufgeschlossener als ein durchschnittliches Passfoto wirkt, ist gut. Die Sekunden, die darüber entscheiden ob sie jemand auf dem Bewerbungsfoto sympathisch findet oder nicht, werden für Sie wesentlich besser ausfallen, wenn Sie durch Ihr Lächeln auf den Betrachter positiv und offen wirken. Das Bild sollte zudem immer aktuell sein. Sie sollten auf dem Bild auch wirklich so aussehen, wie Sie heute aussehen. Da die Fotos unbedingt qualitativ hochwertig sein müssen, dürfen sie nicht zu Hause oder gar als Selbstversuch gemacht sein. Das fällt immer auf und wirkt dann sofort unprofessionell. Überlegen Sie sich, was der Personalchef von jemanden halten würde, der noch nicht einmal Zeit und Geld für ein gutes Bewerbungsfoto investiert. Er würde diese Bewerbungsmappe sofort aussortieren.

Deshalb lohnt sich der Gang in ein professionelles Fotostudio. Hier werden Sie umfassend beraten und der Profi weiß auch wie Sie sich am besten mit der Kleidung und der Körperhaltung in Szene setzen können. Allerdings sollten Sie sich hier vielleicht nicht auf ein einziges Fotostudio verlassen. Es lohnt sich gegebenenfalls mehrere Besuche zu machen, um erstens einen Preisvergleich anzustellen und zweitens den Fotograf kennenzulernen. Auch hier steht und fällt das Bild mit der Sympathie. Wenn man sich bei den Aufnahmen verkrampft oder sich unsicher fühlt und es vielleicht nicht mit einem Vollprofi hinter der Kamera zu tun hat, wird man es auf den Bildern hinterher immer sehen. Am besten vertraut man da erst einmal Bekannten und Freunden, die mit einem Fotostudio schon einmal gute Erfahrungen gemacht haben.

Der Hintergrund beim Bewerbungsfoto muss immer mit der Kleidung und der Haut- und Augenfarbe abgestimmt sein. Er sollte das Bild dynamisch und frisch gestalten aber auf keinen Fall die Gesichtsfarbe zu hell erscheinen lassen oder zu sehr ablenken. Bei der Wahl des Formats kann man Kreativität beweisen. Je nach Foto kann man zwischen Quer- oder Hochformat sowie quadratischen Bildausschnitten entscheiden. Hier spielt es auch eine Rolle, welche Größe man für das Bild ausgesucht hat. Auch hier kommt es auf den eigenen Geschmack an. Manche favorisieren auch einen Bildausschnitt bei dem der Kopf oben leicht angeschnitten ist. Das wirkt modern und dynamisch. Es ist aber nicht der Geschmack von jedem Personaler und sieht auch nur dann gut aus, wenn dafür das Bewerbungsfoto digital vom Profi bearbeitet wurde. Lassen Sie immer gleich mehrerer Bilder von sich machen. So hat man eine gute Auswahl. Es ist außerdem immer wichtig, sich mehrere Meinungen einzuholen. Zeigen Sie die Bilder Bekannten, Freunden und  Familie und fragen Sie sie nach deren ehrlicher Meinung.

Für ein gutes Bewerbungsfoto muss man Zeit und Geld investieren

Zu der Aufnahme eines gelungenen Bewerbungsfotos gehört entsprechende Vorbreitung. Hier kommt es auf dieselben Elemente an, auf die es auch bei der Vorbereitung eines Vorstellungsgesprächs ankommt: Eine gepflegte Erscheinung in Kleidung, in der Sie sich wohl fühlen und seriös und ordentlich wirken. Dazu gehört auch das Styling, Make-Up und Haare. Sowohl beim Foto, als auch beim Gespräch, sollte die Kleidung nie zu leger oder aufreizend wirken. Also Vorsicht mit tiefen Ausschnitten oder weit offenem Hemdkragen. Es kommt für das Bewerbungsfoto auch auf die Wahl der Kleidung, das Styling und die Wahl der Accessoires an. Diese sollten immer dezent sein und nicht zu sehr ablenken. Brillenträgern ist außerdem zu raten, die Brille zu reinigen und zu vermeiden, dass die Gläser auf dem Bild reflektieren.

Insgesamt gilt: Weniger ist mehr. Sie sollten sich wohl fühlen und weder mit Schminke noch bunten Mustern oder Farben von ihrer Person ablenken. Zum Wohlfühlfaktor gehört auch, dass man die Fotos an einem gutem Tag aufnimmt. Das heißt: Sie sollten nur mit guter Laune und möglichst entspannt dieser Bilder machen, sonst werden es im Normalfall keine guten Bewerbungsbilder.

Neben der Vorbereitung kommt es noch darauf an, wo man das Bewerbungsfoto in der Bewerbung platziert. Entweder gehört das Bild auf das Deckblatt der Bewerbung oder oben auf den Lebenslauf. Verwenden Sie hierfür Fotoklebestreifen und vermeiden Sie Büroklammern. Das wirkt stillos und beschädigt das Foto. Es ist zu empfehlen, mit Bleistift den Namen hinten auf dem Foto zu vermerken, damit es gleich immer zuzuordnen ist, wenn es abgelöst wurde. Sie können heute für Online-Bewerbungen Ihr neustes Bewerbungsfoto digital auf Ihrem Rechner speichern, bearbeiten, online verschicken und haben es so immer parat. Wenn Sie Ihr Bewerbungsfoto digital bearbeiten oder einscannen, achten Sie zudem immer auf beste Qualität. Dasselbe gilt auch für ausgedruckte Bilder.

Autorin: Nele Zymek, Platinnetz-Redaktion