Vorteile einer Initiativbewerbung

  • man zeigt Motivation, Eigeninitiative und Selbstbewusstsein: Eigenschaften, die ein Unternehmen von seinen Mitarbeitern fordert
  • man bewirbt sich außer Konkurrenz
  • der Bewerbung wird mehr Beachtung geschenkt, da ein vorheriges Aussortieren nicht stattfindet
  • das Anschreiben kann relativ frei formuliert werden, da es nicht auf eine Stellenanzeige zugeschnitten sein muss
  • keine Wartezeiten, bis ein Unternehmen eine freie Stelle geschaltet hat oder das Arbeitsamt eine freie Stelle meldet

Warum sollte man sich initiativ bewerben?

Für viele Unternehmen lohnt es sich nicht, eine Stellenanzeige einzustellen. Denn solch ein Bewerbungsprozess kann hohe Kosten verursachen. Dabei ist es einerlei, ob man sich bei einem kleinen oder großen Unternehmen bewerben möchte: Kleine Unternehmen schreiben selten Stellen aus, weil sie Initiativbewerbungen einkalkulieren. Große Unternehmen werden dagegen von Bewerbungen auf Ausschreibungen überhäuft und freuen sich aber umso mehr über Bewerbungen, die aus eigenem Antrieb des Bewerbers auf dem Tisch liegen und so aus der Menge hervorstechen. Denn gerade das zeigt Willensstärke und Engagement.

Wie schätzen Sie sich selbst ein?

Lange Zeit hat man sich mit dem Thema Bewerbungen nicht mehr befassen müssen - schnell passiert es nun, dass man sich unter Wert verkauft. Doch gerade hier müssen Sie mit Ihren Stärken punkten. Sehr effektiv ist es, wenn man eine persönliche Bestandsaufnahme macht. Freunde oder Familienmitglieder eigenen sich hierfür am besten, denn die betrachten Sie aus einem anderen und unvoreingenommenen Blickwinkel. Dabei wird deutlich hervortreten, wo Ihre Stärken und Schwächen liegen, und mit welchen Erfahrungspunkten Sie am besten hervorstechen können. Machen Sie in Ihrer Bewerbung auf Ihre weitreichende Sachkenntnis und Praxis aufmerksam, denn Unternehmen schätzen Erfahrung und Gelassenheit. Außerdem ist es hilfreich, auf gelungene Projekte oder Tätigkeitsbeispiele hinzuweisen.

Wie gehe ich vor?

Ein großer Vorteil einer Initiativbewerbung ist, dass man sich ausführlich über das Unternehmen informieren muss, bei dem man sich bewerben möchte, da es keine Anzeige gibt, die die wichtigsten Information preisgibt. Gerade jemand mit langjähriger Berufserfahrung hat hier leichtes Spiel - im Gegensatz zu einem Neuling mit Ende zwanzig. Denn ab einem gewissen Alter kann man sich seine Berufserfahrung zu Nutze machen und seine Bewerbung gezielt auf das neue Unternehmen ausrichten.
Haben Sie passende Unternehmen ausfindig gemacht, erkundigen Sie sich telefonisch oder per E-Mail nach einem Ansprechpartner. Dadurch haben Sie schon einen Einstieg für Ihre Bewerbung und sichern sich einen Pluspunkt beim Unternehmen. Mit Hilfe der Selbstanalyse beschreiben Sie dann genau, was Sie suchen, wohin Sie möchten und was Sie bereits erreicht haben, um der Stelle gerecht zu werden. Das zeigt Ihre persönlichen Ambitionen und Ihren Willen, gerade bei diesem Unternehmen arbeiten zu wollen.

Vorsicht: Keine Blindbewerbung!

Lassen Sie Ihre Bewerbung auf keinen Fall zu einer Blindbewerbung werden! Haben Sie viele Unternehmen gefunden, bei denen Sie sich bewerben möchten, sollten Sie Ihre Bewerbung zu keinem Massenschreiben werden lasen. Bei diesem Standardtext merkt der Leser, dass Sie sich nicht zielgerichtet für ein bestimmtes Unternehmen beworben haben und Sie sich somit auch nicht für das konkrete Unternehmen interessieren. Fazit: Ihre Bewerbung wird Ihnen mit einer Absage zurück geschickt.

Bei einer Initiativbewerbung wird Initiative von Ihnen erwartet. Also: Informieren Sie sich über Ihr Wunschunternehmen, nehmen Sie kurz Kontakt über ein Telefonat oder eine E-Mail auf und fertigen Sie ein passgenaues Anschreiben und einen Lebenslauf an.

Autorin: Juliana Vilbusch, Platinnetz-Redaktion