Diese und andere Stromfresser lassen sich aber einfach vermeiden. Allein für den Betrieb von Stand-By-Geräten wird in Deutschland jedes Jahr der Strom von zwei großen Kraftwerken benötigt. In Zeiten des Klimawandels und der Finanzkrise ist das weder für die Umwelt, noch für den Geldbeutel zumutbar. Überall im Haushalt lauern - mehr oder weniger versteckt - richtige Stromfresser. Beim Kauf eines Haushaltsgerätes lohnt es sich, auf dessen Energieeffizienzklasse zu achten, die mit Buchstaben ausgewiesen ist. Außerdem lässt sich durch eine effiziente Nutzung von Geräten viel Strom sparen. Doch nun mal konkret: Was können Sie bei sich Zuhause verbessern, um Ihre Stromrechnung zu minimieren?

Stromfresser Geschirrspüler

Bis zu neun Prozent der Jahresstromrechnung werden in einem vier Personen Haushalt allein vom Geschirrspüler verursacht. Dabei muss er im Prinzip kein solcher Stromfresser sein. Wird er effizient eingesetzt, verbraucht er weniger Wasser und weniger Energie, als wenn von Hand gespült wird. Leider ist dies nur selten der Fall. "Effizient" bedeutet im Falle des Geschirrspülers, dass er immer erst eingeschaltet wird, wenn er wirklich komplett voll geladen ist. Außerdem sollte der Spülgang dem Grad der Verschmutzung des Geschirrs angepasst und nicht einfach immer das gleiche Spülprogramm genutzt werden. Der Stromverbrauch lässt sich sogar halbieren, wenn das Gerät an eine Warmwasserleitung angeschlossen wird.

Glühbirnen

Durchschnittlich 10 Prozent der Stromrechnung eines Haushalts kommt durch herkömmliche Glühbirnen zustande. Dieser Posten lässt sich auf ganz einfache Art und Weise reduzieren: Benutzen Sie Energiesparbirnen. Ihr Vorteil liegt nicht nur darin, dass sie nur ein Fünftel des Stroms verbrauchen, den eine normale Glühbirne benötigt, sondern auch darin, dass sie erheblich länger halten. Eine Energiesparbirne spendet bis zu zehn mal länger Licht als die mittlerweile veraltete Glühbirne. Auch wenn die neuen Birnen in der Anschaffung teuerer sind als die Stromfresser, lohnt es sich. Bis zu 80 Prozent des Stromverbrauchs für Ihre Lampen können Sie mit einem Wechsel der Glühbirnen sparen. Zwar werden bis 2012 ohnehin die klassischen Glühbirnen abgeschafft, Strom sparen können Sie aber schon vorher!

Kühl- und Gefrierschrank

Im Gegensatz zu anderen Geräten, können Sie weder Kühl- noch Gefrierschrank einfach mal abschalten. Diese Geräte müssen ständig laufen, damit die Kühlleistung konstant bleibt und gelagerte Lebensmittel nicht verderben. Hilfreich ist es, wenn Sie Kühl- und Gefrierschrank an Standorten mit möglichst niedriger Temperatur aufstellen. Hier ist natürlich nicht gemeint, dass jemand der im Dachgeschoss wohnt, seinen Kühlschrank im Keller aufstellt. Sie können jedoch darauf achten, dass das Gerät nicht direkt neben dem Herd steht oder nicht den größten Teil des Tages direktem Sonnenlicht ausgesetzt ist. Je höher nämlich die Außentemperatur, desto öfter muss sich die strombetriebene Kühlung einschalten, um die Temperatur halten zu können. Außerdem sollten Sie darauf achten, die Türen jeweils nur so lange wie nötig zu öffnen, damit möglichst wenig warme Raumluft in den Innenraum gelangt. Wenn Sie Lebensmittel aus dem Tiefkühler auftauen möchten, sollten Sie sich angewöhnen, dies im Kühlschrank zu tun. Das Auftauen benötigt dabei natürlich mehr Zeit als in wärmerer Umgebung, jedoch wirkt das Tiefkühlgut als Kälteakku für den Kühlschrank. Die Kühlung muss somit seltener aktiviert werden. Vollkommen vermeiden sollte man es, noch warme Speisen in den Kühlschrank zu stellen. Um die Wärme auszugleichen, muss das Gerät eine sehr hohe Kühlleistung erbringen, was enorm viel Strom verbraucht. Lassen Sie übrig gebliebenes Essen also immer erst auf Raumtemperatur abkühlen, bevor Sie es im Kühlschrank aufbewahren.

Stromfresser Elektroherd

Ein Elektroherd gehört zu den größten aller Stromfresser eines Haushaltes. Etwa 15 Prozent des Stromverbrauchs sind ihm anzulasten. Doch auch hier können Sie durch die Beachtung einiger Tipps viel Energie und Geld sparen. Benutzen Sie zum Beispiel zum Kochen die Töpfe, die genau auf eine der Herdplatten passen. Ist der Topf nämlich kleiner als die Platte, verpufft die Hitze und somit die überschüssige Energie ungenutzt. Schnellkochtöpfe sparen sogar 50 bis 60 Prozent an Strom, weil sie die Garzeiten erheblich verringern. Offene Töpfe verbrauchen vier Mal so viel Strom wie Töpfe mit Deckel. Schon ein kleiner Spalt zwischen Topf und Deckel führt zu einem hohen Wärmeverlust. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Böden Ihrer Töpfe und Pfannen nicht verbogen sind. Je weniger ihrer Fläche plan auf der Herdplatte aufliegt, desto mehr Energie geht verloren. Auch das Material der Töpfe kann entscheidend sein: Edelstahl- und Aluminiumtöpfe garen die Speisen wesentlich ökonomischer als Emailletöpfe, die viel Energie abstrahlen. Moderne wärmegedämmte Töpfe verhindern die Wärmeabstrahlung um bis zu 15 Prozent.

Um Energie zu sparen, helfen natürlich vor allem die modernen Geräte, die mit einer hochwertigen Energieeffizienzklasse ausgestattet sind. Aber auch bei der Nutzung lässt sich vieles optimieren. Auf je mehr Dinge Sie achten, desto mehr Strom werden Sie Zuhause sparen können.

Netztipps zum Thema

Mit LEDs kann bei der Beleuchtung von Wohnräumen Geld eingespart werden. Um auch beim Stromverbrauch Geld zu sparen sollte man den Stromanbieter vergleichen und wechseln. Einen Vergleich findet man auf www.energiefalke.de.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion

Datum: 17. Juni 2009