Mehr als Energie sparen

Nun, zunächst können Sie viel Energie sparen: Eine gute Wärmeisolierung des Hauses senkt die Heizkosten, denn es geht weniger Energie über schlecht gedämmte Dächer, Außen- und Innenwände verloren. Außerdem schützt eine Wärmedämmung die Bausubstanz vor Feuchtigkeit und Schimmel und steigert so den Wert Ihrer Immobilie.

Nicht zuletzt birgt eine schlechte Wärmedämmung Gefahren für die Gesundheit: Erkältungen und andere Infekte werden durch Zugluft begünstigt. Feuchter Putz und feuchte Tapeten an kalten Außenwänden führen zu Schimmelpilzbefall, der ebenfalls gesundheitsschädlich sein kann.

Welche Formen der Wärmeisolierung des Dachs gibt es?

Wenn Sie beabsichtigen Ihr Dach sanieren zu lassen, sollten Sie sich auf jeden Fall von einem Fachmann beraten lassen, der Ihr Dach genau inspiziert. Es gibt unterschiedliche Formen der Wärmeisolierung: Bei der  Aufsparrdämmung wird die Dämmschicht direkt auf die Sparren von außen angebracht. Bei der Zwischensparrdämmung wird der Dämmstoff zwischen die Dachsparren gefüllt; die Dämmstoffdicke sollte mindestens 20 cm betragen. Eine Untersparrdämmung ist eine Ergänzung zur vorhandenen Dämmung zwischen den Sparren; hier reicht meist eine Dämmdicke von etwa 50 mm aus.

Welche Materialien eignen sich für eine gute Dachdämmung?

Auch hier empfiehlt sich eine gute Beratung, denn die Auswahl an Materialien ist groß. Neben klassischen Dämmstoffen werden zunehmend auch Naturdämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen eingesetzt, wie Wolle, Flachs, Hanf oder Getreide. Diese werden zum Teil auch bezuschusst. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) stellt im Rahmen des Förderprogramms „Wohnraum Modernisieren“ ein zinsgünstiges Darlehen bereit. Zudem bietet sie mit dem „CO2-Gebäudesanierungsprogramm“ (Darlehen oder Zuschuss) einen weiteren Anreiz, die Dämmung des eigenen Hauses oder der eigenen Wohnung zu verbessern.

Ich will mein Haus von außen dämmen lassen, welche Möglichkeiten gibt es?

Die Außendämmung nehmen Sie aus Kostengründen am besten im Rahmen einer Renovierung oder Sanierung Ihrer Hausfassade vor. Dabei können Sie, falls nötig, auch gleich die Fenster ersetzen. Die Dämmung der Außenfassade hängt ebenfalls von der Art Ihrer bisherigen Fassade ab; Sonderfälle ergeben sich beispielsweise bei Häusern in ländlicher Bauweise, die mit Holzschindeln, Schieferplatten oder Ziegeln verkleidet sind.

Ansonsten gibt es beispielsweise das so genannte Wärmedämmverbundsystem („Thermohaut“). Dabei werden die Dämmstoffplatten direkt auf den Außenputz Ihrer alten Fassade angebracht, darüber wird eine Mörtelschicht aufgebracht, danach wird wieder verputzt. Der Dämmstoff sollte mindestens zwölf Zentimeter dick sein, damit der Traum vom Energiesparhaus wahr werden kann.

Wie kann ich meinen Keller dämmen?


Die Wärmedämmung des Kellers ist ebenfalls sehr wichtig, um Energie zu sparen. Das Verkleben von Dämmplatten aus Mineralwolle- oder Hartschaumplatten auf die Unterseite Ihrer Kellerdecke ist einfach und kostengünstig. Sie können zusätzlich auch an den oberen 50 cm Ihrer Kellerwand Dämmmaterial anbringen. Falls viele Rohrleitungen an Ihrer Kellerdecke verlaufen, können Sie eine abgehängte Decke einziehen und den Hohlraum mit Dämmmaterial füllen. Diese Maßnahmen können Sie als geübter Handwerker gegebenenfalls auch selbst vornehmen.

Netztipps

Bei der Altbausanierung auf die Wärmedämmung achten.


Autor: Dr. Martina Waitz, Platinnetz-Redaktion

Datum: 01. Februar 2009