Allergene sind die Stoffe, die eine Allergie auslösen können. Dabei werden Antigene, die sich gegen eine eigentlich fehlerhafte Immunantwort richten, gebildet. Man kommt jederzeit in der Welt mit den unterschiedlichsten Allergenen in Kontakt, aber gesunde Menschen merken gar nichts davon. Allergiker hingegen bilden aufgrund der Allergene gewisse Antikörper aus. Man könnte meinen, dass Allergene häufig chemische Produkte seien, die dann dem Menschen Probleme bereiten. Stattdessen sind es aber meistens Produkte natürlichen Ursprungs, wie Pollen oder Milch.

Der Kampf gegen die Allergene - Was sind die häufigsten Auslöser?

Weltweit sind Heuschnupfen und Asthma bei Allergien am häufigsten verbreitet. Die Kontaktallergien gegen Duft und Parfumstoffe sind zusätzlich auf dem Vormarsch und betreffen ebenso wie Heuschnupfen immer mehr Menschen. Auffälligerweise nur in den Industrieländern und eher in Städten als in  ländlichen Bereichen. In der dritten Welt gibt es bisher noch gar keine Anzeichen von Heuschnupfen oder Kontaktallergien. Zu dieser Tatsache gibt es einige Theorien, wie zum Beispiel, dass es mit der Ernährung, Stress, Umweltverschmutzung, Überreizung, übertriebener Hygiene oder unzureichend ausgebildeter Immunabwehr zu tun habe.

Man unterscheidet bei Allergenen bisher in: Kontaktallergene (über die Haut und Schleimhäute aufgenommen), Aeroallergene (über die Luft und die Atmung aufgenommen), Nahrungsmittelallergene (durch Nahrungsaufnahme aufgenommen) und die Injektionsallergene (durch Insektenstiche oder Spritzen). Um Allergene und somit Allergien zu behandeln, müsste man viel mehr über die Allergene wissen. Doch vieles ist hier noch unklar. Es wird noch erforscht, welche Faktoren ein Allergen auszeichnen. Zudem gibt es eine riesige Anzahl an Allergenquellen. Für die Hausstauballergie sind beispielsweise allein rund 20 Allergene bekannt.

Die meisten Allergene, die es gibt, lösen Heuschnupfen aus. Hier werden sie über die Atmung und die Schleimhäute aufgenommen. Dasselbe gilt neben Pollen auch für Staub, Tierhaare und Dämpfe. Sogenannte Kontaktallergien werden durch Allergene wie Nickel oder Parfumstoffe ausgelöst. Aber auch viele Allergene tierischen, pflanzlichen oder chemischen Urspungs zählen hier dazu. Ebenso wie Milben, Gräser oder Latex.

Zwei der bekanntesten, aber mit je drei Prozent der Deutschen deutlich unter-repräsentierten, Allergene sind Insektengift durch beispielsweise Bienen- oder Wespenstiche und Latex. Jeweils fünf bis etwa sieben Prozent verteilen sich dann noch auf Arzneimittel, Schimmelpilze, Nahrungsmittel und Nickel. Die Nickelallergie als eine Kontaktallergie ist ebenso besonders bekannt. Häufig entsteht sie durch Schmuckstücke, Gürtelschnallen oder Jeansknöpfe, die Nickel enthalten und dann einen Ausschlag erzeugen, der sich dann als Nickelallergie entpuppt. Je zehn Prozent der Deutschen sind gegen Tierhaare oder gegen die Haustiere der etwas anderen Art, nämlich gegen Hausstaubmilben allergisch. Auf Platz eins der häufigsten Allergene, also allergieauslösenden Stoffe, sind aber nach wie vor die Blütenpollen. Hasel, Erle und Birke als frühblühende Bäume gehören hier zu den häufigsten Allergenen neben Gräser- und Getreidepollen. Diese Allergene lösen bei Kontakt mit den Schleimhäuten eine allergische Sofortreaktion aus und der Betroffene entwickelt die typischen Heuschnupfen-Symptome.

Autorin: Nele Zymek, Platinnetz-Redaktion