Histamin ist ein Naturstoff, der in den Organismen von Menschen und Säugetieren vorkommt. Es hat, neben anderen Funktionen, auch eine wichtige Aufgabe im Immunsystem. Hier ist Histamin an der Abwehr von körperfremden Stoffen beteiligt. In diesem Zusammenhang ist es auch für die typischen Heuschnupfensymptome verantwortlich. Darüber hinaus kann Histamin zu einer Erweiterung der Blutgefäße sowie zu einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur führen.

Die Wirkung von Histamin auf körperfremde Stoffe

Allergieauslöser oder Allergene kommen über die Haut, die Schleimhäute oder den Magendarmtrakt mit dem Körper in Kontakt. Gelangt ein fremder Stoff in den Körper, wird er vom Immunsystem als fremd erkannt. Daraufhin produziert das Immunsystem Antikörper, die den Allergieauslöser wiedererkennen und mit ihm reagieren. Diese Antikörper setzen sich wiederum auf sogenannte Mastzellen. Mastzellen sind Zellen im Immunsystem, die den Botenstoff Histamin gespeichert haben. Gelangt der Allergieauslöser erneut in den Körper, kommt er mit den Mastzellen in Kontakt, die daraufhin das Histamin freisetzen. Dies löst eine allergische Sofortreaktion aus.  

Mittel gegen Allergien, die sogenannten Antihistaminika, schwächen die Wirkung von Histamin ab. Dies geschieht, indem sie die sogenannten Histamin-Rezeptoren blockieren. Durch die Wirkung auf die verschiedenen Rezeptoren kann das Histamin - je nachdem in welchem Organsystem sie sich befinden - unterschiedliche Wirkung haben. Über den H1-Rezeptor des Immunsystems, hat es zum Beispiel die allergieartige Wirkung. Da Histamin auch an der Regulation des Schlaf-Wach-Rhytmus im Zentralnervensystem beteiligt ist, können Antihistaminika Müdigkeit zur Nebenwirkung haben.

Autor: Marcel Exner, Platinnetz-Redaktion