Die häufigste Allergie-Behandlung ist die klassische Allergietherapie der Schulmedizin. Eine sehr einfache Methode ist die Einnahme von Antihistaminika. Die Medikamente in Tablettenform unterdrücken die Allergie-Symptome allerdings nur. Außerdem können sie nur kurzzeitig eingesetzt werden. Bei der Hyposensibilisierung wird hingegen eine Beseitigung der Allergie beabsichtigt. Bei dieser schulmedizinischen Variante der Allergie-Behandlung, werden stark verdünnte Lösungen eines bestimmten Allergens unter die Haut gespritzt. Dabei sollte die Allergie jedoch nicht länger als zwei Jahre bestehen, da in dieser Zeitspanne die besten Heilungstendenzen bestehen.

Alternative Allergie-Behandlung

Es gibt eine Reihe von Alternativen zur Allergie-Behandlung. Zum Beispiel die Akupunktur, wobei diese Art der Therapie nicht bei jedem hilft. Wenn die fernöstliche Nadeltechnik jedoch wirkt, kann die Wirkung ein Jahr lang anhalten, im besten Fall sogar mehrere Heuschnupfensaisons. Experten vermuten, dass Akupunktur das Immunsystem positiv beeinflusst. Es empfiehlt sich, mit dieser Allergie-Behandlung erst zu beginnen, wenn die ersten Symptome auftauchen. Im Regelfall benötigen die Patienten zwischen sechs bis acht Akupunkturbehandlungen, die je eine halbe Stunde andauern.

Eine etwas kostspielige Allergie-Behandlung ist die Schlangengifttherapie, wobei Kassenpatienten zwischen 105 und 155 Euro pro Sitzung zahlen müssen. Bei dieser Behandlung werden dem Patienten geringe Mengen eines bestimmten Schlangengifts gespritzt. Diese Methode wird nicht nur bei Allergien oder Heuschnupfen angewendet, sondern auch gegen Bronchitis, Gelenkbeschwerden und Rheuma eingesetzt. Die Allergie-Behandlung verspricht schnelle Erfolge. Bereits nach drei Sitzungen soll der Patient eine deutliche Besserung der Beschwerden spüren. Da der Behandlungsplan zwischen zehn und zwölf Sitzungen umfasst, ist diese Methode zur Allergie-Behandlung allerdings mit hohen Kosten verbunden.

Neben diesen beiden Alternativen zur Allergie-Behandlung gibt es noch zahlreiche Therapien, wie zum Beispiel die Bioresonanztherapie, die Homöopathie oder die Kinesiologie. Diese alternativmedizinischen Methoden sind allerdings in der Schulmedizin sehr umstritten, da es keine eindeutigen Beweise für Behandlungserfolge gibt.

Autor: Marcel Exner, Platinnetz-Redaktion