Ab wann hat man Übergewicht?

Einen Hinweis auf Übergewicht bietet der Body Mass Index, kurz BMI genannt.  Berechnet wird der BMI folgendermaßen:

BMI

Die Körpermasse m wird in Kilogramm, die Körpergröße l in Metern angegeben. Das Normalgewicht liegt bei einem BMI zwischen 18,5 –bis 25.

Beispielrechnung: Eine Frau ist 60 kg schwer und 1,68m groß. Man berechnet den BMI: 60kg/(1,68x1,68m)=21, das heißt Normalgewicht.

Liegt der BMI unter 18,5, so spricht man von Untergewicht, liegt er über 25, so ist das Normalgewicht überschritten und man kommt in den Bereich des Übergewichts und damit der höheren gesundheitlichen Gefährdung.

Wie aussagekräftig ist der BMI:

Der BMI gibt einen ersten, guten Anhaltspunkt, wo man mit dem eigenen Gewicht steht.  Allerdings gilt es zu beachten, dass der BMI keine Aussage über den Körperfettanteil macht – und der ist es, auf den es letztendlich ankommt.
Es spielt also auch eine große Rolle, was das Gewicht ausmacht: Muskel oder Körperfett  und diese Frage beantwortet der BMI erst einmal nicht.

Nach einer Studie der Ludwig-Maximilians-Universität München ist es aus diesem Grund empfehlenswerter, das Verhältnis zwischen Körpergröße und Bauchumfang (Waist-to-height-ratio) heranzuziehen, wenn es um die Abschätzung gesundheitlicher Risiken geht. Auf diese Weise kann man besser den Anteil am Körpergewicht abschätzen, der auf schädliches  Fettgewebe am Bauch zurückgeht.

Neben dem BMI gibt es also weitere Indikatoren, die zu beachten sind, möchte man testen, ob das eigene Körpergewicht noch im Rahmen ist oder eine gesundheitliche Gefährdung darstellt. Wenn man prüfen möchte, wie gesund man ist oder sich Sorgen um die Gesundheit macht, sollte man sich auf jeden Fall vom Arzt gründlich untersuchen lassen. Dennoch: Den BMI können wir schnell und einfach ausrechnen und er gibt uns einen guten Hinweis, in welchem Bereich wir uns mit unserem Gewicht bewegen.