Anzeichen einer Unterzuckerung

Man kann zwischen Warnzeichen und Mangelzeichen unterscheiden. Bei den ersten Warnzeichen besteht ein kleines Zeitfenster, in dem der Diabetiker gegensteuern kann.

Als Alarmzeichen gelten

  • Schwitzen
  • Heißhunger
  • Herzjagen
  • Unruhe

Mangelzeichen, die bei fortgeschrittener Unterzuckerung auftreten, sind:

  • Unkonzentriertheit
  • Allgemeine Verlangsamung
  • Sprach- und Sehstörung
  • Gereiztheit bis hin zur Aggressivität
  • Schwindel
  • Bewusstseinsstörung
  • schließlich Koma

Wann sich die Symptome bemerkbar machen, variiert nach Krankheitsbild und  -dauer und hängt von der Stoffwechsellage ab. Zudem variiert häufig im Laufe der Erkrankung die Art der bei Unterzuckerung auftretenden Symptome. Sie verlagern sich von den Symptomen des vegetativen Nervensystems auf Symptome, die auf die Mangelversorgung des Gehirns und der Nerven zurückgehen.

Maßnahmen bei Unterzuckerung

Generell ist die Schulung von Diabetikern bezüglich der Medikamentierung und Ernährung natürlich darauf ausgelegt, Unterzuckerung zu vermeiden. Zudem gibt es spezielle Schulungen, die Diabetiker hinsichtlich der Erkennung der Anzeichen einer Unterzuckerung sensibilisieren.

Tritt dennoch eine Unterzuckerung auf und macht sich durch die oben beschriebenen Symptome bemerkbar, sollte man schnellstmöglich handeln. Empfohlen ist die Einnahme schnell verwertbarer Kohlenhydrate. Dazu gehören:

  • Traubenzucker
  • Limonade und zuckerhaltige Cola-Getränke
  • Gummibärchen, Zucker, Honig
  • Obstsäfte
  • Brot, gekochte Kartoffeln, Reis

Ursachenforschung nicht vergessen

Auch bei sorgfältiger Ernährung und Insulineinstellung kann Unterzuckerung vorkommen. Es ist aber immer wichtig sich bei aufgetretenen Unterzuckerungserscheinungen Gedanken über deren Auslöser zu machen.
Neben vergessenen Mahlzeiten kann dahinter eine zu hohe Insulindosis oder auch ein höheres Maß ungewohnter körperlich anstrengender Aktivität oder auch zu viel Alkohol stecken.

Wichtiger Hinweis für Freunde und Angehörige

Für Freunde und Angehörige von Diabetikern, die in einem Fall starker Unterzuckerung mit Ohnmacht anwesend sind, ist es wichtig zu wissen, dass Sie nicht versuchen dürfen, dem bewusstlosen Diabetiker zuckerhaltige Flüssigkeit einzuflößen. Die Gefahr, dass die Flüssigkeit in die Luftröhre des Bewusstlosen gelangt, ist einfach zu groß. Es bestünde Erstickungsgefahr.

In diesem Fall sollte man den Notarzt (112) rufen. Dieser kann durch die Injektion einer Glukoselösung einschreiten.