Auch wenn jährlich eine beträchtliche Anzahl von Diabetes-Betroffenen an den Folgen stirbt, handelt es sich bei Diabetes nicht um eine Krankheit, die ans Bett fesselt, sondern sie findet mitten im Alltag statt und unser Einfluss auf den Ausbruch sowie die Handhabung der Zuckerkrankheit ist nicht zu unterschätzen.

Was genau ist Diabetes?

Der Begriff Diabetes mellitus stammt aus dem Griechischen und heißt wörtlich übersetzt so viel wie hönigsüßer Durchfluss, was bereits eine grobe Vorstellung davon gibt, worum es bei dieser weit verbreiteten Volkskrankheit geht. Diabetiker leiden unter einer Störung des Zuckerstoffwechsels, die ihren Blutzucker ohne Behandlung in alarmierendem Maße ansteigen lässt. Bei einem gesunden Stoffwechsel sorgt das Hormon Insulin für die natürliche Senkung des Blutzuckerspiegels. Bei Diabetikern produziert der Körper jedoch nicht genügend oder gar kein Insulin, so dass Glukose nicht aus dem Blut in die Körperzellen abgeführt werden kann.

Welche Symptome treten bei einer Diabeteserkrankung auf?

Die genauen Ursachen von Diabetes sind bis heute medizinisch nicht erklärbar, aber mittlerweile sind viele Faktoren bekannt, die eine Erkrankung an Diabetes begünstigen und auslösen können. Als klassisches Symptom gilt ein drastisch erhöhter Blutzuckerspiegel, der jedoch nur selten diagnostiziert wird, da die erhöhten Werte nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen müssen. Symptome, die mit Diabetes einhergehen, sind Müdigkeit, ein starkes Schwächegefühl, häufiges Wasserlassen gepaart mit einem erhöhten Durstempfinden, Juckreiz, auffälliger Gewichtverlust, Sehstörungen sowie starke Gemütsschwankungen. Je nachdem, ob es sich bei Diabetes um eine Typ-1- oder Typ-2-Erkrankung handelt, gibt es unterschiedliche Faktoren, die die Krankheit hervorrufen.

Typ-1 und Typ-2

Bei Diabetes unterscheidet man in der Medizin zwischen Typ-1-Diabetes und Typ-2-Diabetes. Menschen, die an Typ-1-Diabetes leiden, sind oft noch sehr jung und in der Regel nicht übergewichtig. Hier sind weniger äußere Faktoren als Auslöser zu sehen als viel mehr eine Autoimmun-Erkrankung. Dies bedeutet nichts anderes als dass das Körperabwehrsystem sich irrtümlicherweise gegen die körpereigenen Zellen richtet und im Falle der Diabetes die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse zerstört, die für die Insulin-Produktion zuständig sind. Am Typ-1 erkranken jedoch nur acht bis zehn Prozent aller Diabetiker.
Wesentlich häufiger handelt es sich bei Diabetikern um Typ-2, der meist mit einem höherem Alter und beträchtlichem Übergewicht korreliert. Aufgrund einer jahrelangen Überproduktion von Insulin zeigen die Zellen Erschöpfungserscheinungen und Fett- sowie Muskelzellen entwickeln eine verminderte Empfindlichkeit für das Hormon Insulin. Die daraus hervorgehende Zuckerstoffwechselstörung macht eine Diabetes-Therapie notwendig. Begleiterscheinungen der Typ-2-Diabetes, an der 90 Prozent aller Diabetiker leiden, sind Bluthochdruck, Übergewicht, Veränderungen des Blutgefäßsystems und ein gestörter Fettstoffwechsel.

Diabetes-Therapie und Alltag

Da es sich bei Diabetes um eine Volkskrankheit handelt, müssen die Betroffenen lernen, damit im Alltag zu leben, denn die Stoffwechselstörung hält ein Leben lang an und muss ständig im Auge behalten werden. Während Typ-1-Diabetiker auf den regelmäßigen Insulineinsatz angewiesen sind, haben Typ-2-Diabetiker auch andere Therapiemöglichkeiten, um die Krankheit in den Griff zu bekommen. Eine ausgewogene Ernährung, angemessene Bewegung und regelmäßiger Sport sowie behutsame Körperpflege sind Aspekte, die einen enormen Einfluss auf das Ausmaß der Typ-2-Diabetes haben. Eins haben Diabetiker beider Typen jedoch gemeinsam: Sie müssen lernen, ihre Therapie selbst durchzuführen und fest in ihren Alltag zu verankern - egal ob in der Freizeit, auf Reisen oder im Büro.

Autor: Daniela Schultheis, Platinnetz-Redaktion