Die Logi Methode ist ein noch recht neues Programm, um Gewicht zu reduzieren und zu halten. Logi steht dabei für „Low Glycemic and Insulinemic Diet“. Das bedeutet, dass sich auf einen niedrigen glykemischen Index konzentriert wird. Konkret bedeutet das: Bei der Logi Methode werden die Kohlenhydrate stark reduziert. Der Blutzucker- und Insulinspiegel wird dadurch bei dieser Diät niedrig gehalten, was Hungergefühlen entgegenwirken kann. Ihren Ursprung hat diese Methode in der Harvard-Universitätsklinik, wo übergewichtige Kinder und Jugendliche untersucht und behandelt werden. Der Ernährungswissenschaftler Nicolai Worm brachte die Methode nach Deutschland und machte sie hier populär. Der entscheidende Faktor bei einer Ernährung nach dem glykämischen Index ist der Blutzuckerspiegel. Wenn dieser zu hoch ist, steigt nämlich der Hunger – und genau das soll verhindert werden. Der Schlüssel ist dabei eine optimale Kombination der Nahrungsmittel. Eine pyramidenförmige Anordnung zeigt dabei, welche Lebensmittel mehr oder weniger konsumiert werden sollten. Die Logi-Pyramide besteht dabei aus vier Stufen. An der Spitze stehen Mehlprodukte, Kartoffeln und Süßwaren. Auf sie sollte nach Möglichkeit ganz verzichtet werden. Vollkornbrot, brauner Reis und Nudeln sind in der Ernährungstabelle recht weit oben, was bedeutet, dass sie nur in kleinen Mengen konsumiert werden sollten. In geringen Mengen sind auch Milchprodukte und Fleisch erlaubt. Fünfmal täglich sollte dagegen Obst und Gemüse verzehrt werden. Demnach sollte man zum Stillen des Hungers eher mehrere kleine Mahlzeiten zu sich nehmen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Rezepten, die nicht den klassischen Diäten entsprechen. Weitere Maßnahmen sind eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme und viel Bewegung, aber das ist natürlich keine neue Idee, die direkt mit der Logi-Methode allein in Verbindung steht.

Die Logi Methode im Vergleich mit anderen Diätkonzepten

Diese Form der Diät konzentriert sich ausschließlich auf die glykämischen Last. Vergleichbar ist die Methode mit der Montignac-Methode, wobei der Unterschied darin liegt, dass sich letztgenannte Diätform auf den glykämischen Index und nicht die glykämische Last bezieht. Auch die Atkins-Diät scheint ein ähnliches Konzept zu verfolgen, weist aber ein paar entscheidende Unterschiede auf: Bei der Atkins-Diät handelt es sich zwar auch um eine kohlenhydratarme Ernährung, allerdings wird bei ihr auf Eiweiß und Fett gesetzt. Demnach kann man so viel Fleisch essen wie man möchte. Dass das längerfristig keine gute (und vor allem keine ausgewogene) Ernährung ist, kann sich wohl jeder denken. Wissenschaftliche Studien kommen zur Zeit noch zu unterschiedlichen Reaktionen, was Wirksamkeit der Logi Methode angeht. So gibt es auch nicht wenige Fachleute, die dieses System der Gewichtsreduktion kritisieren. Wissenschaftliche Studien, die die Wirksamkeit der Logi-Methode belegen, fehlen bis jetzt weitgehend. Vor allem Langzeitstudien sind noch nicht möglich, da die Logi-Methode noch ein recht junges Ernährungskonzept ist. Dennoch ist das Konzept ernährungswissenschaftlich nachvollziehbar und gehört nicht zu den fragwürdigen Diäten, wie beispielsweise die ungesunde Fleischdiät oder Vergleichbares. Allerdings entspricht die Logi Methode auch nicht den genauen Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. In der Kritik steht auch, dass die Cholesterinzufuhr zu hoch sei und zu viel Fett, aber zu wenig Kohlenhydrate aufgenommen würden. Ob die Logi Methode für den Einzelnen ein sinnvolles Programm zur Gewichtsreduktion darstellt, muss man deshalb selbst herausfinden.

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Stevia

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion