Diäten, wohin das Auge reicht! Die Diäten springen einen förmlich an: „Glyx-Diät“, „Ananas-Diät“, „Atkins-Diät“, oder wie sie alle heißen. Sind „Vier Pfund in vier Tagen!“ tatsächlich realistisch? Oder doch nur wieder alles Humbug und Geschäftemacherei?

Neues Jahr, neues Glück, neue Diät?

„Mit Genuss schlank werden und bleiben!“ – so lautet der Slogan eines bekannten Abnehmkonzepts. Obwohl dieser Satz ein Widerspruch in sich ist, haben einige Menschen tatsächlich Erfolg mit der Methode. Was dahinter steckt ist: kollektiv abnehmen, einfaches Erlernen der wichtigsten Regeln und im Supermarkt nach den Produkten mit dem entsprechenden Logo greifen. Aber von alleine funktioniert das auch nicht: Der innere Schweinehund und der Zwang zur Disziplin bleiben.

Steigt die Anzahl der angebotenen Diäten und Strategien scheinbar jedes Jahr um ein Vielfaches an, bleibt die Qualität immer gleich, nämlich schlecht. Das liegt daran, dass populäre Diäten an sich keine echten Innovationen zu bieten haben. Auch wenn das eingesetzte bzw. empfohlene Nahrungsmittel durchaus variiert, so bleibt das Prinzip doch dasselbe: Hungern und einseitige Ernährung.

Der österreichische Verein für Konsumenteninformation beschreibt zwar das Prinzip der „South Beach Diät“ und der „Low Carb Diät“ als kurzfristig wirkungsvoll, rät jedoch davon ab, sich langfristig so zu ernähren. Denn hierbei werden, wie bei der „Atkins-Diät“, Kohlenhydrate vom Speiseplan verbannt und durch Fett ersetzt. Dahinter steht der Gedanke, dass Proteine schneller das Sättigungsgefühl hervorrufen und die Verdauung anregen. Dementsprechend soll man sich zum Beispiel bei der „South Beach Diät“ in den ersten zwei Wochen ausschließlich von Fleisch, Fisch, Geflügel und Eiern ernähren. Für Menschen mit einem erhöhten Cholesterinwert ist das auf keinen Fall zu empfehlen!

Immer wieder dasselbe – der Diät folgt der „Jojo-Effekt“

Diät hin oder her – was nach kurzfristiger Gewichtsabnahme bleibt, ist der immer wiederkehrende „Jojo-Effekt“. Da hat man sich so lange gequält und tatsächlich mal abgenommen, da sind die Kilos auch wieder drauf. Aber warum? Die meisten Diäten bestehen aus einer unausgewogenen Mangel- oder Fehlernährung mit einer reduzierten Kalorienzufuhr. Das signalisiert dem Körper, dass schlechte Zeiten anstehen. Die Folge: Er schaltet einen Gang runter, drosselt den Energieverbrauch und arbeitet schlichtweg effektiver. Der Stoffwechsel läuft auf Sparflamme, der Kalorienverbrauch sinkt.

Isst man nach einer Diät also wieder normal, verwertet der Körper alles, was er kriegen kann. Mehr noch: Er sorgt zusätzlich für zukünftige „schlechte Zeiten“ vor. Es bilden sich Fettreserven – die typische Cellulite entsteht und man nimmt wieder an Gewicht zu. Es folgt eine weitere Diät, der Kreislauf beginnt von vorn. Das Problem: Durch die ständig wechselnde Nahrungszufuhr gerät der Körper mit der Zeit aus seinem natürlichen Gleichgewicht. Der Regulationsmechanismus aus Hunger- und Sättigungsgefühl ist gestört, der Körper kann sein Normalgewicht nicht wieder herstellen.

Die Lösung

Was also hilft tatsächlich? So einfach es klingt: Von allem etwas – und das in Maßen. Diese Strategie hat einige Vorteile gegenüber konventioneller „Blitz-Diäten“. Sie ist günstig, jederzeit in den Alltag integrierbar und mit keinen körperlichen Mangelerscheinungen verbunden. Kompensiert man das „Weniger“ an Essen mit einem „Mehr“ an Bewegung, purzeln garantiert die überflüssigen Pfunde.

Dementsprechend bewertete der Verein für Konsumenteninformation auch die „Ideal Diät“ und die „Gute Laune Diät“ als langfristig effektive und gesunde Abnehmprogramme. Diese Diäten setzen auf eine ausgewogene, aber energiereduzierte Mischkost mit Bewegung – ideal für eine langfristige Ernährungsumstellung. Dem Verein zufolge besteht eine gute Diät aus drei Säulen:

1. Ausgewogenheit bei der Nahrung und Flüssigkeitszufuhr

2. Umstellung der bisherigen Essgewohnheiten

3. Erhöhung des Energieverbrauchs durch Bewegung

Und was hilft noch? Sorgen Sie für Abwechslung in Ihrem Alltag! Durchbrechen Sie die Routine! Nehmen Sie mal einen anderen Weg von der Arbeit nach Hause oder gehen Sie in anderer Richtung durch den Supermarkt. Teilen Sie sich die 300 Gramm Packung Chips in 50 Gramm Portionen und die Tafel Schokolade in Riegel pro Tag ein. Und wenn Sie sich dann noch jeden Tag 30 Minuten körperlich betätigen, haben Sie es tatsächlich geschafft. Egal ob Spazierengehen, Joggen, Fahrradfahren, Schwimmen, Staubsaugen oder Treppensteigen – alles, was Sie nicht im Sitzen oder Liegen machen, ist Bewegung. Animieren Sie Freunde, es Ihnen gleich zu tun. Denn: doppelt hält besser!

Vergleich heißt das A und O - das gilt auch für Diäten. Welche Diäten hinsichtlich der Vorgehensweise, Anwendbarkeit, Wissenschaftlichkeit, Bewegung und Sport sowie der Dauer und Erfolg am besten sind, verraten Ernährungs- und Diätexperten in der Rubrik Diäten im Test. So kann man nicht nur sinnvolle Diäten entdecken sondern auch gefährliche Diäten entlarven.

Autor: Sabine Fischer, Platinnetz-Redaktion