Für das Kochen mit der Mikrowelle sollte man grundsätzlich wissen, dass die Technik der Mikrowelle dafür sorgt, dass elektromagnetische Wellen etwa zwei bis vier Zentimeter ins Innere des Gargutes dringen und dort vor allem die Wassermoleküle der Nahrung erhitzen. Deshalb eignen sich wasserhaltige Lebensmittel besser für die Mikrowelle als trockene.

Die Garmethode ähnelt dabei der des Dampfgarens. Da vor allem bei wasserhaltigen Gemüsesorten keine extra Flüssigkeit zum Garen benötigt wird, bleiben beim Kochen in der Mikrowelle viel mehr Vitamine im Gemüse enthalten als beim gewöhnlichen Kochen, wo viele der Vitamine in das Wasser übergehen.

Die elektromagnetischen Wellen erhitzen das Gargut von außen nach innen und dringen nur etwa vier Zentimeter tief ein. Deshalb ist das Garen eines ganzen Bratens in der Mikrowelle nicht optmial. Besser ist es, die Lebensmittel in gleichgroßen Stücken in der Mikrowelle zu garen. Aus diesem Grund lassen sich zum Beispiel Gemüseaufläufe, Gulasch oder ähnliches perfekt in der Mikrowelle zubereiten. Auch die Watt-Leistung sollte man beim Kochen mit der Mikrowelle beachten. 600 Watt reichen beim Kochen in der Regel aus - zu hohe Watt-Zahlen können dazu führen, dass die Lebensmittel von außen schon trocken, im Inneren aber noch nicht gar sind.

Mikrowellen-Geschirr

Nicht alle Gefäße eignen sich für die Mikrowelle. Metallgefäße sollten in der Mikrowelle zum Beispiel generell nicht genutzt werden. Plastik kann in der Regel verwendet werden, besser ist es jedoch, auf spezielles Mikrowellen-Geschirr auszuweichen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Geschirr mikrowellenfest ist, können Sie dies ganz einfach testen: Stellen Sie das leere Gefäß einfach bei höchster Watt-Stufe für ca. 15 Sekunden in den Mikrowellenherd. Bleibt das Geschirr vollkommen kalt, ist es geeignet - erhitzt es sich, sollten Sie es nicht in der Mikrowelle nutzen.

Decken Sie das Gargut beim Kochen in der Mikrowelle immer ab, verschließen Sie es allerdings nicht luftdicht, da sonst der Wasserdampf nicht entweichen kann. Lebensmittel mit einer Schale (z.B. Tomaten, Würstchen, Kartoffeln) sollten Sie anstechen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass sie platzen.

Da die Mikrowelle die Speisen nicht durch äußere Wärmezufuhr, sondern durch Erhitzen von innen heraus gart, bekommt Fleisch keine knusprige Kruste wie durch das Anbraten. Allerdings gibt es mittlerweile Geräte mit Grill- und Heißluftfunktion. Mit solchen Multitalenten lässt sich selbst Fleisch grillen und insgesamt noch kombinationsreicher kochen.

Hier ein Beispiel für ein tolles Gericht, das mit jeder Mikrowelle schnell und einfach nachgekocht werden kann:

Gulasch mit sahniger Soße (für 4 Personen)

800 g Schweinefleisch
4 Tomaten
2 Paprikaschoten, gelb und/oder rot
4 Frühlingszwiebeln
3 Zwiebeln
300ml Sahne
4 EL Tomatenmark
3 TL gekörnte Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer und Paprikapulver
Öl

Ein mikrowellenfestes Gefäß ölen. Das Schweinefleisch in gleichgroße Würfel schneiden und in der Form verteilen. Mit Paprikapulver, Salz und Pfeffer würzen. Die Form für ca. 15 Minuten in der Mikrowelle garen (bei ca. 600 Watt).

Während der Garzeit das Gemüse klein schneiden. In die Sahne das Tomatenmark und die Gemüsebrühe einrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Soße mit dem Gemüse vermischen.

Das Fleisch nach 15 Minuten aus der Mikrowelle nehmen und das Gemüse unterrühren. Alles zusammen für 15 weitere Minuten weiter garen.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion