Hier nun die gängigsten Ideen und vor allem Antwort auf die Frage: stimmt’s oder nicht?

Aufwärmen: Fitnessmythos oder Pflicht?

Das kommt auf die Sportart an, die Sie ausüben wollen. Die meisten gehen regelmäßig schwimmen, walken oder joggen. Hierbei ist ein Aufwärmen nicht erforderlich, Sie sollten nur darauf achten, langsam zu beginnen.

Anders sieht es aus, wenn Sie Sportarten machen, die schnelle Bewegungen erfordern: Fußball, Tennis etc. Plötzliches Stoppen oder ruckartige Bewegungen sind besonders gefährlich, wenn Ihr Körper nicht aufgewärmt ist.

Training auf nüchternen Magen?

Viele schwören auf ein morgendliches Fitness-Programm vor dem Frühstück. Doch eigentlich ist es wesentlich gesünder, dem Körper erst einmal ein wenig Energie zu zuführen. Natürlich soll dies kein ausgiebiges Frühstück sein, aber essen Sie zum Beispiel eine Banane, bevor es losgeht.

Laufen ist schlecht für Ihre Gelenke?

Dieses Vorurteil verfechten wohl hauptsächlich Fitness-Studio-Besucher, die nichts vom regelmäßigen Joggen halten und sich lieber an Geräten austoben.

Stimmt aber auch nicht: Natürlich ist das Joggen, besonders wenn es um harten Belag geht, eine Belastung für Ihre Gelenke. Doch diese fühlen sich herausgefordert und verbessern in der Folge ihre Funktion:

Der Knorpel wird zum Beispiel besser mit Nährstoffen ausgestattet. Joggen Sie also einfach weiter!

Mindestens 30 Minuten durchhalten, dann wird erst Fett verbrannt?

Auch wenn die optimale Verbrennung erst nach 30 Minuten einsetzt, Sie verbrennen trotzdem schon vorher Fett. Das Argument: Ich habe nur 25 Minuten Zeit, da brauche ich ja gar nicht erst anzufangen, können Sie also aus Ihrem Repertoire streichen.

Nur einmal pro Woche ist nutzlos?

Keiner wird widersprechen, dass drei Mal besser und effektiver sind als nur ein Mal. Aber daraus den Schluss zu ziehen, dass ein Mal gar nichts bringen würde, ist voreilig. Zumindest bringen Sie Ihren Kreislauf und Ihre Muskeln in Schwung.

“Ich schaffe sowieso nur ein einziges Mal diese Woche Sport zu machen, dann lass ich es lieber gleich!“ Auch diese Ausrede ist also passé…

Fitnessmythos Muskelkater? Muss man da durch?

Die Zeiten sind lange vorbei. Früher dachte man, die Wiederholung der gleichen Bewegung würde den Muskelkater beenden. Heute weiß man jedoch, dass winzige Muskelfaser-Risse die Ursache von Muskelkater sind. Wenn überhaupt dürfen Sie jetzt Schwimmen oder Walken, das regt die Durchblutung an. Aber die Bewegung, die den Muskelkater verursacht hat, sollten Sie erst einmal vermeiden.

Viel hilft viel?

Nehmen Sie sich nicht unerreichbare Ziele vor! Auch wenn mancher noch so hartnäckig trainiert, er wird nicht automatisch eines Tages einen makellosen, athletischen Körper haben. Wenn wir uns vor Augen führen, dass über die Hälfte unseres Körperbaus genetische Ursachen hat, wird klar: Nicht jeder kann sich einen Körper antrainieren, der ein optimales Verhältnis von Muskeln und Fett hat. Setzt man sich dagegen erreichbare Ziele, ist die Motivation, auch wirklich dran zu bleiben, größer.

Viel Schweiß und die Kilos purzeln?

Das Schwitzen spricht zwar dafür, dass man seinen Körper herausfordert, aber in erster Linie verliert man dabei Wasser. Wichtig ist es dann viel zu trinken, um vor allem die Mineralien zu ersetzen.

Fazit

Am besten ist es, auf seinen Körper zu hören und Warnsignale ernst zu nehmen. Dann kann das ausgewogene Fitnessprogramm auch schon losgehen!

Autorin: Dorothee Ragg, Platinnetz-Redaktion