Was verbirgt sich also hinter dem Begriff Pilates?

Bei dieser Trainingsmethode steht nicht nur der Körper sondern auch der Geist im Fokus. Pilates leitet sich vom Namen des Erfinders ab: Joseph H. Pilates. Er entwickelte schon in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts Übungen, um das Körpergefühl zu verbessern. Joseph H. Pilates war in Deutschland als sehr kränkliches Kind aufgewachsen. Um seine eigene Fitness zu verbessern, begann er sehr früh damit, eigene Ideen für ein effektives Training zu entwickeln. Diese Ideen arbeitete er nach seiner Auswanderung in die USA weiter aus. Er ließ sich unter anderem von östlichen Philosophien wie zum Beispiel Yoga und Zen-Meditation inspirieren.

Pilates und seine Philosphie

Pilates ist - anders als manch übliches Fitness-Studio-Programm - nicht an der Quantität sondern mehr an der Qualität einzelner Übungen interessiert. Hierzu werden einzelne Muskeln oder auch Muskelgruppen zum Beispiel durch Dehnung aktiviert und wieder entspannt. Währenddessen wird verstärktes Augenmerk auf die Atmung gerichtet. Die Übungen sind so strukturiert, dass für jeden etwas dabei ist: Sowohl für den kaum trainierten Menschen, als auch für den geübten Sportler. Die Art der Übungen (Langsamkeit und Intensität) könnten aber gerade für den sportlichen Neu-Einsteiger genau das Richtige sein. Eine große Rolle bei den Pilates-Übungen spielt das sogenannte: Powerhouse. Hierbei handelt es sich um die Körpermitte und speziell die Tiefenmuskulatur in Becken und Taille. Die positive Prognose lautet: Regelmäßiges Pilates-Training bewirkt eine Zunahme an Beweglichkeit und sowohl Taille als auch Hüfte werden schlanker. Ob es tatsächlich soweit geht, wie einige Anbieter versprechen, dass Menschen, die Pilates betreiben größer und aufrechter wirken? Das muss wohl jeder für sich herausfinden…

Aller Anfang muss bei Pilates nicht schwer sein!

Wer lieber erstmal in Ruhe für sich schauen möchte, kann das ruhig tun.

Im Buchhandel gibt es diverse Einführungsbücher mit integrierten Übungen. Da das Verletzungsrisiko gering ist, kann man sich also ruhig alleine an erste Übungen zum Schnuppern heranwagen. Wer allerdings auf der sicheren Seite sein möchte, sucht besser ein Kursangebot heraus und lässt sich vom ersten Schritt an professionell betreuen. Angebote lassen sich leicht finden, in größeren Städten gibt es sogar eigene Pilates-Studios, aber auch in Fitness-Studios oder etwa in Volkshochschulen entdeckt man sicher etwas. Zum perfekten Training gehören diverse Bälle, Bänder und später auch Wippen und Balancerollen.

Damit Sie den richtigen Pilates-Trainer finden, hier eine Checkliste:

  • Bevor das Training losgeht, sollten Ihnen die Prinzipien des Pilates erläutert werden.
  • Ihre persönlichen Ziele aber auch Ihre körperlichen Schwächen werden besprochen.
  • Es wird nicht Fach-Chinesisch gesprochen, sondern alles ist auch für Sie als Einsteiger klar verständlich.
  • Erste Wirkungen des Trainings sollten Sie schon von Beginn an feststellen.

Wenn Sie dann wirklich über längere Zeit dran bleiben, verändert sich wahrscheinlich Ihre gesamte Körperhaltung. Zudem gibt es ein verbessertes Körpergefühl, das zu größerem Selbstbewusstsein beiträgt. Außerdem kann das Training des Beckenbodens als kleiner Nebeneffekt zu einem Mehr an erotischer Ausdauer und Erlebnisvielfalt führen.

Autorin: Dorothee Ragg, Platinnetz-Redaktion