Gerade Menschen mit ein paar Pfund zu viel auf den Hüften, denken oft, Tanzen sei nur etwas für die Schlanken. Sie haben vielleicht die Vorstellung von eleganten, sportlichen und schlanken Tänzern im Kopf, die praktisch über die Tanzfläche schweben. Davon sollte man sich jedoch lösen, denn Tanzen ist eine der wenigen Sportarten, die wirklich für jeden Typen und für jede Figur das richtige Programm bietet. Während Jüngere vielleicht mehr mit Break Dance oder Hip Hop anfangen können, macht anderen gerade der Standardtanz besonderen Spaß.

Fit durch Tanzen

Wer Tanzen als Fitnessprogramm nutzen möchte, der sollte es auch dementsprechend intensiv, sprich regelmäßig betreiben. Zwei bis drei Mal die Woche sollte man also schon intensiv Tanzen, damit ein positiver Effekt für die Fitness zu spüren ist. Das Angenehme beim Tanzen: Es macht richtig Spaß! Deshalb ist das Tanzen gerade für Sportmuffel eine tolle Alternative zum Joggen oder zum Fitnessstudio. Denn hier schuftet man nicht alleine vor sich hin, sondern tanzt als Paar oder in der Gruppe. Auch die Musik tut ihr Übriges, um für gute Stimmung zu sorgen, denn jeder kann einen Tanzkurs in dem Musikstil belegen, der einem besonders gut gefällt.

Als Anfänger dauert es zwar ein bisschen, in die richtigen Bewegungsabläufe zu finden und die Schritte zu erlernen - doch hat man die erst mal verinnerlicht, kann man sich auf der Tanzfläche richtig austoben. Denn wer meint, dass Tanzen eine locker-leichte und elegante Angelegenheit ist, der liegt damit nicht ganz richtig: Gekonntes Tanzen ist sehr viel anstrengender als es aussieht. Beim Tanzen kommt man ins Schwitzen und das sorgt nicht nur dafür, dass etwaige Fettpölsterchen dahin schmelzen, sondern auch, dass Kondition und Fitness trainiert werden. Doch auch beim Tanzen sollte man aufpassen, sich nicht zu überanstrengen. Das kann gerade bei mitreißender Musik schnell passieren. Aber gerade Anfänger brauchen ein bisschen Zeit und Übung, die Bewegungsabläufe korrekt durchführen zu können und sollten deshalb auf ihre persönlichen Grenzen achten - in einem Tanzkurs für Einsteiger ist man als Anfänger sehr gut aufgehoben.

Warum ist Tanzen so gesund?

Tanzen ist aus mehreren Gründen gesünder als andere Sportarten. Ein sehr positiver Effekt beim Tanzen ist, dass der gesamte Körper in Anspruch genommen wird. Durch die beim Tanzen nötige Körperhaltung und Körperspannung und die verschiedenen Bewegungsabläufe werden nahezu alle Muskeln bewegt. Hinzu kommt, dass beim "normalen" Hobby-Tanzen ein geringes Verletzungsrisiko besteht, da die meisten Bewegungsmuster gelenkschonend und natürlich sind.

Die Musik und die schwungvollen Bewegungen beim Tanzen sorgen dafür, dass der Spaßfaktor bei diesem Fitnesstraining besonders hoch ist. So hat etwa eine Studie der Uni Tübingen belegt, dass bei den wiederholten schwungvollen Bewegungen der Serotoningehalt im Blut ansteigt. Serotonin ist das Glückshormon, dass Stresshormone abbaut und insgesamt für eine gute und positive Stimmung sorgt. Das wiederum wirkt sich auch enorm günstig auf das gesamte Immunsystem aus.

Tanzen sorgt außerdem nicht nur für die körperliche, sondern auch für die geistige Fitness. Das Erlernen der Schrittfolgen, die vom Gehirn verarbeitet an den Körper weitergegeben werden, wirken ähnlich wie Gehirnjogging. Denn beim Tanzen ist nicht nur Fitness gefragt - auch Balance, Rhythmusgefühl und Koordination werden geschult. Und auch die soziale Komponente spielt beim Tanzen eine Rolle. Sowohl beim Standardtanz als auch beim Tanzen einer Choreographie in der Gruppe sind Aufmerksamkeit, Anpassung und Rücksichtnahme gefragt. So schnitten etwa Menschen, die schon lange tanzen, bei Tests für Aufmerksamkeit und intellektuelle Fähigkeiten besser ab als andere.

Wer meint, dass Tanzen für ihn genau das Richtige sein, sollte dennoch zunächst an einem Schnupperkurs oder einem kostenlosen Tanzkurs zur Probe teilnehmen. Denn nicht jedem macht das Tanzen gleich viel Spaß - außerdem sollte man zunächst für sich herausfinden, welche Tanzart einem am meisten Spaß macht, damit man dann den entsprechenden Tanzkurs belegen kann.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion