Inlineskaten wird als abwechslungsreiche Sportart von allen Altersgruppen geschätzt. Eine Umfrage hat ergeben, dass über ein Drittel der Inlineskater aus sportlichen Ambitionen in die Schuhe steigt. Dass Inlineskaten dem gesamten Herz-Kreislaufsystem gut tut, wurde von Sportmedizinern längst belegt. Zudem werden durch die harmonisch gleitenden Bewegungsabläufe beim Inlineskaten die Gelenke geschont, die Muskeln und das Gewebe gestrafft und Kraft, Ausdauer sowie Koordination trainiert.

Inlineskaten - die Ausrüstung

Je nachdem wie und wo Sie mit Ihren Inlineskates fahren möchten, sollten Sie auf bestimmte Beschaffenheiten der Schuhe achten. So gibt es zum Beispiel eine Kombination aus Hartschale mit Innenschuh, die sich eher zum Sport-Skaten eignet, und nur Weichschuh-Modelle, die von den Freizeit-Skatern bevorzugt werden. Sind Sie ein Hobby-Skater wird Ihnen auch ein Verschlusssystem mit Schnürsenkeln reichen, während ein Sport-Skater der höheren Stabilität wegen lieber zum Schnallen-Verschluss greifen sollte. Auch bei den Rollen kann der Hobby-Skater getrost größere und weichere Varianten bevorzugen. Die sind zwar langsamer als die kleineren Sport-Rollen, jedoch auch sehr viel komfortabler, weil Sie kleinere Erschütterungen besser abfedern.

Gerade Anfänger sollten sich eine komplette Schutzausrüstung zulegen. Sie besteht aus Helm, Handgelenkprotektoren, sowie Knie- und Ellenbogenschützern. Hier sollten Sie beim Kauf unbedingt auf das "TÜV-Siegel" auf den verschiedenen Produkten achten, da die Protektoren starke Qualitätsunterschiede aufweisen.

Fit durch Inlineskaten

Untersuchungen haben ergeben, dass Sie Ihre Ausdauer durch regelmäßiges Inlineskaten erheblich steigern können. Gerade Menschen mit einer niedrigen Ausdauer-Leistung können diese beim Inlineskaten besser aufbauen als zum Beispiel beim Joggen. Beim Skaten können sich untrainierte Personen mit 50 bis 70 Prozent der maximalen Leistungsfähigkeit bei geringen Laktatwerten belasten. Das bedeutet, dass sie eine relativ hohe Leistung bringen können, bevor ihnen die Puste ausgeht. Beim Joggen ist die Leistungsfähigkeitvon Menschen mit der gleichen schwachen Ausdauer viel geringer. Auch trainierte Sportler können ihre Ausdauer noch verbessern, dann mit ähnlicher Effektivität wie beim Laufen.

Gefahren

Inlineskaten beinhaltet eine hohe Sturz- und deshalb Verletzungsgefahr. Bei Geschwindigkeiten zwischen 20 und 30 km/h werden Zusammenstöße mit Gegenständen, Fußgängern, Autos oder Fahrradfahrern zu einer echten Gefahr. Hinzu kommt, dass die verschiedenen Techniken ein schnelles Bremsen oft nicht zulassen, vorausgesetzt man beherrscht das Bremsen überhaupt. Umfragen zufolge bringt nämlich etwa ein Viertel der Skater keinen kontrollierten Bremsvorgang zustande. Dem entsprechend hoch ist die Sturzquote, weshalb die Schutzausrüstung so eine wichtige Rolle spielt. Kommt es erst einmal zum Sturz, zeigen die Zahlen, dass Skater mit weniger als einem Monat Erfahrung mehr als doppelt so oft mit einem Knochenbruch ins Krankenhaus mussten als erfahrenere Skater.

Wo Sie fahren dürfen

Mit Inlineskates erreichen Sie je nach Fahrkönnen und Gelände teilweise sehr hohe Geschwindigkeiten. Deshalb ärgern sich viele Freizeit-Skater immer wieder über die Straßenverkehrsordnung, die bestimmt, wo Inlineskater fahren dürfen und wo nicht. Da Inlineskates verkehrsrechtlich als Spielzeug eingestuft werden, haben sie auf öffentlichen Fahrbahnen, Seitenstreifen und Radwegen nichts zu suchen. Als Inlineskater müssen Sie auf dem Gehweg fahren. Anfang April 2009 wurde einer Verordnung zugestimmt, die die Fahrbahn auf kurzen Strecken in Tempo-30-Zonen auch für Skater zugänglich macht. Doch auch diese neue Regelung gilt nur, wenn der Gehweg nicht befahrbar ist. Da das Inlineskaten auf Gehwegen jedoch selbst in gemäßigtem Tempo so gut wie unmöglich ist, weichen die Meisten trotz aller Verbote immer wieder auf die Straße aus, womit sie nicht nur sich, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Der Deutsche Inline-Skate Verband (DIV) bemüht sich um Kooperation mit den zuständigen Behörden, um möglichst schnell weitere Flächen für Inlineskater zu schaffen.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion