Nachdem Perez die neue Tanz-Form in die Vereinigten Staaten brachte, ließ er 2001 den Markennamen registrieren.

Das Wesen von Zumba

Perez verwendet klassische Elemente der lateinamerikanischen Tanzmusik, aber auch moderne Musikstile. Insgesamt verwendet er Teile folgender Stile: Mambo, Tango, Cha-Cha-Cha, Samba, Soca, Salsa, Flamenco, Merengue, aber auch Hip-Hop und Bauchtanz. Es gibt jedoch keine standardisierten Bewegungen, einen durchgehenden Stil oder Rhythmus wie beim Aerobic. Jeder ursprüngliche Tanzstil hat seinen eigenen Charakter, und passend zu diesem kreierte Perez eine individuelle Choreografie, die dann mit Aerobic-Elementen wie Ausfallschritten, Kniebeugen und klassischen Aufwärmübungen verbunden werden. Diese Kombination steigert den Belastungsgrad und damit die Fettverbrennung.

Wie funktioniert es?

Der Kursleiter tanzt zunächst bestimmte Schrittfolgen vor, die dann von den Teilnehmern nachgetanzt werden. Da die Schritte meist leicht zu lernen sind, ist Zumba die optimale Fitness für Ältere, vor allem die, die jenseits der 50 sind. Perfektion ist nicht wichtig, der Spaß an der kreativen Bewegung und an der Musik steht im Vordergrund. Jeder Teilnehmer soll seinem inneren rhythmischen Empfinden folgen und die Bewegungen zunehmend der vorgetanzten Choreografie anpassen. Maßgebend sind hier die eigenen Ansprüche an sich selbst und was man erreichen will.

Welchen Effekt hat es?

Hervorzuheben ist, dass der gesamte Körper trainiert wird, alle Muskelgruppen kommen zum Einsatz. Mit der Zuhilfenahme von leichten Hanteln, so genannten Toning-Sticks, kann man den Effekt und die Verbrennung der Kalorien noch steigern. Zudem unterteilen sich die Choreographien in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, abhängig vom verwendeten Tanzstil. Meist werden je nach Tanzstil mehrere Choreografien hintereinander getanzt, die in einzelne zeitliche Abschnitte aufgeteilt werden, die üblicherweise rund zehn Minuten dauern. Es erfolgt also relativ schnell ein Wechsel von einem Tanzstil in den nächsten, sodass keine Langeweile aufkommt. Da der gesamte Körper trainiert wird, kommt man schnell ins Schwitzen. Je nach getanzter Variante können Teilnehmer 400 bis 600 Kalorien pro Stunde verbrennen. Zum Abnehmen ist diese Fitness-Form also gut geeignet. Darüber hinaus trainiert es Kraft und Ausdauer sowie das Herz-Kreislaufsystem.

Für wen ist es geeignet?

Perez entwickelte außerdem spezialisierte Programme für unterschiedliche Zielgruppen. Es gibt beispielsweise ein angepasstes Aquafitnesstraining. Das „Toning“ wiederum kombiniert Ausdauertraining, Krafttraining und Körperformungsübungen. „Tomic“ wurde für Kinder entwickelt und die „Gold“-Variante ist die Fitness für Ältere, wo es ein wenig gemütlicher zugeht. „In the Circuit“ dagegen ist ein halbstündiges Kurztraining, das vor allem Berufstätigen zugute kommt, die wenig Zeit haben. Anfänger, die unter Gelenkbeschwerden, Asthma oder Herzproblemen leiden, sollten allerdings bei starken Belastungen vorsichtig sein oder vorher einen Arzt konsultieren.

Wer bietet es an?

Viele Fitnessstudios bieten mittlerweile entsprechende Kurse an, in guten Studios sind diese sogar auf die jeweilige Zielgruppe spezialisiert. Auch im Internet gibt es Portale, die entsprechende Videos gegen Gebühr abspielen lassen. Zusätzlich sind zahlreiche DVDs im Angebot, sodass sich jeder Teilnehmer sein ganz persönliches "Tanzstudio" zuhause einrichten kann.