Der Begriff "Alternative Heilmethoden" ist eine sehr ungenaue Sammelbezeichnung, mit der unterschiedlichste Methoden zusammenfasst werden, die alle nicht in den Bereich der klassischen Medizin fallen. Das Spektrum ist entsprechend groß: Während Massagetechniken und Physiotherapie oder auch einige fernöstliche Methoden wie Akupunktur recht angesehen sind, ist beispielsweise die heilende Wirkung homöopathischer Praktiken nach wie vor umstritten. Ein Hauptkritikpunkt der Schulmediziner ist nach wie vor die Gefahr einer Krankheitsverschlimmerung bei nicht rechtzeitigem Aufsuchen eines Arztes. Ganz unberechtigt sind die Vorwürfe nicht, vor allem wenn man bedenkt, dass es für alternative Heilmethoden keine verbindlichen Prüfungen und Auszeichnungen gibt, wie das im Gegensatz dazu in der Medizin der Fall ist.

Unterstützung und Vorbeugung durch alternative Heilmethoden

Dennoch gibt es auch gute Gründe, alternative Heilmethoden und die alternative Medizin generell als nützlich zu betrachten. Eine rein naturwissenschaftliche Sichtweise kann den Menschen in seiner Komplexität nicht erfassen. Die alternative Medizin sollte im Idealfall als zusätzliches Angebot betrachtet werden, dass neben klassischen Behandlungsmethoden durchaus bestehen kann. Gerade wenn die Schulmedizin keine Lösung findet, sollten alternative Heilmethoden zumindest eine Überlegung wert sein. Die Zunahme psychosomatischer Erkrankungen beispielsweise wird heutzutage von niemandem mehr bestritten. Gerade mit dieser Grauzone zwischen Geist und Körper hat die Schulmedizin entscheidende Probleme: Entweder werden Probleme überhaupt nicht wahrgenommen oder aber die Reaktion ist zu extrem und führt zu keiner Genesung. Nicht alles, was den Menschen krank macht, kann mit verschreibungspflichtigen Tabletten kuriert werden. Dennoch sollte man die alternative Medizin als Ergänzung, nicht als Ersatz von klassischen Behandlungsmethoden betrachten.

Autor: Edgar Naporra, Platinnetz-Redaktion