Eine Gehirnentzündung tritt häufig zusammen mit einer Meningitis, einer Entzündung der Hirnhäute, auf. Man spricht dann von einer Meningo-Enzephalitis. Eine Gehirnentzündung ist fast immer die Folge einer viralen Infektion. Diese kann sehr unterschiedlicher Natur sein. So kann eine Gehirnentzündung zum Beispiel im Rahmen einer Masernerkrankung, im Zuge einer Herpesinfektion, zusammen mit einer Grippe oder auch im Kontext mit dem durch einen Zeckenbiss übertragenen FSME-Virus entstehen.

Wie erkennt man eine Gehirnentzündung?

Eine leichte Gehirnentzündung hat oft die gleichen Symptome wie eine Grippe und wird daher oft gar nicht erkannt. Häufig bleibt es dann bei allgmeinen Erkrankungsanzeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit und Abgeschlagenheit. Bei einem schweren Verlauf der Gehirnentzündung kommt es hingegen zu spezifischeren Symptomen. Dazu gehören beispielsweise Bewusstseinsstörungen, Konzentrationsschwächen, Orientierungslosigkeit, Erbrechen, Lähmungen, Schmerzen in Nacken und Rücken sowie epileptische Anfälle und Sprachstörungen.

Wie wird eine Gehirnentzündung behandelt?

Die Behandlung einer Gehirnentzündung richtet sich nach dem jeweiligen Erreger. Je nachdem, ob die Enzephalitis durch Bakterien oder Viren ausgelöst wurde, kann sie mit Antobiotika oder Virostatika behandelt werden. Patienten mit einer akuten Gehirnentzündung sollten unbedingt im Krankenhaus untersucht und beobachtet werden, damit eventuelle Komplikationen schnell unterbunden werden können. Um die Bildung von Blutgerinnseln zu vermeiden, werden bei der Behandlung außerdem Medikamente zur Blutverdünnung gereicht sowie antiepileptische Mittel gegen möglicherweise auftretende Krampfanfälle.

Gehirnentzündung: Wie vorbeugen?

Gegen viele Erreger, die eine Gehirnentzündung hervorrufen können, gibt es wirksame und flächendeckende Schutzimpfungen wie beispielsweise gegen Influenza, Masern, Mumps und FSME. Außerdem können Immunglobuline helfen, eine Gehirnentzündung zu bekämpfen. Die speziellen Abwehreiweiße wirken auch noch nach der Exposition, das heißt nachdem der Körper dem Erreger schon ausgesetzt war - allerdings je früher desto besser.