Diesen Wunsch kann man sich mit Hilfe einer Versandapotheke im Internet erfüllen. Nach nur wenigen Klicks und mit ein bisschen Wartezeit werden die bestellten Medikamente dann vielleicht schon am nächsten Tag vom Briefträger gebracht. Doch wo liegen die Nachteile und wie kann man den Anbietern vertrauen?

Die Vorteile einer Apotheke im Internet

Die Vorteile liegen auf der Hand. Wer sich ohne großen Aufwand einen neuen Vorrat an Kopfschmerztabletten zulegen möchte, der kann sich den Fußweg zur Apotheke sparen und bei einer Versandapotheke im Internet mit ein paar Klicks bestellen. Je nach Anbieter können die Medikamente dann schon am nächsten Tag oder 48 Stunden später im Briefkasten landen, so lauten zumindest die Ankündigungen der Versandapotheken. Wer es also mit der Medizin nicht allzu eilig hat, für den kann eine Bestellung sehr bequem sein. Und es gibt weitere Vorteile. Nicht selten hat eine Versandapotheke ein weit größeres Sortiment als die Apotheke um die Ecke und somit zum Beispiel seltenere homöopathische Mittel auf Lager, die man bei einer kleineren Apotheke ebenfalls erst bestellen muss. Außerdem gibt es gerade wenn man übers Internet bestellt, einige Möglichkeiten kräftig zu sparen, denn Versandapotheken bieten oft Rabatte und Bestellprämien an. Denn im Kampf um die Vorherrschaft im Medikamentensektor fallen kräftig Preise – der Konsument kann davon profitieren. Auch wer diskret Medikamente kaufen will, wird die Vorteile einer Versandapotheke zu schätzen wissen.

Wie bestellt man in einer Apotheke im Internet?

Über das Internet bestellen, das klingt praktisch. Wer genau weiß, was er kaufen möchte und nur rezeptfreie Medikamente bestellen will, der hat es mit einer Versandapotheke einfach. Auf der Webseite sucht man sich im riesigen Sortiment die richtigen Produkte aus, kann direkt bestellen, bequem bezahlen und bekommt alles blitzschnell mit der Post geliefert. Doch sobald man rezeptpflichtige Medikamente bestellen möchte, wird es schwieriger. Denn das Originalrezept muss auch bei einer Versandapotheke handschriftlich vorliegen, das man per Post an den Anbieter schicken muss. Außerdem empfehlen viele Versandapotheken, in diesen Fällen ein Bestellformular auszudrucken und die gewünschten Medikamente von Hand einzutragen. Wer also rezeptpflichtige Medikamente kauft, für den wird der Bestellvorgang gleich komplizierter und dahin ist es mit dem Vorteil, mit nur wenigen Klicks bestellen zu können.

Kann man den Anbietern vertrauen?

Ein weiterer Grund, den Versandapotheken misstrauisch gegenüber zu stehen, ist die Sicherheit. Denn leider ist das Internet auch eine Plattform für Betrüger, die Angst vor ungeprüften Medikamenten aus dem Ausland schreckt viele Kunden ab. Doch hier gibt es Abhilfe. Bei den Versandapotheken haben sich einige wenige große Marken etabliert, denen man vertrauen kann. Doch auch immer mehr kleinere Anbieter verkaufen über das Internet Medikamente. Damit man auch bei diesen Apotheken beruhigt einkaufen kann, gibt es in Deutschland einige Regelungen. So darf eine Versandapotheke beispielsweise nicht von jedermann betrieben werden, sondern braucht im Hintergrund eine richtige Apotheke, die genauso den gesetzlichen Regeln und Pflichten unterliegt wie die normale Apotheke um die Ecke. Als weiteres Sicherheitsmerkmal wurde vom Bundesministerium für Gesundheit ein Versandapothekenregister ins Leben gerufen, das man im Internet abrufen kann. Jede Versandapotheke, die in diesem Register auftaucht, ist gesetzlich zugelassen, muss dafür Auflagen erfüllen und gilt als sicher. Über 2200 Anbieter sind das derzeit in Deutschland. Diese hohe Zahl erklärt sich so, dass viele Apotheken neben ihrem normalen Betrieb einen Medikamentenversand anbieten. Vielleicht bietet also auch die Apotheke Ihres Vertrauens einen Medikamentenversand an und Sie können sich lästige Umwege zur Apotheke ersparen und einfach online bestellen.

Die Nachteile gegenüber einer normalen Apotheke

„Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ - Wer Medikamente über das Internet bestellt, dem bleibt nur noch der Arzt als Ansprechpartner, denn beim Bestellen in einer Apotheke im Internet muss manauf fachkundige Beratung beim Medikamentenkauf verzichten. Für viele Kunden ein entscheidender Nachteil. Allerdings reagieren die Anbieter auf die Kritik und schalten zum Teil sogar kostenlose Info-Hotlines, über die man sich ebenfalls beraten lassen kann.

Medizin im Internet zu kaufen und sich nach Hause liefern zu lassen, kann also sehr praktisch und unkompliziert sein. Wer sich seine Hausapotheke auffüllen oder diskret Medizin kaufen will, für den kann es sich lohnen, bei einer Apotheke über das Internet zu bestellen. Wer aber rezeptpflichtige Medikamente kaufen möchte, die Medizin dringend braucht oder sich eine Beratung wünscht, steht schnell vor einigen Komplikationen. Ganz so einfach ist der Einkauf von Medikamenten über das Internet dann nicht mehr.

Autorin: Julia Heilig, Platinnetz-Redaktion