Eine Erkältung oder Grippe wird durch Viren ausgelöst. Und die fängt man sich nicht einfach aus der kalten Luft ein, sondern durch Ansteckung durch andere Menschen. Wenn in Bus und Bahn wieder ordentlich geschnieft wird, sollte man also ein paar einfache Regeln beachten, um einer Erkältung zu entgehen.

Ansteckungen vermeiden

1. Körperkontakt vermeiden: Vermeiden Sie Körperkontakt zu bereits erkälteten Menschen. Leichte Berührungen oder Händeschütteln reichen aus, um Viren zu übertragen. Übrigens: Küssen ist auch mit Erkältung erlaubt. Denn die Viren im Speichel des Erkälteten gelangen lediglich in den Magen des Kuss-Partners und werden dort von der Magensäure unschädlich gemacht.
2. Hände waschen: Erkältungsviren halten sich über einen langen Zeitraum auf allen möglichen Gegenständen. So sind gerade in der Grippe-Zeit Türgriffe, Haltegriffe oder Tastaturen potentielle Ansteckungs-Gefahren. Achten Sie also unbedingt darauf, dass Sie sich nach dem Kontakt mit Türklinken oder Haltegriffen in öffentlichen Verkehrsmitteln solange nicht in das Gesicht fassen, bis Sie sich die Hände waschen konnten.
3. Keine Menschenmengen: Niesen und Husten im dichten Gedränge birgt ein hohes Ansteckungspotential. Denn die Erkältungs-Viren verbreiten sich auch durch die Luft, so dass ein voller Bus zur Erkältungs-Falle werden kann. Auch wenn Sie es nicht merken, aber “angeniest” werden Sie schneller als Sie denken.

Immunsystem stärken

1. Schleimhäute nicht austrocknen lassen: Die Schleimhäute in Rachen und Nase spielen bei grippalen Effekten eine entscheidende Rolle, denn ihr feuchtes Klima lässt Viren nur geringe Chance, sich anzusiedeln. Gerade die kalte Jahreszeit verbringen wir jedoch vorwiegend in geschlossenen und geheizten Räumen. Heizungsluft trocknet die Schleimhäute aus und macht sie so angreifbar für Erkältungs-Viren. Um ein Austrocknen der Schleimhäute zu verhindern, sollten Sie mehrere Maßnahmen ergreifen. Zum einen sollten Sie öfters mal lüften - und zwar stoßlüften. Hilfreich ist außerdem, wenn Sie die Zimmerluft befeuchten. Dies erreichen Sie mithilfe eines Luftbefeuchters oder Sie legen einfach feuchte Tücher auf die Heizung. Wichtig außerdem: Trinken, trinken, trinken. 1,5 Liter Wasser, Saftschorlen oder Tee sollten es mindestens sein.
2. Fußbäder wirken Wunder: Kalte Füße schwächen die Immunabwehr enorm, da sie für eine schlechte Durchblutung der oberen Schleimhäute sorgen. Und das macht anfällig für Erkältungs-Krankheiten. Versuchen Sie kalte Füße also generell zu vermeiden, indem Sie sich warm anziehen und Matsch und Nässe aus dem Weg gehen. Haben sich Ihre Füße trotzdem mal in Eiszapfen verwandelt, wirkt ein heißes Fußbad wunder. Es wärmt und kurbelt die Durchblutung wieder richtig an. 15 Minuten Fußbad reichen aus.
3. Zink und Vitamin C: Diese zwei Stoffe helfen enorm bei der Vermeidung von grippalen Effekten. Zink können Sie über entsprechende Kapseln aufnehmen. Vitamin C gibt es natürlich auch als Nahrungsergänzungsmitteln, am besten ist aber immer noch eine ausgewogene Ernährung mit entsprechend hoher Aufnahme von Vitamin C. Es ist zum Beispiel enthalten in Ananas, Tomatensaft, Orangen und anderen Zitrusfrüchten, Sanddorn, Grünkohl und Paprika.

Autorin: Anne Bartel, Platinnetz-Redaktion