Sie stinkt, macht süchtig, ist gesundheitsgefährdend und teuer, sagen die einen. Sie schmeckt, beruhigt, belohnt und ist cool, sagen die anderen. Die „anderen“, das sind etwa 18 Millionen erwachsene Menschen in Deutschland, etwa 28 Prozent der Bevölkerung. Die Zigarette spaltet die Nation in Raucher und Nichtraucher, die Besucher von Clubs in Raucher und Passivraucher. Letztendlich wissen wir um die Risiken und Gefahren, dass Raucher rund sieben Jahre früher sterben und Zigaretten Krebserkrankungen wie Lungen-, Kehlkopf- und Luftröhrenkrebs hervorrufen können. Und dennoch fällt das Aufhören schwer.

Der Suchtcharakter beim Rauchen

„Mit dem Rauchen aufzuhören ist die einfachste Sache der Welt. Ich habe es schon 100 Mal ausprobiert“, witzelte Mark Twain. Jeder, der es schon einmal versucht hat, wird ihm zustimmen: Nicht das Aufhören ist die hohe Kunst, sondern das Nicht-wieder-Anfangen. Pro Jahr versucht etwa ein Drittel aller Raucher aufzuhören; meist vergeblich und nicht von langer Dauer. Da Zigaretten ein ähnlich hohes Suchtpotential wie Heroin und Kokain haben sollen, brauchen viele Raucher mehrere Versuche, um endgültig mit dem Rauchen aufzuhören – und manchmal auch einfach nur Hilfestellung.

Rauchfrei durch Entwöhnungsprogramme

Bei Entwöhnungsprogrammen wird dem Körper schrittweise und gut vorbereitet das Nikotin entzogen. Viele Programme arbeiten mit einem festgelegten Rauchstopp-Tag und verschiedenen Methoden zur Verhaltensveränderung. Im Laufe des Kurses lernen die Teilnehmer ihr Rauchverhalten zu hinterfragen, entdecken ihre persönlichen Rückfallrisiken und erlernen neue Bewältigungsstrategien. „Rauchfrei-Kursprogramme“ werden von Krankenkassen, Volkshochschulen oder kommunalen Bildungsstätten angeboten. Darüber hinaus stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auch ein Internet gestütztes Rauchfrei-Ausstiegsprogramm zur Verfügung, das Aufhörwillige regelmäßig und individuell bei ihrem Vorsatz unterstützt.

Aber es gibt auch andere Entwöhnungsprogramme wo kein Rauchstopp-Tag von nöten ist. Bei dieser Art der Entwöhnung wird versucht den täglich Konsum an Nikotin langfristig zu mindern. Dies ist für den Körper weniger belastend. Das Rückfallrisiko ist ebenfalls geringer. Man kann die Nikotineinnahme verringern, indem man in gewissen Abständen seinen täglichen Bedarf an Zigaretten verringert. Das rauchen einer Shisha kann dabei durchaus helfen. Dort wird im Vergleich zur Zigarette weniger Nikotin konsumiert. Zeitgleich wirkt die Shisha ebenso wie auch die Zigarette entspannend und Stress abbauend. Shishas und Tabak findet man in einem gut sortiertem Shisha Shop. Dort findet man neben einer großen Anzahl verschiedener Tabak Marken auch nikotinfreien Tabak oder Tabakersatz wie Shiazo.

Rauchstopp durch Akupunktur oder Hypnose

Akupunktur und Hypnose als Maßnahme zur Rauchentwöhnung sind umstritten und ihre direkte Wirkungsweise wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Dennoch gibt es genügend Raucher, die es geschafft haben, mit einer dieser beiden Methoden aufzuhören. Während die Akupunktur die Entzugssymptome und somit die Lust auf die nächste Zigarette reduzieren können soll, wirkt die Hypnose auf das Unterbewusstsein des Rauchers ein. Rauchen wird mit unangenehmen, Nichtrauchen mit angenehmen Empfindungen verbunden.

Entwöhnung durch Nikotinersatzstoffe

Verzichten Raucher auf ihre gewohnte Zigarette, leidet ihr Körper unter Entzugserscheinungen, die zu Konzentrationsstörungen und Reizbarkeit führen können. Damit das Aufhören leichter fällt, kann das Nikotin aus der Zigarette durch eine medikamentöse Gabe von Nikotin ersetzt werden. Da den Medikamenten die schädlichen Substanzen wie Kohlenmonoxid und Teer fehlen, ist diese langsam reduzierbare Nikotinsubstitution weniger gesundheitsschädigend als das Weiterrauchen. Nikotinersatzstoffe werden zum Beispiel in Form von Kaugummis, Lutschtabletten, Pflaster oder Nasensprays angeboten.

Eigenständig mit dem Rauchen aufhören

Für motivierte Raucher, die den Ausstieg alleine schaffen wollen, bietet die BZgA kostenloses Informationsmaterial als Orientierungshilfe an. Und wem die gewohnte Zigarette in der Hand fehlt, dem sei gesagt: Auch Kräuterzigaretten aus der Apotheke sind umstritten. Denn ebenso wie beim Tabak entstehen beim Verbrennen von Kräutern chemische Stoffe, die Krebs erregen könnten. Dann doch lieber eine Karotte knabbern!

Autorin: Kerstin Brenig, Platinnetz-Redaktion